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Telekom Baskets verlieren Spiel 2 gegen AEK Athen 86:90 (24:23, 25:22, 17:17, 20:28)

Gegen den amtierenden Pokalsieger aus Griechenland hat es auch im zweiten Spiel der Achtefinalserie nicht gereicht. Drei Viertel konnten die Baskets im ersten deutschen Basketball-"Geisterspiel" das Spiel bestimmen, doch im letzten Abschnitt legte der Basketball Champions League-Sieger von 2018 aus Athen den entscheidenden höheren Gang in der Verteidigung ein, um das Spiel doch noch mit 90:86 zu gewinnen. AEK Athen zieht damit vorzeitig ins Viertelfinale ein. Bonn ist nach einer starken europäischen Saison aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Mit 18 Punkten und sechs Rebounds avancierte Trey McKinney-Jones zum Bonner Topscorer.  

 

Key Facts

  • Geisterspiel: Die Partie fand aufgrund des Erlasses des Innenministeriums des Landes NRW mit Bezug auf das Corona-Virus unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt
  • Zu viele Ballverluste: Die Baskets leisteten sich 19 Ballverluste, AEK BC nur zehn
  • Rebounds: Bonn gewann zwar das Rebound-Duell mit 39:33, gab aber 13 Offensivrebounds für zweite Chancen ab
  • Höchste Führung: 55:45 (22. Minute)

 

Spielbericht

Trainer Will Voigt schickte eine Anfangsformation um Branden Frazier, Donald Sloan, Trey McKinney-Jones, Alec Brown und Martin Breunig ins „Geisterspiel“. Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts und trafen besonders per Dreipunktspiel. Alec Brown netzte zwei Distanzwürfe ein, für die Griechen trafen Kendrick Ray und Vlado Jankovic von außen, Nikos Zisis vollendete einen And-One und AEK führte knapp (8:9, 4. Minute). Insgesamt trafen beide Teams im ersten Viertel stark von jenseits der 6,75-Meter-Linie und versenkten jeweils vier von sieben Dreiern. Die Gäste bekamen allein im ersten Viertel elf Freiwürfe zugesprochen, trafen davon aber nur sieben. Leidtragender war Donald Sloan, der bereits nach 3:15 Minuten drei persönliche Fouls hatte. Trotzdem erarbeiteten sich die Baskets eine knappe und verdiente Führung nach dem ersten Spielabschnitt (24:23, 10.).

Im zweiten Viertel setzten die Gäste viel auf Eins-gegen-Eins-Aktionen, Keith Langford brachte die Griechen mit zwei schwierigen Mitteldistanzwürfen in Folge in Führung (30:33, 14.). In der Folge fanden sich beide Mannschaften mehrmals an der Freiwurflinie und wechselten die Führung, doch zum Ende der ersten Halbzeit lagen die Baskets nach einem 13:4-Lauf wieder in Front (49:45, 20.).

Nach dem Seitenwechsel übernahm Donald Sloan Verantwortung und erzielte sechs Punkte in Serie, wodurch die Hausherren zweistellig in Führung gingen (55:45, 22.). Zunächst hielten die Bonner den Vorsprung, doch mit einem 10:3-Lauf kamen die Griechen wieder näher heran und drohten, das Spiel zu drehen (64:62, 29.). Trey McKinney-Jones markierte die letzten sieben Bonner Zähler im dritten Viertel und so gingen die Hausherren mit einem knappen Vorsprung in die letzten zehn Minuten (66:62, 30.).

Dort trumpfte dann aus dem Nichts Aufbauspieler Nikos Gkikas auf und erzielte acht Athener Punkte in Folge zum Ausgleich (70:70, 33.). Wenig später erarbeitete sich der Ex-Bamberger Marcus Slaughter einen seiner fünf Offensivrebounds und vollendete per And-One zur Athener Führung (70:73, 34.). Bonn gab nicht auf und kam nach einem Sloan-Dreier noch einmal zum Ausgleich (77:77, 37.). Langford traf den ersten seiner fälligen Freiwürfe, legte den zweiten daneben, doch dann war da wieder Marcus Slaughter am offensiven Brett, traf trotz unsportlichem Foul und so gingen die Gäste wieder in Führung (77:81, 37.). In den letzten drei Minuten versuchten es die Baskets dann zu oft mit dem Kopf durch die Wand, verloren schließlich mit 86:90 und schieden damit nach einer guten internationalen Saison aus der Basketball Champions League aus.

