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16.12.2015

Eurocup: Gute Ansätze reichen nicht zum Sieg

Telekom Baskets Bonn – JSF Nanterre 86:95 (16:29, 22:19, 22:20, 26:27)

Mit einer Heimpleite haben sich die Telekom Baskets Bonn aus dem Eurocup verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer zog gegen JSF Nanterre mit 86:95 (16:29, 22:19, 22:20, 26:27) den Kürzeren und beendet den internationalen Wettbewerb mit einer Bilanz von zwei Siegen und acht Niederlagen. Dabei kamen fünf Bonner Akteure auf eine zweistellige Ausbeute – Rotnei Clarke markierte 21 Zähler, Aaron White kam mit 15 Punkten und elf Rebounds auf ein „Double-Double“.

Sorgte am Brett für reichlich Wirbel: Gerald Beverly (Foto: Jörn Wolter)

Kurz und knapp

Bonn verpasste den Start ins erste Viertel und sah sich schnell mit einem zweistelligen Rückstand konfrontiert. Nanterre verwandelte Dreier um Dreier und hatte nach dem ersten zehn Minuten allein von jenseits der 6,75 Meter-Linie mehr Punkte erzielt als die Baskets insgesamt (16:29, 10. Minute). Die Hausherren stellten defensiv um, standen den französischen Distanzschützen fortan enger auf den Füßen und arbeiteten langsam daran, den hohen Rückstand bis zur Pause abzutragen. Zwar stockte der JSF-Motor in der Vorwärtsbewegung im zweiten Abschnitt merklich, doch reichte es gerade noch aus, um die Differenz beim Gang in die Kabine zweistellig zu belassen (38:48, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Baskets zweifelsfrei ihre beste Phase der Partie. Treffer von „Downtown“ durch Florian Koch und Rotnei Clarke brachten die Rheinländer auf Tuchfühlung heran (48:51, 23. Minute). Bonn flirtete mit dem Ausgleich, der nach einem weiteren Koch-Dreier Realität und von den 3.200 Zuschauern im Telekom Dome entsprechend lautstark gefeiert wurde (59:59, 28. Minute). Die Gäste ließen sich vom zu kippen drohenden Momentum jedoch nicht aus der Ruhe bringen, trafen wichtige wie schwer herausgespielte Würfe und verschafften sich abermals Luft (60:68, 30. Minute). Entlang der Schlussgeraden dieser Begegnung gaben sich die Gastgeber nie auf, vielmehr warfen Clarke und Co. nochmals alles in die Waagschale. So war es dem Amerikaner vorbehalten an der Freiwurflinie knapp anderthalb Minuten vor Ende eine potenzielle Wende in Reichweite zu bringen (82:86, 39. Minute). In der Folge wurde jedoch die Chance – wie so oft in den vergangenen Wochen – die Chance vertan, zwingend zu verkürzen oder gar die Führung zu übernehmen. Stattdessen mussten taktische Fouls begangen werden, um die Uhr zu stoppen und eigene Ballbesitze zu generieren. Nanterre präsentierte sich jedoch an der Linie sicher genug, um den Vorsprung zu verteidigen und den Baskets damit die wettbewerbsübergreifend 13. Niederlage in Serie beizufügen.


Aus dem Zahlenwald

Nanterre traf allein im ersten Viertel sechs von elf Dreierversuchen (54,5 Prozent). Diese Trefferquote konnte, bedingt durch die bessere Bonner Verteidigung entlang des Perimeters, nicht aufrecht erhalten – die JSF-Schützen versenkten im weiteren Spielverlauf nur 33,3 Prozent ihrer Distanzwürfe (5/15).

Gute Arbeit leisteten die Baskets in Korbnähe beim Kampf um abprallende Bälle. Insgesamt sicherte Bonn sich starke 39 Rebounds – davon alleine deren 14 am offensiven Brett – und lag damit weit oberhalb des bisherigen Schnitts (28,7).


Stimmen

Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„JSF hat ein exzellentes erstes Viertel gespielt. Daraus haben wir abermals gelernt, dass auf diesem Level nur 30 Minuten an hoher Intensität und Einsatz nicht genug sind, um eine solche Begegnung zu gewinnen. Trotz der Niederlage war auch ein gewisses Maß an Sonnenschein für uns vorhanden: Der Ball wurde bewegt, das Rebound-Duell ging an uns und gleich fünf Spieler sind auf eine zweistellige Ausbeute gekommen.“

Rotnei Clarke (#15 Telekom Baskets Bonn):

„Der Start ins Spiel war für uns extrem holprig. Zwar haben wir danach mannschaftlich alles getan, um die Partie zu drehen, doch am Ende haben Kleinigkeiten zu der Niederlage geführt. Gerade nach der Anfangsphase mussten wir defensiv umstellen, was den Rhythmus des Spiels verändert hat, doch im Schlussviertel fehlten uns die ein, zwei entscheidenden Stops.“

Pascal Donnadieu (Trainer JSF Nanterre):

„Dieses Spiel ist für uns die Fortführung unserer Entwicklung während der vergangenen Wochen gewesen. Wir wussten, dass wir mit mindestens sieben Punkten Differenz würden gewinnen müssen, um eine Chance auf den Einzug in die zweite Eurocup-Runde zu haben – diese Hausaufgabe haben wir erledigt. Viele Aspekte dieser Partie werden uns auch zukünftig im nationalen Ligabetrieb helfen.“

Gerald Robinson (#22 JSF Nanterre):

„Für uns war wichtig, dass wir den Eurocup-Wettbewerb mit einem Sieg beenden. Wie die Partie gelaufen ist, hat sich einmal mehr bestätigt, dass du für die vollen 40 Minuten konzentriert sein musst, sonst hätte Bonn uns eventuell noch abgefangen. Genau das müssen wir für die Zukunft im Kopf behalten: Die Details sind es die eine Partie entscheiden, manchmal sind es nur ein oder zwei Ballbesitze, die dich siegen oder verlieren lassen.“


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Mädrich (2), McKinney (10/2 Dreier), Mangold (2), Lawrence (5/1, 8 Assists), Klimavicius (12), Koch (13/2), White (15/1, 11 Rebounds), Clarke (21/2), Blass (dnp), Beverly (6)

JSF Nanterre:

Mitchell (5/1), Nzeulie (15/3), Invernizzi (0), Jaiteh (15), Robinson (24/2, 8 Assists), Riley (26/3), Raposo (0), Greene (2), Campbell (8/2), Racine (dnp)






Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Sonntag, 20.12.2015 - 17:00 Uhr - Beko BBL:

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Sonntag, 27.12.2015 - 17:00 - Beko BBL:

Telekom Baskets Bonn vs. GIESSEN 46ers - Tickets >>


Sonntag, 17.1.2016 - 19:30 - Beko BBL:

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