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29.09.2016

Baskets 2 erlegen favorisierte Löwen

Telekom Baskets Bonn 2 – Hertener Löwen 81:75 (22:13, 14:19, 18:15, 27:28)

Am dritten Spieltag der 1. Regionalliga hat die Zweitvertretung der Baskets ihr zweites Saisonspiel gewonnen. In einem attraktiven Spiel konnten sie sich mit 81:75 (22:13, 14:19, 18:15, 27:28) gegen Herten durchsetzen. Im ABZ des Telekom Domes avancierte Valentin Blass mit 20 Punkten, 5 Rebounds und 7 Assists zum besten Spieler der Partie.

Traf nur 1/5 Freiwürfen, erzielte jedoch ein Double-Double: Anye Turner.

Trainer Thomas Adelt hatte die Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt. Dementsprechend stark startete Bonn in das Spiel und konnte früh sein gefürchtetes Fastbreak-Spiel aufziehen. Nach drei gespielten Minuten lagen die Baskets bereits mit 8:2 in Front, was Herten zu einer Auszeit zwang. Früh zeigte sich, dass Herten vor allem auf den sprunggewaltigen Jevonte Hughes setzte, der immer wieder in Korbnähe für Unruhe stiftete und besonders im Rebound die Lufthoheit genoss. Der US-Amerikaner verletzte sich jedoch bereits nach fünf Minuten am Sprunggelenk und konnte im restlichen Spielverlauf nicht mehr eingreifen, woraufhin Kofi Josephs die Verantwortung der Löwen zu übernehmen versuchte. Bonn konnte jedoch erfolgreich die Kreise des Scharfschützen einengen und zwang Jospehs regelmäßig zu schwierigen Würfen. Durch kluge Pässe kam die Herren 2 auf der Gegenseite zu guten Wurfchancen, die jedoch nicht in Punkte umgesetzt werden konnten.

Nach acht Minuten zeigte sich erstmals die neue Regelauslegung bei unsportlichen Fouls: Nach einem erneuten Stopp in der Defense leitete Anye Turner den Schnellangriff ein, wurde jedoch direkt von Felix Neumann per taktischem Foul gestoppt, was seit dieser Saison konsequent mit einem „U“ geahndet werden soll. Die daraus resultierenden Freiwürfe konnte Turner jedoch nicht nutzen – ein Negativ-Trend, der sich durch das komplett Spiel zog. Während Herten sein Glück im Dreipunktewurf suchte, gelangen den Baskets weiterhin einfache Punkte durch Joel Zeymer und Alex Möller (19:10, 9. Minute). Paul Hörschler setzte den Schlusspunkt im ersten Viertel, als er mit Ablauf der Zeit einen Dreier ins Gesicht seines Verteidigers abdrückte und zum 22:13 Viertelergebnis einnetzte.

Löwen Coach Cedric Hüsken konnte nicht zufrieden sein und schwor seine Truppe in der Viertelpause erneut ein. Das zeigte Wirkung: mit einem 14:2-Lauf stürmten die Löwen zurück und übernahmen beim 25:27 kurzzeitig die Führung. Maßgeblich daran beteiligt war Löwen-Center Neumann, der erst einen Dreier traf, dann per Bodenpass einen Korbleger vorbereitete und kurze Zeit später erneut aus der Distanz punktete. Bonn agierte in dieser Phase zu unbedacht und suchte zu oft überhastet den Abschluss. Ein Dreier vom starken Valentin Blass brachte den Baskets die Führung zurück (28:27). Angeführt von Blass und Turner, der bereits zur Pause ein Double-Double aus 11 Punkten und 11 Rebounds vorweisen konnte, reagierten die Gastgeber souverän auf den Hertener Lauf. Ohne den Kopf zu verlieren spielten sie weiterhin schnell, aber geduldig, suchten stets den besser postierten Mitspieler und agierten auch aggressiver in der Defense. Beim Stand von 36:32 ging es in die Kabine.

Im dritten Viertel fand Bonn wieder zur alter Stärke zurück. Eine kurzzeitig installierte Ganzfeldpresse brachte ebenfalls den gewünschten Erfolg: Erst konnte Blass den Ball erobern und ihn anschließend direkt von jenseits der 6,75 Meter versenken, danach legte er im Fastbreak auf Turner auf, der den Abstand auf elf Punkte anwachsen lies und damit zur höchsten Führung des Spiels traf. Mit einer acht Punkte Führung ging es ins Schlussviertel.

In den finalen zehn Minuten sah es lange Zeit so aus, als wären die Telekom Baskets Bonn die erfahrenere, abgezocktere Mannschaft auf dem Feld. Das junge Alter machte sich nicht bemerkbar. Die Löwen reagierten jedoch und erhöhten in der Offensive den Druck auf die Magenta-Mannen. Das Resultat: Neun mal durfte Herten im letzten Viertel an die Freiwurflinie treten. Kofi Josephs hatte nun seine stärkste Phase im Spiel und erzielte innerhalb von sechs Minuten 17 Punkte. Beim Stand von 65:63, und nach einem weiteren Dreiers Josephs, schien es noch einmal eng zu werden. Doch Punkte von Möller, Blass und ein erfolgreicher Dreier von Phillip Gruber später machte die Hertener-Hoffnung auf ein Comeback zunichte. 

Thomas Adelt: "Wir haben es gut geschafft, unseren Gameplan umzusetzen. Wir waren fast die gesamte Zeit in Führung, haben es aber leider versäumt, davonzuziehen. Es ist immer schwierig, so ein Spiel mit einer jungen Mannschaft über die Zeit zu bringen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg und dem Start in die Saison."

Cedric Hüsken (Hertener Löwen): "Wir sind sehr behäbig in das Spiel gestartet und hatten nicht die gewünschte Intensität. Bonn hat von Anfang Druck gemacht und aggressiv gespielt. Uns hat natürlich auch Jevonte Hughes in der Rotation gefehlt. Wir wollten Bonn den Fastbreak wegnehmen, haben das aber nicht umsetzen können."

Scoring:

Bonn: Hörschler 3, Zeymer 9, Gruber 8, Blass 20, Mertz 6, Falkenstein 3, Dia 0, Möller 7, Kneesch 6, Turner 19

Herten: Josephs 22, Penev 17, Kazlauskas 13, Schall 10, Neumann 8, Nolte 3, Hughes 2, Petrovcic 0, Klein 0, Ewald 0

 

 

 


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