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Playoffs: Nie aufgegeben, Serie verloren

EWE Baskets O'burg - Telekom Baskets Bonn 84:72 (20:9, 28:18, 20:18, 16:27)

Die Telekom Baskets Bonn sind nach fünf Spielen gegen die EWE Baskets Oldenburg aus den Beko BBL-Playoffs ausgeschieden. Das Team um Trainer Mathias Fischer musste sich dem amtierenden Vizemeister in der entscheidenden Partie der „Best-of-five“-Serie mit 72:84 geschlagen geben.

Saisonausklang am Freitag, den 23.5.2014, ab 17:00 Uhr am Telekom Dome.

(Foto: Ulf Duda)

Bonn hatte die reguläre Saison 2013/2014 auf dem fünften Tabellenplatz abgeschlossen, so gut wie seit vier Jahren nicht mehr (2009:2010: 4. Rang). Inklusive der Playoffs wurden die letzten acht Heimspiele der aktuellen Spielzeit gewonnen. Die beiden in der Vergangenheit liegenden Serien gegen Oldenburg (2009, 2013) gingen ebenfalls über die volle Distanz von fünf Spielen,

Bonn markierte zwar die ersten Zähler der Begegnung, doch war es an den Gastgebern, den insgesamt deutlich besseren Start hinzulegen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski legte einen 9:0-Lauf aufs Parkett, der auch das Oldenburger Publikum früh von den Sitzen riss (9:2, 4. Minute). Die Telekom Baskets versuchten die rapide größer werdende Lücke mit Würfen von außen zu schließen, konnten im Auftaktviertel jedoch nur einen ihrer neun Dreierversuche versenken (20:9, 10. Minute).

Auch in den zehn Minuten vor der Pause blieb Oldenburg die eindeutig aggressivere Mannschaft, die mit einem 14:0-Run ihre Halbfinal-Ambitionen nochmals unterstrich (34:9, 13. Minute). Zwei Dreier durch Eugene Lawrence und Benas Veikalas schürten nicht nur die Hoffnung auf ein Comeback, sondern zwangen Machowski - die Gefahr eines Bonner Laufs erahnend - zudem zu einer Auszeit (39:21, 17. Minute). Es blieb jedoch dabei, dass die „Donnervögel“ im Angriff zu viele einfache Körbe gestattet bekamen. In den ersten vier Begegnungen der Serie konnten die EWE Baskets in lediglich zwei Vierteln 20 oder mehr Zähler erzielen, diesmal gelang den Niedersachsen dies vor dem Gang in die Kabine gleich doppelt (48:27, 20. Minute).

Im dritten Durchgang sah es zu Beginn danach aus, als sollte Bonn endlich eine (defensive) Lösung gegen die auf Hochtouren laufende Oldenburger Angriffsmaschinerie finden (50:30, 23. Minute). Doch die Huntestädter fanden abermals genügend Lücken in der Bonner Verteidigung, um den Vorsprung konstant hoch zu halten und Bonn vor dem Gang ins Schlussviertel damit umso mehr unter Druck zu setzen (68:45, 30. Minute).

Im Schlussakt fehlte einer während der gesamten Postseason bravourös kämpfenden Bonner Mannschaft neben dem Wurfglück auch schlichtweg die Kraft, um ein Basketball-Wunder zu erzwingen (73:52, 33. Minute). Die Differenz blieb weitestgehend unberührt, so sehr die Fischer-Schützlinge auch versuchten, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. In einer an Intensität kaum zu übertreffenden Serie kämpften sich die Telekom Baskets heroisch zurück, ließen den Rückstand gar noch einmal in den einstelligen Bereich schrumpfen (73:64, 37. Minute). Doch letztlich mussten sie den schwindenden Reserven Tribut zollen, während die Norddeutschen im Halbfinale auf den FC Bayern München treffen.


Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

"Glückwunsch an die Oldenburger, die heute verdient gewonnen haben und jetzt ins Halbfinale einziehen dürfen. Oldenburg hat den besseren Basketball gespielt. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir zu viele einfache Punkte zugelassen. Wir haben alleine im 2. Viertel 28 Punkte kassiert – das hat uns entscheidend in Rückstand gebracht. In den ersten 20 Minuten haben wir nie unseren Rhythmus gefunden und waren nie in der Lage Oldenburg entscheidend zu stoppen. Wir sind dann zwar nach der Pause aufgewacht, aber leider etwas zu spät. Am Ende haben wir so gespielt, wie wir es eigentlich das ganze Spiel über geplant hatten. Da waren wir aggressiv und haben Oldenburg immer wieder unter Druck gesetzt. Wir konnten den Rückstand zwar noch einmal in den einstelligen Bereich bringen, aber es hat am Ende nicht gereicht. Es war eine hervorragende Serie von beiden Mannschaften und ich mache meinem Team ein großes Kompliment dafür, dass sie nie aufgegeben und immer an sich geglaubt haben. Wir haben uns während der Saison gefunden und sind verdient in die Playoffs eingezogen. Sicherlich sind jetzt viele enttäuscht und werden sagen: „Schon wieder gegen Oldenburg ausgeschieden“, aber für mich waren es die ersten Playoffs mit diesem Team und ich bin zufrieden mit dem Kampf und dem Engagement die die Mannschaft gezeigt hat. Es war für uns eine Saison auf die man stolz sein kann."

Sebastian Machowski (Trainer EWE Baskets Oldenburg):

"Ich bin sehr stolz auf das Team und freue mich über den Halbfinaleinzug. Es war eine sehr enge Serie, was wir uns natürlich in dieser Form nicht so gewünscht haben. Es war heute aber eine große Leistung meines Teams, dass wir die entscheidende Leichtigkeit im finalen Spiel der Serie gefunden haben. Besonders offensiv haben wir in der ersten Halbzeit mit viel Freude aufgespielt und entsprechend gepunktet. Nach der Pause mussten wir dann eine Drangperiode der Bonner überstehen, aber am Ende haben wir verdient gewonnen. Ein riesiger Dank gebührt unseren Fans, die uns in allen drei Heimspielen fantastisch unterstützt haben. Die Heimspiele haben viel Spaß gemacht und wir wollen gegen München auf jeden Fall zweimal vor eigenem Publikum spielen. Jetzt bereiten wir uns auf das Halbfinale vor und hoffen, dass wir schon das erste Spiel der Serie in München stehlen können. Heute hat der Teambasketball uns zum Erfolg getragen und dürfte auch den Fans viel Spaß gemacht haben. Ich will aus der hervorragenden Mannschaftsleistung niemanden hervorheben, aber die Bankspieler und besonders Robin Smeulders und Philipp Neumann haben heute eine Energie und Intensität ins Spiel gebracht, die Bonn in dieser Form nicht matchen konnte. Bonn war ein sehr guter Gegner in dieser Serie und ich gratuliere Mathias zu fünf wirklich hochklassigen Spielen."


Telekom Baskets Bonn:

McCray (5/1 Dreier), Looby (6), Veikalas (13/1), Brooks (12/1), Mangold (1), Lawrence (5/1), Koch (0), Gaffney (19/1), Wachalski (3/1), McLean (8), Blass (0)

EWE Baskets Oldenburg:

Kramer (3), Bahiense de Mello (3/1), Joyce (11/1), Wysocki (2), Chubb (12), Smeulders (13), Smit (dnp), Jenkins 16/1(), Paulding (11/1), Freese (dnp), Aleksandrov (4), Neumann (9)


Die Serie im Überblick:

Spiel 1: EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn 69:63
Spiel 2: Telekom Baskets Bonn - EWE Baskets Oldenburg 72:61
Spiel 3: EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn 72:71 n.V.
Spiel 4: Telekom Baskets Bonn - EWE Baskets Oldenburg 72:71 n.V.
Spiel 5: EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn 84:72


Bilanz: Telekom Baskets Bonn vs. EWE Baskets Oldenburg:

Siege: 26 (Bundesliga: 24, Pokal: 1, Eurochallenge: 1)
Niederlagen: 22 (Bundesliga: 19, Champions Cup: 1, Pokal: 1, Eurochallenge: 1)
in Bonn: 17 Siege, 6 Niederlagen
in Oldenburg: 9 Siege, 16 Niederlagen


Die Playoff-Übersicht:

EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn (3-2)
FC Bayern München - MHP RIESEN Ludwigsburg (3-1)
Brose Baskets - Artland Dragons (1-3)
ALBA Berlin - ratiopharm ulm (3-1)


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