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Telekom Baskets mit Pokalauftakt nach Maß

Klarer 90:76-Sieg (21:17, 23:19, 22:17, 24:23) über EWE Baskets Oldenburg

Der Start in das MagentaSport BBL Pokal-Qualifikationsturnier im Telekom Dome hätte kaum besser laufen können. Mit 90:76 dominierte das Team von Headcoach Igor Jovovic die EWE Baskets aus Oldenburg und das, obwohl Center James Thompson IV bereits vor der Pause mit einer Leistenverletzung ausfiel und akute Foulprobleme die Bonner Optionen im letzten Viertel schwinden ließen. Ganz stark: Leon Kratzer, der zehn seiner elf Würfe im Korb unterbringen konnte (Wurfquote: 91%) und am Ende mit 21 Zählern Topscorer des Spiels wurde.

Leon Kratzer (l.) dominierte mit 21 Punkten und sieben Rebounds das Centerduell gegen Ex-Baskets Martin Breunig (2p, 1reb). Foto: Wolter

Key Facts:

  • Bonn schlug Oldenburg in fast allen Kategorien: Die Vergleiche der Zweierquote (65 Prozent zu 57 Prozent), der Dreierquote (38 Prozent zu 33 Prozent), das Rebound-Duell (31:26), die Assists (17:15) und die Ballverluste (14:17) gingen an die Baskets
  • Leon Kratzer markierte die ersten Saisonpunkte für die Baskets und wurde Topscorer (21 Punkte, 7 Rebounds)
  • Freiwurfschwäche: Bonn traf nur 61 Prozent Freiwürfe (11/18)
  • Gutes Teamplay: Die Baskets suchten immer nach dem Extrapass

 

Spielbericht

Im ersten Pflichtspiel der Saison vertraute Trainer Igor Jovovic auf eine Anfangsformation um Kapitän TJ DiLeo, Chris Babb, Deividas Gailius, Benni Lischka und Leon Kratzer. Zu Beginn der Partie ging der Ball auf beiden Seiten viel unter den Korb. Rasid Mahalbasic markierte im Duell gegen Leon Kratzer die ersten zwei Zähler der Partie, Kratzer revanchierte sich postwendend auf der Gegenseite mit den ersten Bonner Punkten der neuen Saison (2:2, 2. Minute). Die Baskets verteidigten gut, konnten jedoch zunächst Mahalbasic nicht stoppen, der in den ersten vier Minuten auch mit schwierigen Würfen bereits sieben Punkte auflegte und Oldenburg in Führung brachte (4:9, 4. Minute). Im Angriff bewegten die Hausherren den Ball nun schnell durch die eigenen Reihen, fanden immer wieder den offenen Mitspieler und punkteten entschlossen am Brett als auch aus der Distanz. Josh Hagins sorgte per Distanzwurf für die erste Bonner Führung (16:14, 8.). Coach Jovovic, der von Seitenlinie immer wieder klare, laute Befehle an sein Team gab, attestierte seiner Mannschaft „gute Defense“. Mit 21:17 ging das erste Viertel an Bonn.

Die gute Verteidigung und das schnelle Offensiv-Spiel zeichnete die Baskets auch im zweiten Spielabschnitt aus. Durch einen 18:5-Lauf enteilte Bonn den Gästen zwischenzeitlich sogar auf 17 Punkte Vorsprung (39:22, 15.). Erwähnenswert: Alle fünf Oldenburger Zähler in dieser Phase mussten sich die Gäste an der Freiwurflinie erarbeiten, erst in der sechsten Minute kam Oldenburg zu den ersten Punkten aus dem Feld. Diese läuteten dann jedoch einen 9:0-Lauf für die Gäste ein, die den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich drücken konnten (39:31, 17.). Bonn ließ sich von der aggressiveren Oldenburger Verteidigung jedoch nicht zu sehr beeindrucken und nahm den Acht-Punkte-Vorsprung mit in die Kabine (44:36, 20.). Die Führung hätte noch höher ausfallen können, jedoch verhinderte eine Freiwurfquote von nur 58 Prozent  eine zweistellige Führung. James Thompson IV zog sich zudem während des zweiten Viertels eine Adduktoren-Verletzung zu und wurde in der zweiten Hälfte nicht mehr eingesetzt.

