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02.04.2015

Veikalas trifft mit Ablauf der Uhr zum Sieg

Basketball Löwen Braunschweig – Telekom Baskets Bonn 72:75 (18:29, 20:24, 24:12, 10:10)

Nach einer furiosen ersten Hälfte mussten die Telekom Baskets Bonn nach dem Seitenwechsel bei den Basketball Löwen Braunschweig noch lange bangen, ehe der 75:72 (29:18, 24:20, 12:24, 10:10)-Sieg bejubelt werden konnte. Es bedurfte eines Wurfs von Kapitän Benas Veikalas mit Ablauf der Uhr – welchen die Schiedsrichter erst nach Bemühung des Instant Replay bestätigten – um den heißen April mit einem Erfolgserlebnis einzuläuten.

Versenkte den Dreier zum Sieg: Benas Veikalas (Archiv-Foto: Jörn Wolter)

Das Spiel

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Seiten gegenseitig ab und versuchten den von den Trainern verfassten Gameplan aufs Feld zu bringen. Während Braunschweig oft die großen Positionen suchte, suchte Bonn sein Heil zunächst in Schnellangriffen und guten Bewegungen abseits des Balls (10:10, 3. Minute). Als die Basketball Löwen in der Verteidigung auf „Zone“ umstellten, netzte Dirk Mädrich prompt einen Dreier ein und initiierte damit einem 9:2-Lauf, der den Gäste erstmals etwas Luft verschaffte (12:19, 8. Minute). Den zweiten rheinischen Treffer von „Downtown“ verwandelte wenig später Steve Wachalski pünktlich mit Ablauf der Uhr zur bis dahin größten Führung (18:29, 10. Minute).

Gleich nach Wiederanpfiff brachten die Schützlinge von Mathias Fischer weiter Zählbares auf die Anzeigetafel und schraubten ihren Vorsprung damit nach oben (20:38, 13. Minute). Braunschweig fand kein spielerisches Mittel gegen das schnelle und präzise Passspiel Bonns, wobei sowohl das Spielgerät als auch die Verantwortung mannschaftsdienlich geteilt wurden (38:53, 20. Minute).

So souverän die Baskets bis dahin agiert hatten, schienen sie den Rhythmus auch nach dem Seitenwechsel mit ins dritte Viertel nehmen zu können (40:58, 22. Minute). Urplötzlich jedoch starteten die bis dahin offensiv zurückhaltenden Gastgeber an beiden Enden des Feldes durch. In der Defense standen die Löwenstädter ihrem jeweiligen gegenüber dicht auf den Füßen, in der Vorwärtsbewegung sorgte ein langgezogener 16:0-Lauf für eine offene Partie (56:58, 26. Minute). Die Bonner Führung wackelte gewaltig, doch das Momentum kippte nicht komplett auf die Seite der Niedersachsen (62:65, 30. Minute).

Während der ersten Minuten des Schlussabschnitts wurde klar, dass die Partie fortan defensivbetont verlaufen würde. Braunschweig und Bonn machten in der eigenen Hälfte den Riegel dicht, so dass ein befreiender Dreier durch Eugene Lawrence bei den mitgereisten Baskets-Fans auch hörbar für Erleichterung sorgte (64, 70, 34. Minute). Von da an schien der Korb für Bonn wie vernagelt zu sein. Mit Ausnahme eines Korblegers durch Ryan Brooks wollte einfach nichts für die Gäste fallen – der Ausgangspunkt einer an Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase (72:72, 39. Minute). Braunschweig hatte mehrfach die Gelegenheit, die Führung an sich zu reißen, konnte seinerseits jedoch nicht punkten. So blieb den Baskets der finale Angriff der Begegnung, den die Löwen vier Sekunden vor dem Ende mit einem taktischen Foul unterbrachen. Coach Fischer holte seine Mannen zur Auszeit an der Seitenlinie zusammen und zeichnete das letzte Play auf sein Taktikbrett. Der Ball landete zunächst in den Händen von Ryan Brooks, der das Spielgerät jedoch weitergab, bis der Spalding auf der halbrechten Position zu Benas Veikalas kam. Der Litauer brachte ohne zu zögern den Wurf auf den Weg – Treffer. Die Unparteiischen berieten sich nochmals und sahen sich die Szene mit Hilfe des Instant Replay-Tools mehrfach an, um den Dreier des Litauers schließlich zu verifizieren und den Auswärtssieg der Telekom Baskets damit zu bestätigen.


