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Noch Tage bis zum Saisonstart 2017/18

#PlayoffsBaby: Viel zu frühes Saisonaus

Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm 79:86 (17:19, 21:21, 21:17, 20:29)

Die Telekom Baskets Bonn sind in der nach dem Modus „Best-of-five“ ausgetragenen Viertelfinalserie gegen ratiopharm ulm ausgeschieden. Das Team von Trainer Mathias Fischer unterlag im entscheidenden fünften Spiel mit 79:86 (17:19, 21:21, 21:17, 20:29).

 

Andrej Mangold gab trotz zwischenzeitlich blockiertem Rückenwirbel alles. (Foto: Jörn Wolter)

Damit trifft ratiopharm ulm im Halbfinale auf Hauptrunden-Primus Brose Baskets. Die Franken setzten sich glatt in drei Spielen gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg durch und sind auf nationaler Ebene vor eigenem Publikum weiterhin ungeschlagen (Bilanz: 17-0).

Die Serie im Überblick

Spiel 1:           Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm             73:75
Spiel 2:           ratiopharm ulm – Telekom Baskets Bonn             88:93
Spiel 3:           Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm             99:95
Spiel 4:           ratiopharm ulm – Telekom Baskets Bonn             86:73
Spiel 5:           Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm             79:86


Das Spiel

Wie schon in den vorangegangenen vier Partien der Serie begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, obwohl die Gäste aus Schwaben zunächst besser aus den Startlöchern kamen (2:9, 3. Minute). Die Hausherren konterten mit einem 8:2-Run, der den mit 6.000 Zuschauern ausverkauften Telekom Dome frühzeitig auf siedende Betriebstemperatur brachte (10:11, 6. Minute). Ab da wechselte die Führung mit gefühlt jedem Ballbesitz. Am Brett lieferten sich Tadas Klimavicius und Ian Vougioukas einmal mehr ein beherztes Duell um die bessere Position, entlang des Perimeters fochten Eugene Lawrence und Per Günther um die Tempokontrolle sowie den Blick auf den besser postierten Nebenmann (30:30, 16. Minute). Drohten die „Spatzen kurz vor der Pause etwas zu entrinnen, konterte Kapitän Benas Veikalas pünktlich mit der Sirene mit einem tiefen Dreier, der das Momentum zurück auf die Seite der Rheinländer brachte (38:40, 20. Minute).

Bonn nahm den Schwung mit ins dritte Viertel, was sich gleich nach Wiederanpfiff in einem krachenden Dunk bemerkbar machte. Die Intensität an beiden Enden des Feldes blieb konstant hoch, hatte jedoch den Effekt, dass Bonn früh vier Mannschaftsfouls auf dem Anschreibebogen stehen hatte (40:41, 23. Minute). Hinzu kam, dass Andrej Mangold kurzzeitig aufgrund eines blockierten Wirbels von Osteopath Mark Schröder sowie Physiotherapeut Bogdan Suciu in der Kabine behandelt werden musste. Der „Verteidigungsminister“ biss nach seiner Rückkehr in die Arena mächtig auf die Zähne und hatte großen Anteil daran, dass die Baskets die Oberhand behielten (59:57, 30. Minute).

Im vierten Abschnitt dauerte es lange dreieinhalb Minuten, ehe Klimavicius für Bonn der erste Treffer aus dem Feld gelang (62:67, 34. Minute). Die Fischer-Truppe rannte einem Rückstand hinterher, der trotz teils wichtiger Körbe durch Lawrence und Ryan Brooks nicht komplett egalisiert werden konnte (70:73, 37. Minute). Günther netzte einen Schuss von „Downtown“ ein und gab seinen Farben damit viel Selbstvertrauen, um den finalen Comeback-Versuch des Hauptrundenvierten gegenüber zu treten. Schnelle Abschlüsse über Klimavicius brachten zwar Zählbares, doch um zusätzliche Ballbesitze zu generieren mussten die Gastgeber  taktische Fouls in Kauf nehmen. Da Will Clyburn, Jaka Klobucar als auch Deonte Burton in der letzten Minute jedoch an der Freiwurflinie tadellos (6/6) blieben, blieb die Bonner Hoffnung auf eine Wende – und den damit verbundenen Einzug ins Halbfinale – unerfüllt.