Das dritte Viertel begann wie das erste: Leon Kratzer und Rasid Mahalbasic lieferten unter den Körben für ihre Teams die Punkte ab, mit der größeren Konstanz durch Bonns Kratzer. Allein im dritten Viertel legte der Baskets-Center 12 Punkte auf, am Ende wurde er mit 21 Punkten bei einer fast perfekten Wurfquote (10/11 Würfe, 91 Prozent) Topscorer der Partie. Dabei vernaschte er ein ums andere Mal die gegnerischen Big Men. Immer wenn Oldenburg drohte, den Rückstand aufzuholen, hatten die Baskets die richtige Antwort parat. Auch zwei erfolgreiche Dreier der Gäste brachte Bonn nicht aus der Ruhe (62:53, 29.). Aus der Auszeit heraus wurde Kapitän TJ DiLeo für einen Korbleger gefunden und Leon Kratzer verwandelte den Ball zum 66:53-Viertelstand.

Mit einem 16:6-Lauf eröffneten die Gäste das Schlussviertel und waren doch noch kurz davor, die Partie zu drehen (72:69, 36.). Doch dann kam die Zeit von Baskets-Neuzugang Chris Babb: Mit drei Dreiern und einem Freiwurf machte der Bundesliga-Routinier während eines Bonner 16:2-Laufs den Deckel auf die Partie (88:71, 39.). Am Ende stand ein verdienter 90:76-Erfolg der Baskets über die favorisierten Oldenburger.

Fun Fact: Leon Kratzer versprach bei der digitalen Baskets-Teampräsentation, die Bestleistung seines Vaters Marc Suhr im Bonner Dress von 16 Punkten gleich beim ersten Spiel zu überbieten. Mit seinen 21 Zählern hielt er Wort!

 

Stimmen zum Spiel

Igor Jovovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Vielen Dank für die Glückwünsche. Wir alle waren nach so einer langen Pause heiß auf unser erstes offizielles Spiel und daher sehr motiviert. Oldenburg ist ein sehr gutes Team, das viel Erfahrung im Kader hat und gut gecoacht wird. Daher wussten wir, dass es ein schweres Spiel wird. Wir haben über 40 Minuten guten Basketball gespielt, den Ball gut bewegt und die Schwächen des Gegners attackiert. Mir hat nicht gefallen, dass im zweiten Viertel unser Druck in der Defense nachgelassen hat. In der zweiten Halbzeit hat sich James Thompson IV verletzt und unsere Rotation wurde durch Foulprobleme verkürzt. Meine Jungs haben alles gegeben und daher gratuliere ich ihnen zum Sieg."

 

Mladen Drijencic (Headcoach EWE Baskets Oldenburg):

"Ich gratuliere Igor Jovovic zum Sieg. Wir haben nicht von Anfang an auf unserem gewünschten Level gespielt. Erst ab Mitte des zweiten Viertels wurde unsere Defense besser, wodurch wir den Rückstand zwischenzeitlich wieder einstellig gestalten konnten. Bonn hat oft in den letzten Sekunden eines Angriffs abgeschlossen und seinen Rhythmus früh gefunden, wir sind unserem hinterhergelaufen. Am Ende hat dann auch die Mannschaft das Glück auf ihrer Seite, die nach ihrem Rhythmus gespielt hat."

 

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Pollard (4 Punkte), Thompson IV (6), Micovic (11), Hagins (14), Babb (14), Lischka (5, 5 Rebounds), DiLeo (9), Binapfl (DNP), Gailius (6), Kratzer (21, 7 Rebounds)

 

EWE Baskets Oldenburg: Hobbs (2 Punkte), Hornsby (7), Herrera (12), Tadda (3), Hollatz (DNP), Breunig (2), Agbakoko (DNP), Paulding (6), Mahalbasic (20), Pressey (11), Schwezhelm (2, 8 Rebounds), Boothe (11, 7 Rebounds)

 

 


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