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Zwei Bilanzen ausgleichen

Telekom Baskets treffen auf offensivstarke Eisbären Koch: Bremerhaven lebt von seiner Offense.

Am Mittwoch, den 10. November 2010, treten die Telekom Baskets Bonn um 19:30 Uhr bei den Eisbären Bremerhaven zur Partie des achten Spieltags in der Beko Basketball Bundesliga an. Nach dem 82:71-Auswärtserfolg in Bayreuth haben die Rheinländer im hohen Norden die Chance, ihr Bilanz auf 4:4 auszugleichen. Eine schwierige Aufgabe, denn Bremerhaven präsentierte sich bislang mit erst einer Heimniederlage als eines der offensiv stärksten Teams der Liga.

 

Seit die Eisbären 2005/06 in der Beletage debütierten, hat es während der regulären Saison stets hartumkämpfte Punktspiele gegeben. In den Playoffs begegneten sich die Mannschaften bis dato noch nicht. Von den fünf in Bremerhaven absolvierten Partien ging Bonn die ersten drei Male als Verlierer vom Platz. In der Spielzeit 2008/2009 (86:79) und 2009/2010 (91:90) setzten sich die Mannen von Trainer Michael Koch in der Bremerhavener Stadthalle durch. Rechnet man das Pokal-Viertelfinale der letzten Saison dazu, konnten die Eisbären sieben von elf Begegnungen seit 2005 für sich entscheiden. Dies entspricht einer Bonner Siegquote von nur 36,4% und ist damit die schlechteste Bilanz der Telekom Baskets gegen einen der aktuellen Bundesligisten überhaupt.

 

In der laufenden Hauptrunde hat die Mannschaft von Coach Douglas Spradley vor heimischem Publikum erst eine Schlappe hinnehmen müssen und kann eine Gesamtbilanz von vier Siegen zu drei Niederlagen aufweisen. Mit 78,1 Punkten pro Spiel ist das Spradley-Ensemble eines der offensivstärksten der Beko BBL. Mit Craig Callahan (16,0 PpS), Torrell Martin (14,4 PpS), Andrew Drevo (11,1 PpS) und Donald Copeland (10,2 PpS) weisen gleich vier Akteure einen durchschnittlich zweistelligen Output vor. Besonders Power Forward Andrew Drevo hat sich in der Liga einen Namen dadurch gemacht, dass er mit zunehmender Spieldauer immer stärker wird und bei wichtigen Würfen ein beneidenswert ruhiges Händchen hat. Der 2,02m große Amerikaner wird von Spradley beizeiten gern mit Callahan (2,03m) gemeinsam aufs Feld gestellt, um das Tempo hochzuschrauben und die gegnerischen Verteidigungslinie auseinander zu ziehen. Dann bleibt Callahan in Zonennähe genug Platz für Eins-gegen-Eins-Situationen, in denen er hochprozentig abschließt, während jenseits der 6,75m-Linie Schützen wie Drevo (43,5 Prozent Dreier), Richard Chaney (42,9 Prozent) oder Nationalspieler Philipp Schwethelm (47,1 Prozent) lauern.

 

Die letzten drei Spiele der Eisbären Bremerhaven:

 

DEUTSCHE BANK SKYLINERS Eisbären Bremerhaven 81:66

Eisbären Bremerhaven TBB Trier 73:72

New Yorker Phantoms Braunschweig Eisbären Bremerhaven 79:83

 

Um bei den Nordlichtern zu bestehen, fordert Michael Koch von seinen Schützlingen ein ähnlich intensives Auftreten wie zuletzt in Bayreuth. Besonders defensiv müssen wir eine gute Leistung abrufen, da Bremerhaven vornehmlich von seiner Offense lebt, beschreibt der Baskets-Trainer. Die Eisbären haben viele Optionen, wobei der Schwung an guten Vierern sicher das Herzstück bildet. Sollten die Gastgeber mit einer kleinen Aufstellung aufwarten, erwartet Koch, dass wir in diesem Fall unsere offensiven Vorteile am Brett ausnutzen. Da Bremerhaven eine Mannschaft ist, die selbst exzellent von Verteidigung auf Angriff umstellt, müssen die Baskets den Eisbären-Spielmachern früh auf den Füßen stehen, um das Tempo aus der Partie zu nehmen. Koch: Dazu gehört auch, dass wir unsere Ballverluste niedrig halten, um keine einfachen Körbe abzuschenken.

 

Fehlen werden die langzeitverletzten Patrick Flomo (Knie) und Vincent Yarbrough (Fuß). Tim Ohlbrecht (Daumen) befindet sich auf dem Weg der Besserung, wird in Bremerhaven aber noch nicht zum Einsatz kommen. Der Nationalspieler wird Anfang kommender Woche noch einmal eingehend untersucht, ehe ein Termin für sein Comeback festgelegt wird.

 


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