16. Sieg in Folge! Baskets wieder an der Tabellenspitze der Bundesliga

Telekom Baskets Bonn vs. MHP RIESEN Ludwigsburg: 91:75

Leon Kratzer zeigte besonders in der ersten Halbzeit ein sehr starkes Spiel und erzielte dort 14 seiner 16 Punkte. (Foto: Jörn Wolter)

Die nächsten Heimspiele

Samstag, 01. April 2023 - 18:00 Uhr - easyCredit BBL
Telekom Baskets Bonn vs. Veolia Towers Hamburg

Mittwoch, 05. April 2023 - 20:00 Uhr - Basketball Champions League - Viertelfinale
Telekom Baskets Bonn vs. SIG Strasbourg

Key Facts

  • Kaderupdate: Die Baskets mussten auf Finn Delany verzichten, der sich im Training eine Fußverletzung zuzog und nun mehrere Wochen ausfallen wird. Dafür stand Tyson Ward nach überstandener Verletzung wieder im Aufgebot
  • 5.620 Zuschauer: Die euphorischen Baskets-Fans füllten den Telekom Dome auch am Mittwochabend
  • Ausgeglichenes Scoring: Neben den beiden Topscorern Leon Kratzer und TJ Shorts II (jeweils 16 Punkte), scorten auch Javontae Hawkins (15), Deane Williams (12) und Collin Malcolm (11) zweistellig
  • Höchste Führung: +20, 91:71 (40. Minute)
  • 18:0-Lauf: Einen 53:60-Rückstand in der 29. Minute drehten die Baskets zu einer 71:60-Führung nach 34 Minuten und entschieden somit das Spiel
  • Serien ausgebaut: Wettbewerbsübergreifend gewannen die Baskets das 16. Spiel in Folge, in der Bundesliga war es der zehnte Erfolg in Serie
  • Direkten Vergleich gewonnen: Nach der 80:84-Niederlage im Hinspiel revanchierten sich die Baskets und sicherten sich durch den 91:75-Sieg auch den direkten Vergleich

Spielbericht

Ohne den verletzten Finn Delany änderte sich Bonns bekannte Anfangsformation. So starteten für die Baskets TJ Shorts II, Karsten Tadda, Tyson Ward, Javontae Hawkins und Leon Kratzer in die Partie gegen Ludwigsburg. Nachdem Ludwigsburg die ersten Punkte aus der Mitteldistanz erzielte, kam Hawkins im Post-Up für Bonn zu den ersten Zählern (2:2, 1. Minute). Nach einer 7:4-Führung der Gäste drehten die Hausherren den Spieß mit einem 10:0-Lauf um. Nachdem sich Kratzer innerhalb von 20 Sekunden einen Dunking, einen Steal und zwei weitere Punkte unter dem Korb in den Boxscore schrieb, traf der eingewechselte Deane Williams per Dreier zur Sieben-Punkte-Führung – Auszeit Ludwigsburg. Durch starke Verteidigung und hohe Wurfquoten (4/7 Dreier) übernahmen die Gäste dank eines 17:4-Laufs bis zum Ende des ersten Viertels aber wieder die Führung (18:24, 10.).

Zum Start ins zweite Viertel setzte sich Kratzer unter dem Korb erneut zweimal mit schwierigen Abschlüssen durch, doch Ludwigsburg blieb zunächst souverän vorne (22:30, 15.). Aus erfolgreichen Verteidigungsaktionen machten die Baskets das Spiel schnell und kamen durch Treffer von Williams und Collin Malcolm aus dem Schnellangriff auf drei Punkte heran (27:30, 16.). Mit einem Block unter dem eigenen Korb und einem spektakulären Dunking auf der Gegenseite sorgte Kratzer erneut für eine Highlightsequenz. Wenig später traf Malcolm seinen zweiten Distanzwurf und Kratzer glich die Partie von der Freiwurflinie pünktlich zur Halbzeitpause aus (41:41, 20.)

Mit vier Punkten in Folge durch Javontae Hawkins zum Start des dritten Viertels übernahmen die Baskets kurzzeitig wieder die Führung, die meiste Zeit lagen aber weiterhin die Gäste in Front. Durch teil schwierige aber erfolgreiche Würfe, wie beispielsweise einen weiten Dreier, der über das Brett in den Korb fiel, behielt Ludwigsburg die Oberhand (53:60, 29.). Dann drehte Shorts II jedoch für die Baskets auf. Der MVP-Kandidat hatte bis zur 29. Minute erst zwei Punkte erzielt, doch mit sieben Zählern in Folge verwandelte der den Telekom Dome in ein Tollhaus und den Bonner Rückstand in eine 62:60-Führung vor dem Schlussviertel.

