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27.11.2016

Bärenstarker Thompson erlegt eiskalt Bremerhaven

Telekom Baskets Bonn - Eisbären Bremerhaven 98:93 (28:25, 27:20, 18:24, 25:24)

Am 11. Spieltag der easyCredit BBL haben die Telekom Baskets Bonn gegen die Eisbären Bremerhaven mit 98:93 gewonnen. Der stark aufspielende Ryan Thompson zeigte in der Crunch-Time keinerlei Nerven, traf 12/12 Freiwürfe und avancierte mit 27 Punkten zum Topscorer der Partie.

Traf alle seine zwölf Versuche von der Freiwurflinie: Ryan Thompson (Foto: Jörn Wolter)

Die Anfangsphase des ersten Viertels bestimmte auf beiden Seiten die Hausherren. Bonn verteidigte aggressiv, stand gut in den Passwegen Bremerhavens, und zwangen die Gäste so zu gleich drei Ballverlusten in den ersten drei Minuten. Offensiv hatte Ojars Silins ein heißes Händchen: Der nette Lette traf gleich zwei Dreipunktewürfe in den ersten zehn Minuten. Sebastian Machowski nahm die frühe Auszeit und stellte seine Jungs besser auf die Intensität Bonns ein.

Von nun an entwickelte sich ein munteres Spiel, das besonders im Angriff die Akzente setzte. Mit gleich fünf Dreipunktspielen (Dreier oder „And-Ones“) in Serie lieferten sich beide Mannschaften einen Kampf mit offenem Visier. Josh Mayo konnte das Ganze noch toppen, als er mit Ablauf der Uhr einen Dreier zum 28:25 Viertelendstand versenkte.

Im zweiten Viertel machten die Baskets da weiter, wo sie aufgehört hatten. Der eingewechselte Filip Barovic wurde gleich zwei Mal in Folge frei gespielt, Flo Koch traf einen Distanzwurf, Yorman Polas Bartolo ging nach einem Steal „von Küste zu Küste“ und schon waren die Gastgeber mit neun Punkten davongeeilt. Die nächste Auszeit Bremerhavens folgte auf den Fuß. Diese zeigte jedoch nur wenig Wirkung: Angeführt vom bärenstarken Ryan Thompson (27 Punkte, 12/12 Freiwürfe) startete Bonn den nächsten Lauf und war kurz vor der Halbzeitpause mit 14 Zählern in Front (55:41, 18. Minute). Doch Eisbären-Punkte durch Evan Smotrycz und Jordan Hulls verkürzten den Rückstand bis zur Halbzeit auf 55:45.

Die Kabinenpredigt schien die Nordlichter auf den rechten Pfad zu führen. Harper Kamp (17 Punkte) verkürzte mit sechs schnellen Punkten in Folge den Rückstand. Der Baskets-Motor, vor der Pause noch gut geölt, geriet nun zusehends ins Stocken. Distanztreffer von Quincy Diggs und Smotrycz sorgten eine Minute vor Viertelende gar für den 67:67-Ausgleich, ehe RT7 von der Freiwurflinie weiterhin tadellos blieb und eine 73:69-Führung ins Schlussviertel rettete. Hatten die Baskets Diggs bis zur Pause jegliche Ausbeute verwehrt, markierte Bremerhavens potentester Schütze sechs seiner insgesamt acht Punkte im dritten Spielabschnitt.

Während Ojars Silins das Schlussviertel für die Mannschaft von Geburtstagskind Predrag Krunic eröffnete, dauerte es bei den Eisbären drei Minuten, ehe Adrian Breitlauch mit Freiwürfen die nächsten Zähler für sein Team auf die Anzeigetafel brachte (75:71, 33. Minute). Es schien so, als könne Bonn die Kontrolle über die Partie zurückgewinnen, ehe sie diese jedoch im Ballvortrag verloren und mit drei aufeinanderfolgenden Ballverlusten ihre Gäste unnötig zurück ins Spiel brachten.

