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Noch Tage bis zum Saisonstart 2018/19

Sommer, Sonne ... und ganz viel Schweiß

Das machen die Baskets-Spieler während der spielfreien Zeit

In der Beko Basketball Bundesliga läuft die Finalserie zwischen Bamberg und Ulm. Wenn die Franken am Wochenende auch das dritte Spiel gewinnen und damit zum dritten Mal in Serie Meister werden sollten, dann ist es 2012 nur den Baskets gelungen, den Champ in der Postseason zu schlagen. Davon ließe sich fast schon einen Sommer lang zehren...

Der 75:74-Husarenstreich der Telekom Baskets Bonn im ersten Spiel der Viertelfinalserie wird eines der absoluten Highlights der diesjährigen Playoffs bleiben, was auch immer im Finale noch passieren mag. Vor allem ist es ein erfreulicher Gedanke, der Fans und Spielern den gesamten Sommer über ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Der Dreier von Jared Jordan war doch fast drin, der anschließende Korbleger von Talor Battle eigentlich auch, und dann kam Benas Veikalas aus dem Nichts mit dem richtigen Riecher für den Tip-In. Eine Sequenz, die immer und immer wieder vor dem geistigen Auge zu sehen ist. Die unwirkliche Stille in der Bamberger „Frankenhölle“, die kollektive Schockstarre der Hausherren, die lediglich durch den ausufernden Jubel der Bonner Mannschaft und ihren Fans unterbrochen wird. Ein per Telefon angestimmtes „Humba“ von Andrej Mangold an die Hunderte beim Public Viewing in der Telekom Zentrale.

 

Das alles scheint noch so nah zu sein, und doch ist es bereits weit weg. Ebenso wie einige der Spieler, die nach dem letztendlichen Viertelfinalaus die Reise in heimische Gefilde angetreten sind, um nach einer langen Saison mit einem fantastischen Schlussspurt endlich die Füße hoch zu legen - oder auch nicht.

 

Die Eigengewächse Fabian Thülig, Florian Koch und Jonas Wohlfarth-Bottermann trainieren dieser Tage weiter, um sich individuell zu verbessern. Parallel zu den schweißtreibenden Stunden im Telekom Dome sitzt Thülig mindestens genau so oft und lange über seinen Büchern, um sich auf diverse im Juni anstehende Uni-Klausuren vorzubereiten. Koch und Wohlfarth-Bottermann wurden vom Deutschen Basketball Bund zu Nationalmannschaftssichtungen eingeladen. Koch stand dabei kurz vor dem Sprung in den U20-Kader von Bundestrainer Frank Menz, Wohlfarth-Bottermann muss sich Ende des Monats bei einem Lehrgang in Kienbaum bei Berlin gegen die A2-Konkurrenz auf seiner Position behaupten.

 

Zumindest etwas gemächlicher lassen es Chris Ensminger und Benas Veikalas angehen. Aufgrund der Tatsache, dass ihre Söhne noch die Schulbank drücken und ein ordentlicher Familienurlaub entsprechend auf sich warten lässt, sind auch der Amerikaner und der Litauer öfters mit dem Ball in der Hand oder an der Langhantel auf dem Hardtberg zu sehen.

 

Andrej Mangold kam nach einer Woche in Spanien knackebraun und bestens gelaunt nach Bonn zurück, kündigte aber zugleich an, dass es nach einer kurzen Stippvisite bei der Familie in Hannover ab kommender Woche mit Hilfe eines Personal Coaches in Sachen individuellen Trainings mächtig zur Sache geht. Dabei deutete der Guard ebenfalls an, gemeinsam mit Fabian Thülig, dem Sportlichen Leiter Carsten Pohl oder wurfstarken Geschäftsstellenmitarbeitern in die Halle gehen zu wollen, wann immer es sich anbietet. Bei all dem Enthusiasmus für die Arbeit am orangefarbenen Leder legte Mangold beim Besuch im Büro allerdings höchsten Wert darauf, dass er während des Sommers nochmal wegfährt, dann nicht mit Kumpels, sondern - so gehört sich das - mit seiner Freundin.

 

Tony Gaffney, Jared Jordan und Talor Battle hat es in die ihre Heimat USA verschlagen. Ersterer machte zunächst einen Spontanurlaub in Las Vegas, um sich anschließend auf die bald in der Casino-Hochburg anstehenden Summercamps vorzubereiten. Dort wird es auch ein Wiedersehen mit Baskets-Trainer Michael Koch geben, für den die Talentshow ein absoluter Pflichttermin ist, um alte Kontakte zu pflegen, neue zu knüpfen und nach potenziellen Spielern für 2012/2013 Ausschau zu halten.

 

Auch Simonas Serapinas ist zu seiner Familie heimgekehrt. Allerdings hat sich der Forward nicht in den Flieger gesetzt, um nach Litauen zu kommen, sondern hat de Strecke nach Klaipeda mit dem Auto zurückgelegt - zumindest bis Kiel. Frühmorgens musste Serapinas aufbrechen, um zur Mittagszeit am Hafen zu sein. Ein Umstand, den der 30-Jährige dazu nutzte, einen großzügigen zeitlichen Puffer mit einzurechnen und vor der Abfahrt der Fähre noch einen Gang durch die wunderschöne Altstadt zu machen - wobei die Vorfreude auf die am anderen Ufer wartenden Frau und Tochter enorm gestiegen sein dürfte.


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