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Noch Tage bis zum Saisonstart 2017/18

Fakten, Fakten, Fakten

In 21 Erstligajahren haben die Telekom Baskets Bonn 18 Mal die Playoffs erreicht. Darüber hinaus liefen die Rheinländer in den vergangenen 20 Spielzeiten zudem 18 Mal in unterschiedlichsten internationalen Wettbewerben auf.

Seit dem Erstligaaufstieg im Jahr 1996 samt sensationellen Finaleinzug ist es bislang keinem anderen BBL-Neuling mehr gelungen, in seiner Premierensaison direkt bis in die Endspielserie um die Meisterschaft vorzudringen. Auf internationalem Terrain fügten die Telekom Baskets Bonn in der abgelaufenen Spielzeit 2016/2017 ihrer Vereinshistorie ein neues Kapitel hinzu, indem sie erstmal ein Halbfinale des Europapokals (FIBA Europe Cup) erreichten.

Im Gesamtkonzept der Baskets spielt der vereinseigene, anno 2008 für 15 Millionen Euro erbaute Telekom Dome eine gewichtige Rolle. „Für die Halle gibt es noch keine gesicherte Grundlage für Fremdveranstaltungen, wodurch kaum Erlöse erzielt werden können“, gibt Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich zu bedenken. „Zum anderen kämpfen wir mit Abgabenbescheiden, die ebendiese Erlöse unterstellen und die Nachwuchsarbeit besteuern.“ Die Belastung durch die Halle beträgt jährlich rund 900.000 Euro. Am 11.6.2018 feiert der Telekom Dome sein zehnjähriges Bestehen – vor einer Dekade wurde die Arena im Rahmen der Finalserie gegen ALBA Berlin mit einem 81:71-Sieg in Betrieb genommen.

Ein besonderes Augenmerk der Telekom Baskets Bonn liegt auf dem Ausbau des Nachwuchsbereiches. Die Speerspitze der Talentförderung bildet dabei die 2. Herrenmannschaft, welche 2017/2018 weiterhin in der 1. Regionalliga aufläuft. In Kooperation mit den Dragons Rhöndorf geht das „Team Bonn/Rhöndorf“ sowohl in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) als auch der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) an den Start. Darüber hinaus gibt es eine intensivierte Zusammenarbeit bezüglich der Rhöndorfer ProB-Mannschaft, in welcher diverse mit einer Doppellizenz ausgestattete Talente Erfahrung sammeln sollen. Weitere Schwerpunkte sind eine Qualifizierungsoffensive bei den Jugendtrainern, mehr Individualtraining mit Talenten, die Zusammenarbeit mit Bonner Schulen sowie die Verbesserung der sportlichen Infrastruktur.

Einige Zahlen verdeutlichen, wie sehr der Basketball beidseits des Rheins zu Hause ist. In der Liste der 100 größten Basketballvereine im Deutschen Basketball Bund (Stand: Ende 2016) stehen mit der SG BG Bonn/Meckenheimer TuS (8.), dem Rhöndorfer TV (10.) und den Telekom Baskets Bonn (17.) wieder drei Clubs aus dem Basketballkreis Bonn unter den TOP 20. Insgesamt konzentrieren sich in den drei genannten Vereinen 1.500 aktive, meist jugendliche Basketballer. Bei rund 600.000 Einwohnern in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis (= Basketballkreis Bonn) entspricht das einem Verhältnis von 1:400 (BB:Einw.), während es in Berlin, ebenfalls ein Hotspot unserer Sportart, bei 1:1140 liegt.

Status Quo

Nach der emotionalen Saison 2016/2017 haben die Verantwortlichen viel Zeit und Herzblut in die Offseason gesteckt, um den wiederbelebten Baskets-Spirit über die Offseason hinweg in die Vorbereitung zu tragen. Mit Konstantin Klein, Josh Mayo,Julian Gamble, TJ DiLeo sowie Yorman Polas Bartolo konnten elementare Puzzleteile des letztjährigen Kaders gehalten werden. Der aktuelle Kader der Telekom Baskets vereint nun Akteure aus Deutschland, den USA sowie Montenegro miteinander.

