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Eurocup: Nervenstärke bewiesen

Telekom Baskets Bonn - BCM Gravelines 80:77 (15:17, 22:20, 17:21, 26:19)

Vorletztes Heimspiel der Gruppe D vor 4.500 Zuschauern / Bonn erlaubt im zweiten Viertel keinen einzigen gegnerischen Offensiv-Rebound / Vorentscheidender 9:0-Lauf im letzten Abschnitt / Sonntag Beko BBL-Heimspiel gegen die s.Oliver Baskets (17:00 Uhr)

Jared Jordan steuerte 16 Punkte zum Sieg über Gravelines bei. Foto: Wolter

Die Telekom Baskets suchten zunächst den Weg ans Brett, um bei ihrer langen Garde früh für einen guten Rhythmus zu sorgen. So war es das Duo um Jamel McLean und Tony Gaffney, welches für die ersten Bonner Zähler auf der Anzeigetafel sorgte (4:5, 4. Minute). Da sich die Verteidigung der Gäste aus Gravelines in der Folge tief in die eigene Zone zurückzog, wurden dadurch entlang der Dreierlinie Räume frei. Davon konnten Gaffney und Co. jedoch nur kurz profitieren, da die Franzosen auf eine Ball-Raum-Deckung umstellten, die das Tempo der Partie deutlich verlangsamte (15:17, 10. Minute).

Gravelines startete mit schnellen sechs Punkten ins zweite Viertel und kratzte an einer zweistelligen Führung (15:23, 12. Minute). Die Rheinländer reagierten ruhig und abgeklärt auf diesen Zwischenspurt, schalteten in der eigenen Hälfte einen Gang höher und antworteten ihrerseits mit einem 10:2-Lauf, dessen Highlight zwei Dreier durch Benas Veikalas und David McCray sowie ein Fastbreak-Dunk von Ryan Brooks markierten (25:25, 14. Minute). Von da an nahm die Partie deutlich an Fahrt auf, wobei sich keine Seite einen klaren Vorteil erspielen konnte (37:37, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel zeigte der französische Vizemeister seine Qualitäten auf den kleinen Positionen. Durch gutes Passspiel und individuelle Klasse riss Gravelines Löcher in die Bonner Reihen, die sofort mit Attacken zum Brett bestraft wurden. Nichts desto trotz blieb es eng, da viele der avisierten Abschlüsse durch die langen Arme von Tony Gaffney und Kurt Looby entscheidend verändert wurden (43:40, 24. Minute). Da es im Vorwärtsgang jedoch etwas hakte, blieb die knappe Führung nicht von langer Dauer (54:58, 30. Minute).

Gravelines erwischte erneut den besseren Start in ein Viertel und setzte sich im letzten Spielabschnitt sofort ab (61:66, 33. Minute). Als Baskets-Headcoach Mathias Fischer auf eine traditionelle Formation mit Kurt Looby als Center und Jamel McLean als Power Forward zurückgriff, strahlten die Gastgeber am Zonenrand so viel Gefahr aus, dass auf dem Flügel genau der Platz entstand, den Veikalas nur zu gern zu füllen wusste. Erst streute der Litauer einen Dreier ein, dann verwandelte er per Fastbreak zum langersehnten Ausgleich (73:73, 37. Minute).

Da Gravelines zu diesem Zeitpunkt bereits die Mannschaftsfoulgrenze überschritten hatte, suchte Bonn so oft wie möglich den Zug zum Korb - und wurde mit Freiwürfen belohnt (80:73, 39. Minute). Diesen Vorsprung gaben Fischer-Schützlinge nicht mehr aus der Hand und fuhren somit den vierten Eurocup-Sieg der laufenden Saison ein.


Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Wir haben heute ein physisches Spiel erlebt, in dem wir niemals aufgegeben haben. In der Verteidigung waren wir mit den Händen aktiv in den gegnerischen passwegen und haben uns so einige leichte Punkte erspielt, die uns am Ende geholfen haben, die Führung zurück zu erobern. Im letzten Viertel wollten wir Tony Gaffney eine Pause verschaffen und haben deswegen am Brett mit Kurt Looby und Jamel McLean gespielt, um in der Zone Stärke zu beweisen - diese Rechnung ist für uns sehr gut aufgegangen.“

Kurt Looby (#5 Telekom Baskets Bonn):

„Coach Fischer hat uns gut auf das Spiel vorbereitet. Nachdem wir zu Beginn etwas Schwierigkeiten beim Rebound haben, konnten wir das eigene Brett über drei Viertel ordentlich beschützen. Dazu haben die kleinen Spieler, die unsere lange Garde unterstützt haben, einen entscheidenden Beitrag geleistet.“

Christian Monschau (Trainer BCM Gravelines):

„Gratulation an Bonn zum Sieg. Wir haben am Ende etwas nachgelassen, was die Baskets direkt bestraft haben. Für uns ging es schließlich nicht mehr um den Sieg, sondern nur noch darum, den direkten Vergleich nicht auch noch aus der Hand zu geben. Wir haben uns zu vielen Ballverlusten verleiten lassen, was Bonn zusätzlich in die Karten gespielt hat.“

Jonathan Rousselle (#4 BCM Gravelines):


„Es war ein schweres Spiel für uns, in dem wir viele leichte Punkte abgegeben haben. Bonn hat einige Fastbreaks gehabt, die uns sehr weh getan haben. Für uns geht es momentan darum, aufgrund unserer Verletzungssituation und der neu hinzugekommenen Spieler unseren Rhythmus zu finden.“


Telekom Baskets Bonn:

McCray (9/3 Dreier), Looby (9), Veikalas (15/3), Brooks (8), Mangold (0), Jordan (16/2, 5 Assists), Wolf (dnp), Koch (0), Gaffney (10/1), Wachalski (0), McLean (13, 12 Rebounds)

BCM Gravelines:

Rousselle (8/2), Johnson (8/2), Bokolo (5), Akpomedah (3/1), Camara (10), Holland (11/1), Lewis (26), Kennedy (6/1), Duwiquet (dnp), Howard (dnp)


Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

So., 1. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn vs. s.Oliver Baskets (Beko BBL)

So., 15. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - medi Bayreuth (Beko BBL)

Mi., 18. Dezember 2013 - 19:30 Uhr - Eurocup
Telekom Baskets Bonn - Virtus Rom (Eurocup)


Der Beko BBL ALLSTAR Day am 18. Januar 2014 in Bonn

Am Samstag, den 18. Januar 2014, ist der Telekom Dome in Bonn zum zweiten Mal Schauplatz des Beko BBL ALLSTAR Day. Programmpunkte an diesem Tag, „der die zahlreichen Facetten dieser begeisternden Sportart in komprimierter Form abbildet“, wie es Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer formulierte, sind das Beko BBL ALLSTAR Game, bei dem die besten nationalen und internationalen Korbjäger der Liga ihre Kräfte messen, der Dunking- und Drei-Punkte-Contest sowie das NBBL ALLSTAR Game mit den Top-Talenten aus der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL). Wie in den vergangenen Jahren auch wählen die Fans der Beko BBL wieder die Startformationen der beiden Teams.


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