Dort nutzten die Baskets das gewonnene Momentum weiter aus und machten aus dem 9:0-Lauf zum Ende des dritten Spielabschnitts einen viertelübergreifenden 18:0-Lauf. Tadda traf per Dreier, Hawkins von der Freiwurflinie, Kratzer per Dunking und Shorts II aus der Mitteldistanz und Bonn führte erstmals im Spiel zweistellig (71:60, 34.). Ludwigsburg unterbrach den Lauf mit vier eigenen Punkten in Serie, Bonn konterte zur nächsten Elf-Punkte-Führung und dann drückte Ex-Baskets-Spieler Yorman Polas Bartolo mit einem Drei-Punkte-Spiel den Rückstand nochmal in den einstelligen Bereich (77:69, 36.). Die Baskets drängten nun jedoch auf die Vorentscheidung. Malcolm und Shorts II netzten jeweils einen Dreier ein, Ward klaute den Ball und vollendete im Fastbreak und Williams ließ einen weiteren Distanztreffer folgen (88:71, 39.). Gäste-Trainer Josh King versuchte mit einer Auszeit nochmal einen Impuls zu setzen, doch Tadda per Korbleger und Hawkins mit einem Freiwurf stellten davon unbeeindruckt in der Schlussminute den höchsten Vorsprung des Spiels her (91:71, 40.). Ludwigsburg erzielte noch die letzten vier Punkte, an dem letztlich deutlichen Sieg der Baskets änderte das jedoch nichts.

Statements zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Vielen Dank für die Glückwünsche und Gratulation an Josh King. Er macht in Ludwigsburg einen hervorragenden Job in seinem ersten Jahr als Headcoach in der Bundesliga. Ludwigsburg spielt eine starke Saison und ist eines der Teams, gegen die es am schwierigsten zu spielen ist. Zu Beginn hatten wir große Probleme mit den Ludwigsburger Dreierschützen, insbesondere mit Jacob Patrick, der drei von vier Dreier in der ersten Halbzeit getroffen hat. In der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir einen kleinen Run hätten starten können. Es gibt ein Zitat von Dean Smith: „Play hard, play smart, play together” – Wir haben nur Letzteres geschafft, also zusammengespielt! Wir waren im Angriff nicht klug genug. Uns ist immer etwas Neues eingefallen, nur nicht die Dinge, die wir trainiert haben. Wir hatten noch fünf bis zehn Prozent mehr Kapazität für unsere Intensität in der Defense. Wenn wir alle drei Dinge umsetzen können wie am Ende des dritten und zu Beginn des vierten Viertels, sind wir eine sehr starke Mannschaft. Wir brauchen eine konstante Leistung. Das ist nicht einfach, denn wenn jemand nach einer Verletzung zurückkommt, muss er erst seinen Rhythmus finden. Dann fällt der nächste Spieler aus und die Rotationen, Lineups und Rollen verändern sich. Da braucht man Zeit, aber die haben wir nicht. Wir müssen während der Spiele viel lernen, da wir nur zwei Tage Vorbereitung auf ein Spiel haben. Das verlangt den Spielern viel ab, aber wenn sie auf dem höchsten Niveau spielen wollen, ist das die Norm. Ich bin zufrieden, wie wir heute und auch in Chemnitz während des Spiels unsere Leistung verbessert haben. Das ist ein sehr gutes Zeichen."

Josh King (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg):

„Herzlichen Glückwunsch an Bonn und Tuomas Iisalo. Drei Viertel lang waren wir voll da. Wir haben es geschafft, die Zuschauer aus dem Spiel und Bonn auf Trab zu halten. Am Ende des dritten Viertels haben wir einige Zuweisungen vermasselt und haben TJ Shorts II in Fahrt kommen lassen. Die Bonner Fans waren dann im Spiel. Im vierten Viertel hat Bonn gezeigt, warum sie eine der besten Mannschaften in Europa sind. Hut ab! Im Großen und Ganzen war ich stolz auf meine Jungs. Wir müssen in den Schlussvierteln besser spielen. Damit haben wir noch Probleme. Ich habe meiner Mannschaft in der Umkleidekabine eine Statistik mit auf den Weg gegeben, und das sind 20 Turnovers! In dieser Saison waren wir in der Offensive bislang ein ziemlich gutes Team, aber in letzter Zeit fällt es uns sehr schwer, den Ball nicht herzuschenken. Das war heute Abend unser größtes Problem. Wenn man gegen eine Mannschaft wie Bonn siegen will, darf man nicht 20 Mal den Ball verlieren.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Shorts II (16 Punkte/2 Dreier, 5 Assists), Ward (6), Falkenstein (0), Ensminger (0), Kessens (9, 7 Rebounds), Herrera (1), Tadda (5/1), Malcolm (11/3), Hawkins (15, 5 Rebounds), Kratzer (16, 5 Rebounds), Williams (12/2), Bangala (0)

MHP RIESEN Ludwigsburg: Ja. Patrick (14), Hubb (12), Miller (11), Kuhse (11), Dunn (7), Polas Bartolo (11), Johnson (1), Edigin (6) Waardenburg (2), Jo. Patrick (DNP), Hartmann (DNP)