Die neue Mannschaft hat das Interesse der Bonner Fangemeinde geweckt, was sich am regen Absatz an Dauerkarten bemerkbar macht. Im Schnitt wurden die BBL-Heimspiele der Telekom Baskets Bonn während der Saison 2016/2017 von 5.289 Zuschauern (gesamt: 100.500) besucht. Damit war der Telekom Dome zu 88,2 Prozent ausgelastet.

Die Deutsche Telekom AG ist seit der Zweitliga-Saison 1993/1994 Titel- und Hauptsponsor des Spitzenbasketballs in Bonn. Im nun mittlerweile sechsten Jahr ist Spalding offizieller Sportausrüster des Teams, Die renommierte Tageszeitung General-Anzeiger und Radio Bonn/Rhein-Sieg sind weiterhin Medienpartner. Mobilitätspartner ist die ebenfalls in Bonn ansässige RKG GmbH. Die regionale Sponsorensituation ist stabil, konnte durch Neuaquisen im Mikrosponsoring ausgebaut werden und wird durch den vereinseigenen Hallenkomplex des Telekom Domes mit seinem im Sommer 2013 ausgebauten VIP-Bereich in der Rotunde inklusive des angeschlossenen Ausbildungszentrums beflügelt.

Historie

Der Telekom Baskets Bonn e.V. wurde am 20. März 1995 gegründet. In ihm sind zahlreiche Basketball-Abteilungen Bonns aufgegangen, unter anderem die des Godesberger TV (gegr. 1974) oder die des SC Fortuna Bonn (gegr. 1978). Die Anstrengungen, die Basketballkräfte Bonns zum Zwecke der Leistungskonzentration zu bündeln, führten via BG Bonn 92 e.V. und den Post-SV Telekom Bonn e.V. im Jahre 1995 zur Gründung des reinen Basketballvereins Telekom Baskets Bonn e.V. Die BonBas GmbH ist wirtschaftlicher Träger des Bundesligateams und der neuen Halle (Telekom Dome).

1995/96 wurden die Telekom Baskets ungeschlagen Meister der 2. Liga Nord, überstanden auch die Relegation zur 1. Liga, womit der Aufstieg in die Basketball-Beletage perfekt war. In der Debüt-Saison im Oberhaus schafften die Rheinländer prompt den Sprung ins Finale - eine Leistung, die seither keinem anderen Aufsteiger gelingen sollte. In 21 Erstliga-Spielzeiten qualifizierten die Telekom Baskets sich 18 Mal für die Playoffs und wurden fünfmal Deutscher Vizemeister (1997, 1999, 2001, 2008, 2009).

2005, 2009 und 2012 wurde jeweils das BBL-Pokalfinale erreicht. Die Pokal-Endrunde 2012 fand gar im Telekom Dome statt und war nach dem Beko BBL ALLSTAR Day 2010 das zweite große Liga-Event in dem vereinseigenen Hallenkomplex auf dem Hardtberg. Erst im Januar 2014 kehrte die Bundesliga mit dem jährlich stattfindenden ALLSTAR Day in den Telekom Dome zurück - seinerzeit stellten die Telekom Baskets mit Benas Veikalas, Tony Gaffney und Jared Jordan gleich drei Akteure des Bestentreffens. Am 14. Januar 2017 hielt die Schaufensterveranstaltung der Beletage abermals Einhalt auf dem Hardtberg – somit zum dritten Mal in sieben Jahren. Baskets-Aufbau Josh Mayo und Flügel Ryan Thompson liefen bei dieser Gelegenheit für das „Team International“. Letztgenannter sicherte sich vor eigenem Publikum zudem beim Dreier-Contest den Titel als bester Distanzschütze, Ken Horton vertrat die Magentafarbenen im Rahmen des Dunking-Contest.

