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27.10.2016

1. Regio: Am Samstag auswärts nach Bielefeld

Telekom Baskets Bonn 2 reisen in die Stadt, die es nicht gibt.

Geht es nach dem überaus wissenschaftlichen Nachschlagewerk "Wikipedia" so ist die Stadt Bielefeld Teil einer groß angelegten Verschwörung, die die Menschheit vom Dasein dieser Stadt überzeugen soll. Als Verschwörer werden zum Beispiel "CIA, Mossad oder Außerirdische, die ihr Raumschiff als Universität getarnt hätten" genannt. Am Sonntag müssen die 2. Herren die Reise nach "Bielefeld" antreten.

Trifft aktuell knapp 43% seiner Distanzwürfe: Philipp Gruber. (Foto: Jörg Mäß)

Bonn trifft auf einen Gegner, der ebenfalls mit einer Niederlagenserie zu kämpfen hat. Lediglich ein Spiel aus sieben Partien konnte gewonnen werden. Am Mittwoch reagierten die Dolphins auf die sportliche Misere und trennten sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Trainer Alexander Osipovitch. "Ausschlaggebend für diesen Schritt ist die Chemie, die zwischen Trainer und Team nicht stimmt. Das Vertrauen in eine Verbesserung der Situation ist leider nicht in ausreichendem Maß vorhanden, weshalb wir uns zu diesem Schritt gezwungen sahen", begründet Christopher Huelsewede, Sportlicher Leiter der TSVE Bielefeld Dolphins, die Entlassung.

Stattdessen wird vorerst Jugendkoordinator Emre Atsür, der noch als Spieler in der vergangenen Saison Meister mit Bielefeld in der 2. Regionalliga geworden ist, die Aufgaben an der Seitenlinie übernehmen. "Emre ist immer noch sehr nah am Team, und wir sind überzeugt, dass er kurzfristig eine dringend benötigte positive Veränderung im Team hinbekommen wird", bestärkt Huelsewede sein Vertrauen. Emre Atsür wird das Traineramt bis zum Saisonende bekleiden. Erst dann sollen neue Gespräche über die Zukunft geführt werden.

Die Delfine treten diese Saison mit vier internationalen Spielern an: Peter Marcic aus Slowenien, Dyon Doekhi aus den Niederlanden, Juliy Arabadjiyski aus Bulgarien und US-Amerikaner Chris Lee. Alle Ausländer sind Regionalliga-erfahren und sind im Sommer nach Bielefeld gewechselt. Als Ziel wurde vor der Saison der Klassenerhalt ausgerufen. Ein Ziel, das durch den sportlichen Misserfolg nun in Gefahr gerät.  

"Nach einem Trainerwechsel sind die Dolphins natürlich schwer einzuschätzen. Daher konzentrieren wir uns hauptsächlich auf uns und versuchen, die Fehler aus unserem letzten Spiel abzustellen", blickt Trainer Thomas Adelt auf das bevorstehende Auswärtsspiel. "Es gibt viele kleinen Dinge zu verbessern, die jedoch große Auswirkungen auf ein Spiel haben können", fügt er an. Die Mannschaft habe gut trainiert und sich, nach einer kurzen Frustphase, wieder motiviert und engagiert im Training präsentiert. 

"Mir ist die Fahrt nach Bielefeld eindeutig zu lang, um mit einer Niederlage im Gepäck wieder nach Hause zu kommen", erklärt Adelt und fügt mit einem Augenzwinkern an: "Außerdem wird dann, laut unserer Praktikantin Jule, mein Stuhl wackeln - und ich mag meinen Stuhl!" 

Die Regionalliga-Partie beginnt um 19 Uhr in der Sporthalle der Carl-Severing-Schule. 


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