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22.03.2015

Härtetest bei Playoff-Intensität bestanden

Telekom Baskets Bonn - MHP RIESEN Ludwigsburg 87:80 (24:27, 22:12, 18:21, 23:20)

Die Telekom Baskets Bonn haben ihr "Geburtstags-Spiel" gewonnen. Zwei Tage nach dem 20-jährigen Jubiläum der Vereinsgründung setzten sich die Schützlinge von Trainer Mathias Fischer mit 87:80 (24:27, 22:12, 18:21, 23:20) gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg durch.

Markierte allein im zweiten Viertel 14 Zähler: Benas Veikalas (Foto: Jörn Wolter)

Das Spiel

Schon vor Anpfiff der Partie herrschte im Telekom Dome Ausnahmestimmung. Die beeindruckende Choreografie des Fanclubs mit tatkräftiger Unterstützung aller Bonner Fans auf den Rängen sorgte für kollektive Gänsehaut. Die Mannschaft selbst ließ sich gerne von dieser Atmosphäre anstecken und eröffnete das Spiel  hochmotiviert. In den ersten Minuten punktete jeder der fünf Bonner Starter (11:2, 3. Minute). Allen voran Andrej Mangold wollte sowohl offensiv als auch defensiv ein Ausrufezeichen setzen. Sieben Punkte - darunter zwei erfolgreiche Distanzwürfe - gingen auf das Konto des deutschen Guards; darüber hinaus ließ er Ludwigsburg in der Defensive kaum Luft zum Atmen. Die MHP RIESEN fanden erst spät im ersten Viertel zu ihrem Rhythmus: Shawn Huff netzte kurz vor der Sirene einen Dreier zur Führung der Schwaben ein (24:27, 10. Minute).

Im zweiten Viertel schlug die Stunde des litauischen Teamkapitän der Baskets. Während das Bonner Teamgefüge durch konsequente Defense Ballgewinne generierte, hielt sich Benas Veikalas (allein 14 Punkte im zweiten Abschnitt) links außen am Perimeter bereit, diese Chancen immer wieder in Zählbares zu verwandeln. Die Mannen von Coach Fischer passten die Bälle sauber und klug zum freien Mann; die MHP RIESEN verloren sich zu oft in Einzelaktionen (Bonn zur Halbzeit mit 13 Assists, Ludwigsburg verbuchte sechs Vorlagen). Es war vor allem den „Jo(h)ns“ (Little und Brockman) vorbehalten die Schwaben nicht zu sehr ins Hintertreffen fallen zu lassen (46:39, 20. Minute).

Nach der Pause konnten die Bundesstädter die Gäste zunächst auf Abstand halten. Ein Korbleger von John Little brachte Ludwigburg auf fünf Punkte heran und zwang Coach Fischer zur ersten Auszeit im dritten Viertel (52:47, 25. Minute). Die Intensität in der Defensive ließen beide Mannschaften nicht missen - häufig mussten die Punkte an der Linie erarbeitet werden. Der Bonner Spielfluß der ersten Halbzeit war jedoch dahin. Stück für Stück eliminierten die Schwaben ihren Rückstand, bis Ryan Brooks kurz vor Ende des Viertels per Distanzwurf Bonn nochmals etwas Luft verschaffte (64:60, 30. Minute).

Die letzten zehn Minuten wurden das erwartet spannende Duell zweier Playoff-Anwärter. Die Rheinländer spielten geduldig ihre Systeme aus, kamen jedoch zu selten zu zählbaren Ergebnisssen. Ludwigsburgs Brockman und D.J. Kennedy rüttelten gewaltig an der hauchdünnen Führung, die durch einen Dreier und Korbleger des schwäbischen Point Guards Michael Stockton schließlich zunichte gemacht wurde (73:74, 35. Minute).

Die fällige Bonner Auszeit trug Früchte. Im Anschluss bewiesen die Baskets erneut, warum sie in dieser Saison ein Team der letzten Minuten sind. Sie ließen sich zunächst zweimal mit aller Ruhe an die Linie bitten, doch erst ein Treffer durch Eugene Lawrence aus der Ferne bei 80 Sekunden verbleibender Restspielzeit besiegelte den Sieg (81:76, 39. Minute). In den letzten Sekunden zeigten die Telekom Baskets einmal mehr, wie wichtig Nervenstärke bei Freiwürfen sein kann, so dass Ludwigsburgs taktische Fouls wirkungslos blieben (87:80, 40. Minute).