Auf europäischer Ebene erreichten die Baskets im Saporta-Cup (zweithöchster Wettbewerb in Europa) 2000 das Achtelfinale (Kinder Bologna), 2001 das Viertelfinale (Maroussi Athen) und 2002 im ULEB-Cup ebenfalls das Viertelfinale (Pamesa Valencia). In der EuroChallenge stießen die Baskets 2008/09 sowie 2012/2013 ins EuroChallenge-Viertelfinale vor. In der vergangenen Spielzeit 2016/2016 stieß Bonn erstmal in ein internationales Halbfinale vor. In den Playoffs des FIBA Europe Cup schaltete Bonn zunächst Kataja Basket (Finnland) sowie Ironi Nahariya (Israel) aus, ehe im Semifinale Nanterre 92 wartete. Bei den Franzosen gewann Bonn mit 77:76 und fügte den Franzosen damit die erste internationale Heimniederlage zu, ehe die Baskets im Rückspiel unglücklich mit 81:86 unterlagen. Kommende Saison gehen die Rheinländer erstmals in der Basketball Champions League an den Start.

Ein besonderes Highlight war das Kölnarena-Event am 7. April 2000 (Telekom Baskets Bonn - ALBA Berlin), als mit 18.506 Zuschauern ein neuer Indoor-Basketball-Zuschauerrekord in Europa für Vereinsspiele aufgestellt wurde.

Von 1995 bis 1996 absolvierten die Telekom Baskets Bonn ihre Heimspiele im Sportpark Pennenfeld (Bilanz: 17-1). Mit dem Aufstieg ins Oberhaus verbunden war der Umzug in die Hardtberghalle (197-79). Diese Ära endete am 3. Juni 2008 mit einem 79:60-Sieg über Frankfurt, ehe pünktlich zur Finalserie gegen Berlin der Telekom Dome erstmals seine Pforten öffnete. Seit dem 11. Juni 2008 werden seither die Heimspiele der Telekom Baskets Bonn in der vereinseigenen Arena ausgetragen (148-80).

Nachwuchs

Mehr als 500 Kinder und Jugendliche sind in mehr als 30 Teams unter dem Baskets-Dach aktiv. In jeder Altersklasse sind die Baskets in der höchsten deutschen Jugendklasse (NBBL, JBBL, NRW-Ligen) vertreten. Die 2. Herrenmannschaft spielt in der 1. Regionalliga und besteht zu 90% nur aus Jugendlichen, die sich weitestgehend aus den eigenen Reihen rekrutieren.

Der große Zulauf von Basketball-begeisterten Kindern kann selbst das clubeigene Ausbildungszentrum (3-fach-Halle) als Teil des Telekom Dome nicht verkraften, weshalb vorübergehend ein Aufnahmestopp verhängt werden musste.

Seit Gründung der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) im Jahre 2006 sind die Telekom Baskets Bonn gemeinsam mit Kooperationspartner Dragons Rhöndorf ständiger Teilnehmer in Deutschlands höchster Jugendspielklasse. Das „Team Bonn/Rhöndorf“ erreichte 2007 (in Paderborn) sowie 2008 (Langen) das TOP4, musste sich dort jeweils im Halbfinale dem späteren Doppelmeister Urspring geschlagen geben. Das „Team Bonn/Rhöndorf“ ist zudem in der 2009 gegründeten Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) vertreten und erreichte dort 2014 die U16-Endrunde (Quakenbrück).

Mit Fabian Thülig, Jonas Wohlfarth-Bottermann, Florian Koch, Thomas Michel, Valentin Blass und Alexander Möller schafften es bislang sechs ehemalige NBBL-Spieler in den Erstliga-kader der Telekom Baskets Bonn. Darüber hinaus wurden Thülig, Wohlfarth-Bottermann, Blass als auch Tim Kasper und Joel Zeymer zur Teilnahme am jährlich im Rahmen des ALLSTAR Day stattfinden NBBL Allstar Game berufen. Im Jahr 2010 erhielt Jonas Wohlfarth-Bottermann beim Bestentreffen die Auszeichnung als MVP (wertvollster Spieler) und wurde am Ende der Saison von allen NBBL-Trainern mit dem Award als bester Verteidiger bedacht.

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