Aufsteiger Heidelberg zu Gast im Telekom Dome

Einstiger Serienmeister nach 36 Jahren zurück in der BBL

Keine sieben Tage nach dem Heimerfolg über Oldenburg sind die Telekom Baskets Bonn erneut im Telekom Dome gefordert: Am kommenden Freitag, dem 10.12.2021, empfangen sie den Aufsteiger MLP Academics Heidelberg auf dem #HEARTBERG. Spielbeginn ist 20:30 Uhr, Abendkasse und Telekom Dome öffnen um 19 Uhr. Der 10. Spieltag der easyCredit BBL wird live auf MagentaSport übertragen.

Die Baskets streben den fünften Sieg in Serie an. (Foto: Daniel Schäfer)

Fast vier Jahrzehnte musste Heidelberg auf den Aufstieg warten. Während einer so langen Zeit vergisst man leicht, dass Heidelberg zwischen 1957 und 1978 neun Meistertitel und zwei Pokalsiege feiern konnte – auch dank der nicht abebbenden Zahl an Studenten in der Universitätsstadt, die den damals noch exklusiven „Studentensport“ Basketball und somit auch die Liga dominierten. 

Nach dem Abstieg 1985 spielten die Baden-Württemberger durchweg in der zweiten Liga, ab 2007 dann in der neu geschaffenen ProA. Mit der Vermarktung des Namensrechts wurde 2012 aus dem USC Heidelberg die MLP Academics und die Mission Wiederaufstieg weiter professionell vorangetrieben. Im vergangenen Jahr reichte es dann endlich für die Rückkehr in die erste Liga. Großen Anteil daran hat Headcoach Branislav "Frenki" Ignjatovic. Warum der Spitzname? Ganz einfach: Papa Ignjatovic war großer Frank-Sinatra-Fan war und verlieh seinem Sohn Branislav daher kurzerhand den Spitznamen "Frenki". 

Der 55-Jährige ist in der easyCredit BBL noch relativ unbekannt, auch wenn er mit seinem Team fleißig daran arbeitet, dies zu ändern. Nachdem er zuvor sechs Jahre lang die Kirchheim Knights in der ProA trainierte, wechselte der gebürtige Serbe 2014 nach Heidelberg, mit denen er schließlich 2021 den Aufstieg feiern konnte. 

Um die Klasse zu halten, setzt Coach Ignjatovic auf viele Veteranen, die bereits BBL- oder anderweitige Erfahrung aus Top-Ligen mitbringen: Kapitän Phillipp Heyden (33 Jahre) spielte u.a. schon für Tübingen, Bayreuth und Weißenfels, der US-Amerikaner Kelvin Martin (32) stand 2017 mit Ludwigsburg im BBL-Halbfinale und gewann 2019 mit Bologna die Basketball Champions League. Landsmann Robert Lowery (32) lief in der BBL bereits für Berlin und zuletzt Würzburg auf. Es überrascht daher nicht, dass Heidelberg mit durchschnittlich 28,3 Jahren das älteste Team der Liga stellt.

 

Duell auf der Vier

Auch Brekkott Chapman lief in den vergangenen zwei Saisons für Würzburg auf und entwickelte sich in Heidelberg schnell zum Leistungsträger. Der 25-Jährige Power Forward erzielt im Schnitt 12,8 Punkte pro Spiel, sichert sich 7,2 Rebounds und trifft gut 50 Prozent seiner Zweierversuche. Unter dem Korb wird es also unter anderem zum intensiven Kräftemessen mit Baskets-Big-Man Justin Gorham kommen. 

 

 

Justin Gorham (links) führt sein Team in der Kategorie "Rebounds pro Spiel" an, ebenso Brekkott Chapman. (Fotos: Jörn Wolter & Manu Buschendorfer)

Aktuell stehen die Baden-Württemberger auf dem zwölften Tabellenplatz. Allerdings verloren sie nach vier Siegen aus den ersten fünf Spielen (und zwischenzeitlicher Tabellenführung) zuletzt fünf Spiele in Folge.

 

Gemeinsame Vergangenheit

Tyson Ward spielte in der vergangenen Saison bereits mit Robert Lowery und Brekkott Chapman zusammen, Skyler Bowlin und Chapman standen in der Saison 2019/2020 ebenfalls gemeinsam im Würzburger Kader. 

 

Meilenstein-Alarm

Karsten Tadda fehlt noch ein Spiel, um Ex-Mitspieler Philipp Schwethelm (516 Spiele, 3. Platz) in der Liste der meisten BBL-Einsätze seit 1998 zu überholen. Nur Alex King (624) und Rickey Paulding (560) haben aktuell mehr Spiele auf dem Buckel.  

 

Übertragung

Das Spiel wird live ab 20:15 Uhr auf MagentaSport übertragen. 

 

BasketsShuttle: Corona-Update

Bedingt durch die Verringerung der Zuschauerkapazität fährt das Baskets-Shuttle bis auf weiteres zu folgenden Zeiten ab Haltepunkt D1 am Bonner Hauptbahnhof ab:

1. Fahrt: 19:00 Uhr (Haltepunkt D1)
2. Fahrt: 20:00 Uhr (Haltepunkt D1)

Rückfahrt vom Telekom Dome (Sonderhaltestelle gegenüber der Halle)

1. Fahrt: 22:45 Uhr 
2. Fahrt: 23:15 Uhr 

Die Fahrt mit dem BasketShuttle ist für alle Zuschauer des jeweiligen Spiels kostenlos.

 

 


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