Die fehlende Konzentration machte sich auch im Reboundverhalten bemerkbar. Wieder und wieder griffen die Eisbären offensive Rebounds ab, um dann im zweiten oder gar dritten Versuch zum Erfolg zu kommen. So auch, als Ivan Elliot zum 79:81 einnetze und somit die erste Führung Bremerhavens erzielte. Die Baskets suchten und fanden nun vermehrt ihren wieder genesenden Topscorer, der acht seiner 27 Punkte in den finalen zehn Minuten beisteuerte.

Doch auch der immer besser in Fahrt kommende Julian Gamble setzte durch starke Verteidigung und erfolgreiche Aktionen in Korbnähe Akzente. Beim Stand von 92:89 verfehlte ein Dreier von Power Forward Ivan Elliot, zur Erleichterung der 4.900 Zuschauer im Telekom Dome, sein Ziel. Anschließend verkam der Ex-Hagener vollends zur tragischen Figur, als er auch zwei Freiwürfe liegen ließ. Bremerhaven blieb nichts anderes übrig als zu foulen, fand jedoch mit Thompson einen Spieler, der sich von der Linie keine Blöße gab und eiskalt seine Mannschaft ins Ziel trug.

 

 

Stimmen zum Spiel

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Wir haben vor dem Spiel viel über die Verteidung gegen Bremerhaven gesprochen. Das hat Anfang des ersten Viertels auch funktioniert, dann haben wir jedoch zu viele zweite Chancen zugelassen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit der Leistung und der Intensität. Ich möchte mich bei den Fans für die tolle Atmosphäre bedanken – die brauchen wir um solche Spiele zuhause zu gewinnen.“

Josh Mayo (#14 Telekom Baskets Bonn):

„Die Off. Rbds haben uns das Spiel über Probleme bereitet. Es war schön zu sehen, dass Ryan Thompson wieder zurück ist. Er hat uns sehr weitergeholfen.“

Sebastian Machowski (Trainer Eisbären Bremerhaven):

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburstag Predrag – unsere Niederlage darf aber bitte nicht als Geburtstagsgeschenk verstanden werden. Wir hatten einen sehr zerfahrenen Start ins Spiel. In der ersten Halbzeit standen wir nicht nahe genug an den Bonner Schützen, die alle ihre Dreier in den ersten 20 Minuten erzielten. Dass wir am Ende sogar noch die Chance zum Sieg hatte, zeigt, dass wir als Team in den letzten Wochen eine positive Entwicklung genommen haben. Bonn hat zehn Fouls mehr zugesprochen bekommen und dadurch von der Freiwurflinie viele Punkte erzielt. Das kann in einem engen Spiel den Unterschied machen.“

Adrian Breitlauch (#7 Eisbären Bremerhaven):

„Enttäuschende Niederlage. Wir haben uns gut präsentiert aber defensiv zu viele Fehler erlaubt und die nötige Cleverness vermissen lassen. 19 Offensiv-Rebounds sprechen für unseren Einsatz. Glückwunsch an Bonn zum verdienten Sieg. Bonn war sehr sicher an der Freiwurflinie und haben die kleinen Dinge besser gemacht.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Silins (12/2 Dreier), Barovic (8), Thompson (27/1, 12/12 Freiwürfe), Richter (dnp), Gamble (14, 9 Rebounds), DiLeo (2), Koch (6/2), Polas Bartolo (6), Mayo (10/2, 6 Assists), Horton (13/1), Blass (dnp)


Eisbären Bremerhaven: Hulls (15/3, 8 Assists), Elliott (11/1), Diggs (8/1), Kamp (17), Bleck (2), Anderson (15/1), Smotrycz (13/3), Breitlauch (2), Austin (10), Wendt (0), Schmitt (dnp)


Bilanz

Telekom Baskets Bonn – Eisbären Bremerhaven

Siege: 13 (BBL: 13)
Niederlagen: 11 (BBL: 10, Pokal: 1)
in Bonn: 6 Siege, 6 Niederlagen
in Bremerhaven 7 Siege, 5 Niederlagen

 

Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

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