 

Im Detail

Bonn zeigte kaum Nerven an der Freiwurflinie (23/26, 88,5 Prozent Trefferquote). Allein in den letzten knapp drei Minuten beförderten die Rheinländer den Ball elf von zwölf Mal sicher durch die Reuse für die Bonuspunkte (91,7 Prozent).

Die Bonner Topscorer Benas Veikalas (21 Punkte) und Angelo Caloiaro (20) standen sich während der Partie nie im Weg. Während Veikalas im zweiten Viertel ganze 14 Punkte auflegte, folgte Caloiaro seinem Beispiel nach der Halbzeitpause mit weiteren seiner zwölf Zählern.

Die Telekom Baskets verteilten insgesamt 20 Assists. Dabei brachten Eugene Lawrence (6) und Andrej Mangold (4) beinahe so viele Vorlagen an den Mann wie die MHP RIESEN als Kollektiv (11).


Stimmen


Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Es war die erwartet schwere Partie.  Wenn man gegen Ludwigsburg nachlässt, sind sie sofort da. Doch die Mannschaft hat sich wieder gefangen und ist zurückgekommen. Wir hatten schon gute und schlechte Starts, aber mich interessieren die Endphasen, ob wir dann unseren Basketball spielen. Wir sind unsere Systeme gelaufen und haben den Extrapass gespielt. Das Reboundverhältnis ist überraschend ausgeglichen, trotz Jon  Brockmans acht Offensivrebounds. Zwanzig Assists für uns sind immer gut. Heute haben wir den Fans und dem Fanclub ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht. Die Aktion des Fanclubs vor dem Spiel war bärenstark, so etwas motiviert das Team natürlich immer.“

Angelo Caloiaro (#9 Telekom Baskets Bonn):

„Es war ein schweres Spiel, denn Ludwigsburg hat wie erwartet sehr physisch gespielt. Wir mussten vor allem hart verteidigen und unsere Würfe treffen. Daran haben wir auch im Training gearbeitet.“

John Patrick (Trainer MHP RIESEN Ludwigsburg):

„Gratulation an Mathias und seine Mannschaft. Sie haben zu ihrem Geburtstag nichts verschenkt und verdient gewonnen. Die zweite Hälfte hat uns wehgetan, die einfachen Korbleger und offensiven Rebound. Auch Bonns Freiwürfe waren am Ende ganz  wichtig. Das gute Teamplay und der Extrapass haben Bonn geholfen. Ich bin stolz, dass wir am Ende nochmal zurückgekommen sind. Am Ende haben Kleinigkeiten den Unterschied gemacht. Es war ein hart umkämpftes und enges Spiel bis zur letzten Minute, deshalb bin ich stolz trotz unserer Niederlage.“


Punkteverteilung


Telekom Baskets Bonn:

McConnell (7/1 Dreier), Mädrich (5), Veikalas (21/3), Brooks (3/1), Caloiaro (20/1, 7 Rebounds), Lawrence (10/2, 8 Assists), Klimavicius (10), Koch (0), Wachalski (0), Lodders (dnp), Blass (dnp)

MHP RIESEN Ludwigsburg:

Kennedy (22/1), Little (12/1), Brockman (16, 10 Rebounds), Johnson (7), Waleskowski (0), Huff (18/4), Stockton (6/1), Flomo (0), Koch (0), McNaughton (0), Warech (dnp)

 

Die nächsten drei Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Mo, 6. April 2015 – 17:00 – Beko BBL

Telekom Baskets Bonn vs. EWE Baskets Oldenburg

So, 19. April 2015 – 17:00 – Beko BBL

Telekom Baskets Bonn vs. WALTER Tigers Tübingen


Fr, 24. April 2015 - 20:00 – Beko BBL

Telekom Baskets Bonn vs. FC Bayern München


Tickets für die Heimspiele der Telekom Baskets Bonn gibt es

  • an allen Zweigstellen des General-Anzeiger

  • im Baskets Fanshop im Hause Carthaus Bonn (Remigiusstr. 16, Bonn-Innenstadt)

  • in der Baskets Sportfabrik am Telekom Dome (Basketsring 1, 53123 Bonn)

  • im Online-Ticketshop unter www.baskets.de/ticketshop

  • an der Abendkasse bei den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn

  • an allen Eventim Vorverkaufsstellen

  • Baskets Ticket-Hotline: 0228 50 20 14

 

 


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