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Eurocup: Das Spiel in letzter Sekunde verloren

Telekom Baskets Bonn – Strasbourg IG 83:86 (16:21, 26:24, 22:13, 19:28)

15.10.2014
Bitterer ging es kaum. Weniger als zehn Sekunden waren noch zu spielen und die Baskets führten gegen den französischen Viezmeister nach einer starken Leistung mit 83:80. Doch die Gäste drehten mit zwei schnellen Dreiern und einem umstrittenen Offensivfoul Bonns drei Sekunden vor Ende doch noch das Spiel und besiegelten damit die 83:86 (16:21, 26:24, 22:13, 19:28)-Niederlage der Gastgeber.

Das Spiel

Straßburg erwischte mit zwei schnellen Dreiern den deutlich besseren Start in die Partie (2:9, 3. Minute). In der Folge konnten die Rheinländer die Intensität in der Verteidigung sichtbar erhöhen und kämpften sich Mitte des ersten Viertels wieder auf heran (9:14, 4. Minute). Die Mannschaft aus dem Elsass kannte jedoch meist die richtigen Antworten auf die Bonner Attacken und konnte mit einer Führung aus dem ersten Viertel gehen (16:21, 10. Minute).

Bonn kam stark aus der kurzen Besprechung zurück. Schnell hatte die Mannschaft von Mathias Fischer mit Dreiern durch Benas Veikalas und Steve Wachalski die Partie gedreht (24:21, 13. Minute). Zwischen beiden Teams entwickelte sich in der Folge ein offener Schlagabtausch, wobei die Truppe vom Hardtberg bis kurz vor Ende die Führung halten konnte. Besonders Wachalski zeigte sich hinter der Drei-Punkte-Linie mit einer starken Quote (3/3) erfolgreich im zweiten Viertel und war wesentlicher Bestandteil der Bonner Offensive. Eine knappe Minute vor Ende des Abschnitts übernahm dann aber die Equipe von Headcoach Vincent Collet wieder die Führung (38:40, 19. Minute). Nachdem die Bonner zwischenzeitlich wieder ausgleichen konnten, versenkten die Franzosen wenige Sekunden vor dem Gang in die Kabine einen Dreier und sicherten sich so einen knappen Vorsprung (42:45, 20. Minute).

Über die Pause hinweg verlor die Bonner Mannschaft die heiße Hand von draußen anscheinend nicht. Wachalski verdiente sich mit einer lupenreinen Performance von „Downtown“ die Fan-Gesänge der 2.900 Zuschauer im Telekom Dome. So wuchs der Bonner Vorsprung stetig weiter, auch da allein im dritten Viertel sieben gegnerische Ballverluste erzwungen wurden. Das Team um Kapitän Benas Vaikalas entschied das dritte Viertel mit 22:13 eindeutig für sich und ging mit einem kleinen Polster in die finalen zehn Minuten der Partie (64:58, 30. Minute).

Auch im letzten Viertel konnte die Führung lange gehalten werden. Vor allem Treffer von jenseits der 6,75 Meter-Linie sicherten den Hausherren in einigen kritischen Momenten die Oberhand und so war es Eugene Lawrence, der vier Minuten vor Ende mit seinem Distanztreffer die 72:66-Führung herbei brachte. Straßburg blieb über große Teile des letzten Abschnitts aber weiterhin auf Schlagdistanz und konnte eine Minute vor Schluss auf einen Zähler herankommen (78:77, 40. Minute). 20 Sekunden vor Ende hatten sich die Bonner erneut nach erfolgreichen Freiwürfen durch Wachalski sowie Lawrence und Verteidigungsaktionen die 82:77-Führung erspielt. Mit zwei weiteren erfolgreichen Dreiern der Straßburger und auf der Gegenseite nur einem erfolgreichen Freiwurf von Lawrence stand das Spiel wenige Sekunden vor Schluss auf des Messers Schneide (83:83).

Bei 3,6 verbleibenden Sekunden verlor Bonn durch ein Offensiv-Foul bei eigenem Einwurf den Ballbesitz und gab ihn mit ebenso vielen Sekunden an die Franzosen ab. Mit abgelaufender Uhr konnte Antoine Diot das Leder per Dreier im Korb unterbringen und besiegelte damit die Bonner Auftaktniederlage in der Eurocup-Saison 2014/2015.


Im Detail

Eine seiner bislang stärksten Vorstellungen im Trikot der Telekom Baskets bot Steve Wachalski. Der Forward beendete die Begegnung mit einer Ausbeute von 24 Zählern, wobei er die meisten seiner Zähler von jenseits der Dreierlinie erzielte. Wachalski versenkte insgesamt sechs Dreier bei lediglich acht Versuchen von „Downtown“. Vor allem im zweiten und dritten Viertel gehörte er zu den offensiv auffälligsten Bonner Akteuren und verwandelte in jedem der genannten Abschnitte je drei Distanzwürfe.

