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27.11.2016

1. Regio: Keine Dreier - kein Sieg

Telekom Baskets Bonn 2 verlieren zuhause gegen BG Dorsten

Am 11. Spieltag der 1. Regionalliga West musste sich die 2. Herren den Gästen aus Dorsten mit 69:86 geschlagen geben. In einem zerfahrenen Spiel besiegeln eine schwache Dreierquote (1/19) und zu viele verpasste Chancen die sechste Saisonniederlage.

Stemmte sich mit zehn Punkten und vier Rebounds gegen die Niederlage: Alex Möller (Foto: Jörg Mäß)

Es war wahrlich kein schönes Spiel, das den gut 60 Fans im Ausbildungszentrum des Bonner Telekom Dome geboten wurde. Zwar konnten die Zuschauer von Beginn an die gute Vorbereitung und Einstellung beider Mannschaften bemerken, jedoch haperte es auf beiden Seiten an der tatsächlichen Umsetzung. Wie immer begann Bonn mit guter, aggressiver Verteidigung und konnte in der Anfangsphase des Spiels viele Ballgewinne durch schnelle Hände erzielen. So stahl Valentin Blass in der dritten Minute den Ball, um im Fastbreak Anye Turner aufzulegen, der per Korbleger die frühe Führung erzielte.

Keine zwei Minuten später revanchierte sich der Amerikaner für die Vorlage und spielte im Schnellangriff Blass den Spalding zu, der mit einem Dreipunktewurfe zum 9:3 für die erste Auszeit Dorstens sorgte – es sollte jedoch der einzige erfolgreiche Dreier für die 2. Herren an diesem Abend bleiben (1/19). Zwar erspielten sich die Hausherren selbst im geordneten Halbfeld-Angriff gute Wurfmöglichkeiten, scheiterten aber selbst freistehend zu oft. Da Bonn in der Defense die Zone dicht machte, punkteten die Gäste aus Dorsten im ersten Viertel vor allem aus der Mittedistanz und von jenseits der 6,75 Meter. Ein technisches Foul von Lotola Otshumbe nutzte Dorsten, um nach dem ersten Viertel mit 18:24 davonzuziehen.

Das zweite Quartal wurde von Robert Gan mit einem Korbleger eröffnet. Vier Punkte durch Alex Möller brachte Bonn wieder auf einen Punkt heran (25:26). Doch Nachlässigkeiten im Rebound und eine Zonenverteidigung Dorstens verhinderten, dass die Baskets dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Die Mannschaft von Trainer Thomas Adelt schaffte es weiterhin nicht, ihre guten Chancen zu nutzen.

Da aber auch Dorsten jede Menge Punkte an der Freiwurflinie liegen ließ (22/33 FW), konnte sich keine Mannschaft absetzen. Yannik Kneesch, normalerweise ein Garant für Punkte von außen, erwischte einen rabenschwarzen Tag und traf keinen seiner insgesamt sieben Distanzversuche. Dafür sorgten sein And-1 und Fastbreakpunkte von Paul Hörschler für die knappe 38:37-Halbzeitführung.

Nach der Pause sah es zuerst so aus, als würden die Telekom Baskets Bonn 2 endlich zu ihrem offensiven Rhythmus finden. Valentin Blass hatte seine beste Phase im Spiel und erzielte sechs seiner insgesamt elf Punkte im dritten Spielabschnitt. Doch beim Stand von 50:50 (26. Minute) geriet der Baskets-Motor wieder ins Stocken. Dorsten schaffte es indes mit Freiwürfen von Lyuben Paskov und einem Dreier des 16-jährigen Galvez-Braatz auf sieben Punkte davonzuziehen (50:57, 28. Minute).

Im vierten Viertel wurde Center Alex Möller einige Male gut in Szene gesetzt und konnte sich unter dem Korb durchsetzen. Beim Stand von 66:68 (36. Minute) bereiteten sich die Zuschauer auf eine spannende Schlussphase vor, als David Falkenstein von der Freiwurflinie seine Farben bis auf zwei Punkte heranbrachte. Doch Punkte des Ex-Bonners David Golembiowski und ein weiterer Dreier von Galvez-Braatz sorgten innerhalb kürzester Zeit für eine Acht-Punkte-Führung der Gäste. Bonn agierte nervös und überhastet und traf weiterhin keinen Wurf von außen – was die Gastgeber zusehends frustrierte. Bis zum Spielende erzielten die Baskets nur noch einen Punkt, während bei Dorsten nun letzte Energiereserven frei wurden: Golembiowksi besiegelte in der Schlussminute per Dreier zum 68:81 die Heimpleite, die mit 69:86 dann doch etwas zu deutlich ausfiel.

>> Fotos zum Spiel

>> ausführliches Scouting

Thomas Adelt (Trainer Telekom Baskets Bonn 2):

"Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir haben heute fast nichts getroffen und defensiv nicht wirklich smart verteidigt. Man hat in dem Spiel deutlich gemerkt, dass wir, als wir in der Offensive nicht getroffen haben, nervös und ungeduldig geworden sind. Dadurch sind wir in eine Art Strudel geraten, aus dem wir uns nicht mehr befreien konnten."

Ivan Rosic (Trainer BG Dorsten): 

"Es war sehr wichtig, dass wir zwei Wochen Vorbereitungszeit für Bonn hatten und waren dementsprechend gut vorbereitet. Wir wussten, dass Bonn eine junge Mannschaft ist, die guten Teambasketball spielt und viel Druck ausüben will. Das haben wir geschafft zu unterbinden. Als wir gemerkt haben, dass sie heute nicht gut von außen treffen, haben wir auf Zone umgestellt, um dies weiter zu forcieren. Wir haben 86 Punkte auswärts erzielt, das ist sehr gut." 

 

 


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