 

Highlights >>

 

Stimmen zum Spiel

Ben Simons (#23 Telekom Baskets Bonn):

„AEK hat mit mehr Physis gespielt als wir. Unsere 19 Ballverluste resultierten in 29 Punkten für AEK und Athens 13 Offensivrebounds führten zu 16 Punkten aus zweiten Chancen. Das Spiel verlief eigentlich so, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber am Ende konnten wir nicht mehr die richtigen Spielzüge ausführen. Wir haben zwei gute Spiele gegen AEK gespielt, haben aber jeweils im vierten Viertel nicht das gemacht, was wir mussten, um einen Sieg zu holen. Es war etwas seltsam in einem Spiel, in dem es um so viel geht, ohne Fans zu spielen.“

 

Will Voigt (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Es war unglücklich, dass wir auswärts bei aggressiver Stimmung spielen mussten, zuhause aber ohne unsere Fans in einem so knappen Spiel. Vielleicht hätte das am Ende den Ausschlag gegeben. Aber wie im ersten Spiel auch, hatte AEK deutlich mehr Wurfversuche als wir. Die Rebounds und Ballverluste setzten uns gegen ein solch gutes Team sehr unter Druck und dann wird es schwierig, das Spiel zu gewinnen. Wir mussten aufgrund der Foulprobleme mit einigen ungewöhnlichen Formationen spielen, was eigentlich die meiste Zeit gut funktioniert hat. Am Ende hatten wir einfach zu wenige erfolgreiche Spielzüge, um den Sieg zu holen.“

 

Keith Langford (#5 AEK BC):

„Das Spiel stand sinnbildlich für unsere gesamte Saison: Verschiedene Spieler machen in verschiedenen Momenten einen Schritt nach vorn und dass in für sie ungewohnten Rollen. Manche Spieler starten mal, dann kommen sie wieder von der Bank, ein paar unserer Jungs haben aufgrund von Verletzungen lange nicht gespielt. Deshalb möchte ich unsere gesamte Mannschaft loben, die es wieder geschafft hat, am Ende den richtigen Weg zu finden. Gkikas war großartig. Ich freue mich für AEK. Das war der nächste Schritt in die richtige Richtung, wie wir als Team spielen wollen. Ich glaube unsere Erfahrung hat im vierten Viertel dann den Unterschied gemacht. Wir sind zwar etwas älter, dafür aber kampferprobt, und haben einen guten Mix aus erfahrenen und jungen Spielern.“

 

Ilias Papatheodorou (Headcoach AEK BC):

„Ich möchte meinen Spielern zum Einzug in die nächste Runde gratulieren. Das haben sie sich verdient, weil sie so hart dafür trainiert haben. Wir wussten, wie schwer es ist, gegen Bonn zu spielen. Das haben viele Menschen in Griechenland nicht gedacht. Es ist eine qualitativ gute Mannschaft – besonders in der Offensive. Sie haben einen neuen Trainer und dadurch eine neue Team-Atmosphäre, das habe ich gespürt. Ich hoffe Mario Chalmers kann bald wieder spielen. Aktuell kann ich nichts zu seiner Verletzung sagen.“

 

Pressekonferenz >>

 

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Saibou (9 Punkte, 5 Assists), McKinney-Jones (18, 6 Rebounds), Sloan (14/3 Dreier), Subotic (6), Frazier (6), Breunig (12), Polas Bartolo (4), Brown (9/2), Simons (8/2), de Oliveira (dnp), Mboya Kotieno (dnp), Lischka (dnp),

 

AEK BC:

Ray (3/1), Chalmers (6), Langford (25/3), Maciulis (3), Jankovic (13), Chrysikopoulos (6), Zisis (6), Gkikas (8/2), Slaughter (17), Grant (3), Toliopoulos (dnp), Kaklamanakis (dnp)

 

Herausgeber:
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