Im Detail

Die Telekom Baskets Bonn haben in der gesamten Beko BBL-Saison 2014/2015 nur fünf Heimspiele verloren. Während der regulären Spielzeit unterlagen Mangold und Co. vor eigenem Publikum gegen ALBA Berlin (74:83) sowie Phoenix Hagen (80:92). Die letzte Partie der Hauptrunde eingerechnet ist es ratiopharm ulm gelungen, in Summe öfter im Telekom Dome zu gewinnen als der nationalen Konkurrenz zusammen.

Auf der Zielgeraden der Partie fehlte es den Baskets teilweise an einfachen an der Freiwurflinie erzielten Punkten. Allein im letzten Viertel warfen die Hausherren nur viermal ohne Bedrängnis auf des Gegners Korb. Ulm hingegen nahm – teils bedingt durch taktische Fouls in der Crunchtime – im Schlussabschnitt satte 14 Freiwürfe, von denen deren zwölf ihr Ziel fanden (85,7 Prozent Trefferquote).


Stimmen

Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Gratulation an Ulm zum verdienten Sieg. Es war eine spannende, intensive Serie, wie sich heute einmal mehr in diesem Spiel wiedergespiegelt hat. Es waren einzelne, kleine Situationen, welche die Partie letztlich haben kippen lassen. Einige abgegebene Offensiv-Rebounds haben uns enorm wehgetan – da haben wir nicht gut ausgesehen.“

Eugene Lawrence (#10 Telekom Baskets Bonn):

„Ulm hat verdient gewonnen. Hat mehr Rebounds geholt, hat mehr loose balls geholt, ist öfter an die Freiwurflinie gegangen. Ich danke meiner Mannschaft für eine aufopferungsvolle Saison, in der wir trotz der heutigen Niederlage vieles erreicht haben. Wir wollten ins TOP FOUR und haben es geschafft. Wir wollten den vierten Hauptrundenplatz und haben diesen erreicht.“

Thorsten Leibenath (Trainer ratiopharm ulm):

„Ich bin sehr glücklich über den Einzug ins Halbfinale. Bonn hat uns heute und in der gesamten Serie alles abverlangt – davor ziehe ich meinen Hut. Beide Mannschaften haben sich zu Beginn nervös präsentiert, doch es ist uns gelungen, wichtige und entscheidende Plays unter Druck anzubringen. Wir haben Spieler, die solche Situationen kennen und dann auch die Verantwortung tragen wollen.“


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

McConnell (6, 5 Assists), Mädrich (5/1 Dreier), Veikalas (13/3), Brooks (15/1, 7 Rebounds), Mangold (3/1), Caloiaro (2), Lawrence (17/3, 7 Assists, 3 Steals), Klimavicius (18), Koch (0), Wachalski (0), Lodders (dnp), Blass (dnp)

ratiopharm ulm:

Günther (13/2, 6 Assists), Clyburn (8), Vougioukas (18), Klobucar (9/1), Schwethelm (5/1), Rush (12/2), Leunen (10/2), Ohlbrecht (9), Burton (2), Ferner (0), Hess (dnp), Philmore (dnp)


Bilanz

Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm

Siege:             27
Niederlagen:   17
in Bonn:          16 Siege, 8 Niederlagen
in Ulm:            11 Siege, 9 Niederlagen


Die Beko BBL-Playoffs im Überblick

Brose Baskets (1.) – MHP RIESEN Ludwigsburg (8.)        3 - 0
Telekom Baskets Bonn (4.) – ratiopharm ulm (5.)            2 - 3
ALBA Berlin (2.) – EWE Baskets Oldenburg (7.)               3 - 0
FC Bayern München (3.) – FRAPORT SKYLINERS (6.)        3 - 1

 

 


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