16:0-Lauf Grundstein zum Sieg

Aufatmen bei den ca. 80 Bonner Fans nach dem Schlusspfiff in der Oldenburger Haarenesch-Halle. Die Telekom Baskets hatten gegen die EWE Baskets einen 86:79-Sieg eingefahren, der die Bonner nach der Niederlage gegen Frankfurt vor einer Woche wieder auf die Erfolgsspur führte.Dabei hatte es über lange Zeit nicht so ausgesehen, als ob der Deutsche Vizemeister seinen 13. Saisonsieg in der s.Oliver-BBL feiern konnte. Nach einem furiosen Blitzstart der Gäste zum 11:1, davon die ersten sieben Punkte durch Aleksandar Nadjfeji, wachten die Hausherren auf und konnten in den darauf folgenden Minuten gleich ziehen. Oldenburgs Tyron McCoy sorgte per Dunking in der 7. Minute für die erste Führung seines Teams (16:15). Danach gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Die Baskets taten sich schwer mit der Oldenburger Defense, vor allem bei den Rebounds boten sich zu oft zweite Wurfgelegenheiten für die Gastgeber. Gleichzeitig zeigten die Bonner Distanzschützen Ladehemmung. Mit dem lautstarken Publikum im Rücken kam Oldenburg immer besser in die Begegnung. Das Bonner Spiel verlor zunehmend die Linie. Gleich mehrere Ballverluste hintereinander bescherten den Niedersachsen eine 48:43-Halbzeit-Führung. Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild. Oldenburg bestimmt das Spiel, die Baskets tun sich weiter schwer. Bis zur 23. Minute, als die Gastgeber bereits mit elf Punkten in Führung lagen. Plötzlich regte sich bei den Telekom Baskets Widerstand. Headcoach Predrag Krunic stellte die Bonner Defense auf Zonenverteidigung um und von da an spielte sein Team wie ausgewechselt. In den nächsten fünf Minuten legten die Baskets den Turbo ein, verteidigten auf hohem Niveau und ein Fastbreak nach dem anderen rollte auf den Oldenburger Korb. Ein beeindruckender 16:0-Lauf hatte Bonn mit 59:54 in Führung gebracht. Vor allem Terrence Rencher zeigte sich wieder einmal als der Kopf seines Teams. Zu Hause in Bonn erwartete seine Frau jeden Moment die Geburt des ersten Kindes der beiden, in Oldenburg schien die Erwartung auf das freudige Ereignis den US-Guard der Baskets geradezu zu beflügeln. Mit 22 Punkten, davon acht von acht an der Freiwurflinie, war Rencher der Topscorer seines Teams. Der Zwischenspurt der Bonner reichte aus, um Oldenburg auf Distanz zu halten. Ohne zu glänzen, aber auch ohne nochmals in Schwierigkeiten zu kommen, spielten die Baskets die Partie zu Ende, nicht zuletzt, weil die Gastgeber in den entscheidenden Momenten nicht trafen oder den Ball leichtfertig verspielten. Mit der ersten Halbzeit kann ich nicht zufrieden sein, kommentierte Baskets-Trainer Predrag Krunic die Leistung seiner Truppe. Nach der Pause haben wir die Verteidigung umgestellt, dann lief es besser. Der wichtige Sieg in Oldenburg verschafft den Telekom Baskets Auftrieb für die weiteren kommenden Aufgaben. Bereits am Mittwoch müssen die Bonner im Achtelfinale des DBB-Pokal beim Zweitligisten BBC Bayreuth antreten, drei Tage später steht dann das schwere Auswärtsspiel in der Bundesliga bei Avitos Gießen auf dem Programm.