Im Detail

Bis zum finalen Wurf von Benas Veikalas hatten die Telekom Baskets nur 23,8 Prozent (5/21) ihrer Dreier getroffen.

Allein im ersten Viertel verteilte Bonn starke sechs Assists und befeuerte damit maßgeblich die eigene Angriffsmaschinerie. Ab dem dritten Viertel geriet der Baskets-Motor jedoch ins Stocken, wodurch während der gesamten zweiten Hälfte nur noch fünf direkte Korbvorlagen hinzukamen.


Stimmen

Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Es ist schwierig, nach so einem Spiel sofort eine Analyse abzuliefern. Es war bis zum Ende eine sehr spannende Partie. Wir hatten eine hervorragende erste Halbzeit, in der wir auch verdient geführt habt. Meine größte Sorge war, dass wir in der zweiten Halbzeit mit der gleichen Intensität weiterspielen müssen. Braunschweig hat da aber aggressiver verteidigt und wir sind aus dem Rhythmus gekommen. Wir machen in der zweiten Halbzeit nur noch 22 Punkte, gewinnen am Ende aber durch einen glücklichen Wurf.“

Raoul Korner (Trainer Basketball Löwen Braunschweig):

„Wir haben in diesem Spiel zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Die erste Halbzeit ist unter aller Kritik. Wir lassen in eigener Halle 53 Punkte zu und rollen im 1-gegen-1 den roten Teppich für den Gegner aus. Unser Fokus war einfach nicht da, wo er sein sollte, und ich habe es nicht geschafft, das Team aufzuwecken. In der zweiten Hälfte haben wir durch Kampf zurück ins Spiel gefunden. Wir haben Bonn dann nur noch 22 Punkte erlaubt. Da zeigt sich deutlich, dass unser Fokus in der zweiten Halbzeit komplett anders war. Wir konnten den letzten Dolchstoß nicht setzen, Benas Veikalas hingegen schon.“


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

McConnell (6), Mädrich (7/1 Dreier), Veikalas (13/2), Brooks (4), Mangold (2), Caloiaro (10/1), Lawrence (11/1), Klimavicius (13, 8 Rebounds), Koch (2), Wachalski (7/1)

Basketball Löwen Braunschweig:

Gertz (0), Johnson (dnp), Visser (14), Theis (0), Joyce (6), Allen (13), Pluskota (0), Abromaitis (12/2), Adler (2), McElroy (11), Lockett (10), Simon (4)


Bilanz

Telekom Baskets Bonn – Basketball Löwen Braunschweig

Siege:                          33 (BBL: 28, Pokal: 4)
Niederlagen:                12 (BBL: 12, Pokal: 0)
In Bonn:                      20 Siege, 4 Niederlagen
In Braunschweig         13 Siege, 8 Niederlagen

 

 

Ryan Brooks und die Telekom Baskets Bonn konnten in Braunschweig den Einzug in die Playoffs fast schon sicher machen. Foto: PartnerDesign



Die nächsten drei Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Mo, 6. April 2015 – 17:00 – Beko BBL

Telekom Baskets Bonn vs. EWE Baskets Oldenburg

So, 19. April 2015 – 17:00 – Beko BBL

Telekom Baskets Bonn vs. WALTER Tigers Tübingen


Fr, 24. April 2015 - 20:00 – Beko BBL

Telekom Baskets Bonn vs. FC Bayern München


Die Telekom Baskets Bonn feiern ihren 20. Geburtstag

So, 03. Mai 2015 - ab 12:00

BasketsDay mit „dem Spiel der Legenden"

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Tickets für die Heimspiele der Telekom Baskets Bonn gibt es

  • an allen Zweigstellen des General-Anzeiger

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  • in der Baskets Sportfabrik am Telekom Dome (Basketsring 1, 53123 Bonn)

  • im Online-Ticketshop unter www.baskets.de/ticketshop

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  • an allen Eventim Vorverkaufsstellen

  • Baskets Ticket-Hotline: 0228 50 20 14

 

 


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