Auf ein Double-Double kam zudem Eugene Lawrence, der je zehn Punkte und ebenso viele Assists auf seinem Konto verbuchen konnte. Der Amerikaner attackierte unentwegt den gegnerischen Korb und zog dabei sechs gegnerische Fouls.

Nur knapp am statistischen Doppler vorbei schrammte Tadas Klimavicius, der das Feld mit acht Punkten und zehn Rebounds – vier davon am offensiven Brett – verließ. Der 32-Jährige bewies zudem sein überaus gutes Auge und spielte darüber hinaus noch drei Pässe, die zu einem direkten Korberfolg führten.

Beide Mannschaften zeigten über das Spiel hinweg besonders aus der Distanz eine heiße Hand. Auf Seiten Bonns war es vor allem Steve Wachalski, der sechs seiner acht Dreierversuche verwerten konnte. Auch Benas Veikalas zeigte sich mit ordentlicher Quote gegenüber den bisherigen Beko BBL-Partien verbessert (3/6). Die Franzosen konnten mit ihren 68 Prozent aus der Ferne die hohe Quote der Baskets (45 Prozent) nochmals deutlich überbieten. Dabei blieben Jeremy Leloup (4/4) und Louis Campbell (5/5) ohne Fehl und Tadel von „Downtown“. Alleine in den letzten 15 Sekunden fanden alle drei Distanzwürfe der Straßburger ihr angedachtes Ziel, welche die Aufholjagd der Gäste vollenden sollten.

Tadija Dragicevic hatte über weite Strecken des Spiels kein Wurfglück aus der Ferne und sein ersten vier Distanzwürfe allesamt auf den Ring gesetzt. Es war ausgerechnet der Ex-Berliner, der 3,6 Sekunden vor Schluss mit seinem einzigen erfolgreichen Dreier den 83:83-Ausgleich erzielte.


Stimmen

Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Natürlich ist man nie mit Niederlagen zufrieden, aber das Team hat heute gezeigt, dass es Basketball spielen kann und ich habe viele positive Dinge beobachten können. Am Ende konnten wir gegen die Zonenverteidigung aber keine guten Würfe mehr bekommen und vor allem die Dreier haben meiner Mannschaft viele Probleme bereitet. Nichts desto trotz müssen wir versuchen diese Leistung auf das Spiel am kommenden Sonntag gegen Artland zu transferieren, dürfen aber nicht vergessen, die Spiele auch richtig zu beenden."

Eugene Lawrence (#10 Telekom Baskets Bonn):

„Natürlich bin ich nie mit Niederlagen zufrieden, aber heute haben wir ein wirklich gutes Spiel gezeigt. Wir haben den Ball gut bewegt, standen in der Verteidigung sicher und haben unsere Würfe vorne getroffen. Dennoch müssen wir in den letzten Minuten besser auf den Ball aufpassen und die Führung halten. Zum Schluss konnten wir einfach nicht verhindern, dass die Straßburger ihre wichtigen Würfe treffen“

Vincent Collet (Trainer Strasbourg IG):

„Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt, nachdem das Spiel bereits verloren schien. Am Ende haben wir wichtige Würfe getroffen und konnten uns so den Sieg sichern, obwohl ihn sich Bonn vielleicht mehr verdient hätte. Wir haben uns nach der Führung zu sicher gefühlt und boten Bonn so die Möglichkeit die Führung zu erlangen. Sie bewegten den Ball heute gut und verwehrten uns die Chance den Anschluss wiederzufinden.“

Lou Campbell (#13 Strasbourg IG):

„Wir sind bis zum Ende gut im Spiel geblieben und haben schließlich die glücklichen Würfe getroffen. Besonders in der Verteidigung wollten wir zum Schluss unseren Gegner stoppen, um die Chance auf den Sieg zu bekommen.“
Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

McConnell (4), Mädrich (0), Veikalas (17/3 Dreier, 5 Steals), Brooks (10/2), Mangold (3/1), Caloiaro (4), Lawrence (10/1, 10 Assists), Klimavicius (8, 10 Rebounds, 3 Assists), Koch (3/1), Wachalski (24/6), Lodders (dnp), Blass (0)

Strasbourg IG:

Toupane (2), Diot (15/3), Leloup (16/4), Lacombe (7), Campbell (18/5), Fofana (3), Traore (4), Dobbins (2), Dragicevic (12/1), Howard (7)

 

Die nächsten drei Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

So, 19. Oktober 2014 – 17:00 Uhr – Beko BBL
Telekom Baskets Bonn vs. Artland Dragons

Mi, 29. Oktober 2014 – 19:30 – Eurocup
Telekom Baskets Bonn vs. CAI Zaragoza

So, 2. November 2014 – 17:00 Uhr – Beko BBL
Telekom Baskets Bonn vs. medi bayreuth

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