1:0! Baskets siegen im 1/4-Finale nach Verlängerung im ausverkauften Telekom Dome

Telekom Baskets Bonn - Hamburg Towers: 100:98

Völlige Ekstase! Die Baskets feiern nach dem Gamewinner von Javontae Hawkins. (Foto: Wolter)

Key Facts

  • 6.000 Handtücher: Die Baskets und die Deutsche Telekom verteilten für alle Zuschauer kostenlose Handtücher, die – gewedelt – für ein stimmungsvolles und bewegtes Bild sorgten
  • Comeback: Parker Jackson-Cartwright und Jeremy Morgan standen wieder für die Baskets auf dem Parkett, dafür setzten Justin Gorham und Tyson Ward aus
  • Ehrungen: Tuomas Iisalo wurde vor der Partie als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Parker Jackson-Cartwright erhielt den MVP-Award
  • Gamewinner: Javontae Hawkins traf eine Sekunde vor Schluss den siegbringenden Dreier aus knapp neun Metern
  • Spiel 2: Bereits am Sonntag (15.05. - 15 Uhr) steht das zweite Spiel der Viertelfinal-Serie gegen Hamburg an. Jetzt noch Tickets sichern! >>>

Spielbericht Im ersten Bonner Playoff-Spiel seit 2019 setzte der „Trainer des Jahres“ Tuomas Iisalo auf eine Anfangsformation um MVP Parker Jackson-Cartwright, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Javontae Hawkins und Saulius Kulvietis. Die ersten Punkte der Partie erzielten die Gäste durch Maik Kotsar, doch auch die Baskets waren gleich im ersten Angriff durch Saulius Kulvietis erfolgreich (2:2, 1. Minute). Die 6.000 Fans im Telekom Dome sorgten für lautstarke Unterstützung, doch Hamburg ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken und erwischte den besseren Start (6:15, 6.). Iisalo nahm die erste Auszeit und aus der kamen die Hausherren mit einem 8:0-Lauf zurück aufs Feld, um das Spiel wieder beinahe auszugleichen (14:15, 8.). Die Gäste behielten aber bis zum Viertelende die Oberhand, auch weil die Baskets in den ersten zehn Minuten keinen der bis dahin elf Dreierversuche trafen (17:23, 10.). Zu diesem Zeitpunkt konnten die 6000 Zuschauer noch nicht ahnen, dass sie ein denkwürdiges Match erleben würden, das sicher in die Club-Annalen eingehen wird. Dann traf Jackson-Cartwright erstmals für Bonn aus der Distanz und legte allein im zweiten Viertel 13 Zähler auf. Die Gäste hatten aber fast immer eine Antwort parat und so dauerte es bis zur 19. Minute, dass die Hausherren erstmals in Führung gingen (39:38, 19.). Den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit setzte Hamburgs Justus Hollatz, der die Gäste vor dem Gang in die Kabine wieder in Führung brachte (41:42, 20.). Im dritten Viertel bot sich lange ein ähnliches Bild. Hamburg erhöhte den Vorsprung, Bonn verkürzte den Abstand, aber im Endeffekt blieben die Gäste vorne (52:57, 26.). Drei weitere Dreier von Parker Jackson-Cartwright und ein erfolgreicher Distanzwurf von Skyler Bowlin ließen den Telekom Dome wie ein Pulverfass explodieren und brachten die Hausherren vor dem Schlussabschnitt wieder in Front (67:66, 30.). Allgemein bestimmten starke individuelle Aktionen auf beiden Seiten das Spielgeschehen. Nach mehreren Führungswechseln sah es nach einem weiteren „PJC“-Dreier so aus, als könnten die Gastgeber endlich das Momentum auf ihre Seite reißen, doch Hamburg antwortete eiskalt mit einem 12:1-Lauf und war auf gutem Weg, das erste Viertelfinal-Spiel zu gewinnen (76:84, 36.). Die Baskets gaben aber nie auf, kämpften sich mit starken Einzelaktionen im Angriff und kollektiver Team-Verteidigung wieder zurück ins Spiel und lagen wenige Sekunden vor Schluss nur noch mit drei Zählern zurück. Dann traf Javontae Hawkins per Dreier zum Ausgleich, bevor der letzte Hamburger Angriff erfolgreich gestoppt wurde. Damit ging es in die Verlängerung, in der sich Bonn durch einen weiteren Hawkins-Dreier zunächst etwas absetzen konnte (97:93, 44.). Nachdem Hamburg mit einem 5:0-Lauf fünf Sekunden vor Schluss für einen erneuten Führungswechsel sorgte, war die Anspannung im Telekom Dome auf maximalem Niveau. Und Hawkins hatte noch einen Wunderwurf im Ärmel. Mit einem Stepback-Dreier aus knapp neun Metern traf der Amerikaner eine Sekunde vor Schluss den Gamewinner zum 100:98 und verwandelte den Telekom Dome in ein Tollhaus. Die Baskets führen durch den Sieg nach Verlängerung mit 1:0 in der Playoff-Serie gegen die Hamburg Towers und wollen am Sonntag im zweiten Spiel nachlegen. Es gibt noch Tickets für das Spiel, welches um 15 Uhr startet. Tickets >>> Punkteverteilung: Telekom Baskets Bonn: Kessens (6 Punkte, 6 Rebounds), Tadda (3), Kulvietis (16/2 Dreier, 5 Rebounds), Lypovyy (3), Bowlin (8/2), Hawkins (22/4), Morgan (6/1), Kratzer (0), Jackson-Cartwright (36/8, 8 Assists, 7 Steals), Falkenstein (DNP) Hamburg Towers: J. Brown (27/3), Z. Brown (0), DiLeo (5/1), Homesley (20/6), Meisner (3/1), Christen (3), Kotsar (21), Hinrichs (8), Edigin (0), Hollatz (11/2) Statements zum Spiel Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Vielen Dank für die Glückwünsche. Es war so schwierig wie erwartet: Zwei sehr gute Mannschaften sind aufeinandergetroffen, die beide sehr intensiv spielen und heut alles gegeben haben. Hamburg hatte am Ende eine große Chance durch einen Offensivrebound und den Punkten von Seth Hinrichs. Unsere größte Schwäche im Spiel waren die Offensivrebounds: Wir haben Hamburg 20 Second-Chance-Points zugelassen und das ist natürlich zu viel. Wir haben gegen Caleb Homesley defensiv einen ganz guten Job gemacht, insbesondere Karsten Tadda war sehr gut in diesen Situationen. Am Ende hat die individuelle Klasse von Javontae Hawkins, Homesley, Parker Jackson-Cartwright und Jalen Brown das Spiel bestimmt. Es war eines der hochklassigsten Playoff-Spiele, das ich je erlebt habe. Jetzt haben wir nur eine ganz kurze Regenerationspause bis zum nächsten Spiel." Pedro Calles (Headcoach Hamburg Towers): „Gratulation an Bonn zum ersten Sieg der Serie. Es war über 40 Minuten ein sehr enges Spiel. Wir haben extrem gut unseren Gameplan umgesetzt. Daran gibt es nicht auszusetzen. Das haben wir auch am Ende der regulären Spielzeit gesehen, als wir uns eine gute Chance auf den Sieg erspielen konnten. Vielleicht hat uns unsere Execution in der letzten Minute die Chance genommen, den Sieg zu holen. In der Verlängerung haben wir, selbst als Bonn sich einen Vorteil erspielen konnte, immer einen Weg zurückgefunden und hatten das Spiel in der Hand. Am Ende hat die Qualität des Bonner Kaders den Unterschied gemacht."