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Noch Tage bis zum Saisonstart 2018/19

Gamble empfiehlt sich für ASVEL

Center verlängert Europa-Saison in Frankreich

Statt mit dem Flieger über den großen Teich geht es mit dem Auto nach Südfrankreich. Julian Gamble wechselt mit sofortiger Wirkung zu ASVEL-Lyon-Villeurbanne, das am kommenden Wochenende in die ProA-Playoffs einsteigt.

Nach den Playoffs ist für Julian Gamble auch vor den Playoffs. (Foto: MOODMOOD)

Einen Tag nach dem Viertelfinal-Aus der Telekom Baskets gegen Brose Bamberg (0:3) waren die Verantwortlichen von ASVEL Lyon-Villeurbanne auf Julian Gamble zugekommen. In der ProA können Teams bis unmittelbar vor dem Start in die Playoffs noch Nachverpflichtungen tätigen. Nach intensiver Rücksprache mit Bonn und der Erteilung der Freigabe am Dienstag machte sich der Amerikaner auf den Weg gen Südfrankreich.

„Auch wenn ich mich für Julian freue, dass er in der besten Zeit der Saison zwei Mal die Möglichkeit bekommt, um einen Titel zu spielen, ist das sicherlich eine ungewöhnliche Situation. Die sehr späte Wechselfrist in Frankreich und Italien ist aus unserer Wettbewerbs- und BBL-Sicht wenig verständlich. Sie sorgt zudem regelmäßig für hektischen Betrieb auf dem europäischen Spielermarkt in einer Zeit, in der die volle Konzentration dem Sport gelten sollte.“, sagt Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. „Dennoch: Julian hat die vergangenen beiden Jahre auf und abseits des Feldes alles für die Baskets und das Team gegeben. Ich bin davon überzeugt, dass er auch in der französischen Liga einen hervorragenden Job machen wird. Die Baskets wünschen ihm dafür alles Gute und viel Erfolg!“

Julian Gamble spielte 2017/2018 seine insgesamt zweite Saison auf dem Hardtberg und stand dabei in allen 37 BBL-Partien auf dem Parkett. Durchschnittlich erzielte der Amerikaner 12,3 Punkte, griff sich 6,3 Rebounds und avancierte mit 1,8 Blocks (Liga-Bestwert) zum defensiven Baskets-Anker in der Zone.

„Nach intensiven Beratungen mit meiner Familie sowie meinem Agenten und dem Segen der Vereinsführung erhalte ich Möglichkeit, in das Land zurückzukehren, in dem meine Profikarriere vor fünf Jahren begann“, kommentiert der Center.


Der französische Meister von 2016 ist europaweit für seinen prominenten Besitzer Tony Parker, Point Guard der San Antonio Spurs, bekannt. Dessen Bruder TJ fungiert bei ASVEL als Cheftrainer und führte den Club in der Hauptrunde auf einen soliden sechsten Platz (Bilanz: 19-15). In den nach dem Modus „Best of Three“ ausgetragenen Viertelfinals trifft Lyon Villeurbanne auf Le Mans (21-13) um die ehemaligen BBL-Akteure Justin Cobbs (Frankfurt) und Romeo Travis (Ulm).





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