Auf nüchternen Magen um den See

Telekom Baskets Bonn beziehen Quartier im slowenischen Zrece

Dienstag, 16.8.2016

8:30 Uhr
Die Mannschaft hat sich am Telekom Dome vor dem Eingang der Geschäftsstelle getroffen, springt in zwei Busse des Hauptvereins und fährt ohne in einen Stau zu geraten zum Flughafen Köln/Bonn. Dort gibt es für den ein oder anderen Reisenden noch ein Brötchen und einen Kaffee, ehe zum Boarding aufgerufen wird.

10:35 Uhr
Der Flieger hat das Rollfeld kaum verlassen und seine Reisehöhe erreicht, da geht der Pilot auch schon wieder in der Sinkflug über. Die Strecke bis ins österreichische Klagenfurt ist in 65 Minuten zurückgelegt, nach verlustfreier Gepäckausgabe wartet am Gate ein Reisebus, der den Baskets-Tross ins zwei Autostunden entfernte Zrece kutschiert.

14:00 Uhr
Am slowenischen Zielort warten bereits Athletiktrainer Julian Morche und Physio Bogdan Suciu, die tags zuvor mit dem „Materialwagen“ vorgefahren waren und im Hotel diverse Vorkehrungen getroffen haben. Immerhin galt es, die Zimmerbelegung final zu klären, die Halle und den Sportplatz zu begutachten, aber auch den Weg zum Krankenhaus in Erfahrung zu bringen – auf dass dieser möglichst nicht frequentiert werden muss.

14:30 Uhr
Wer viel unterwegs ist, hat auch Hunger. Nachdem die Koffer auf den Zimmern sind, geht es zum Mittagsessen. Damit der Nachtisch nicht ansetzt, machen sich Suciu, Co-Trainer Chris O’Shea und Teambetreuer Daniel Seffern auf den Weg, um den nahegelegenen See sowie die um das Gewässer führende Laufstrecke zu besichtigen.

18:00 Uhr
Die erste Einheit des Trainingslagers steht an. Sportmanager Michael Wichterich, Coach Silvano Poropat, Osteopath Mark Schröder und Morche richten noch einige organisatorische Worte ans Team, dann fällt der Startschuss zu zwei Stunden harter, schweißtreibender Arbeit.

21:15 Uhr
Im Hotel zurück rufen eine erholsame Dusche und ein deftiges Abendessen. Die im Training geleerten Energiespeicher wollen aufgefüllt sein, immerhin stehen ab dem nächsten Tag jeweils zwei Einheiten auf dem Programm.

23:30 Uhr
Nachtruhe.


Mittwoch, 17.8.2016

7:30 Uhr
Der Hahn kräht früh. Über Zrece hat sich ein nebliger Schleier gelegt. Genau die richtige Atmosphäre, um vor dem Frühstück eine Runde um den See zu drehen.

8:00 Uhr
O’Shea, Seffern und Suciu geben beim Morgenlauf das Tempo vor. Für die Förderung der Grundlagenausdauer wird das Gewässer bei gleichbleibendem Tempo umrundet. Der Hunger für das Frühstück will verdient sein.

9:15 Uhr
Pfannkuchen, Rührei, gebratener Speck und Körnerbrot mit Aufschnitt sind die Belohnung für den Frühsport. Gleichzeitig wird die Grundlage geschaffen, um beim Morgentraining nicht plötzlich ein Loch im Magen zu haben.

10:50 Uhr
Nach einem ausführlichen Teammeeting geht es im Gänsemarsch zur fußläufig gelegenen Halle. In Kleingruppen werden Athletikdrills durchlaufen und am Wurf gefeilt.

13:30 Uhr
Das Mittagessen fällt kurz und knapp aus, da einige Spieler vor einem kleinen Schläfchen noch bei Schröder und Suciu behandelt werden möchten.

15:30 Uhr
Als alle Spieler versorgt sind und sich auf ihre Zimmer zurückziehen bleibt für den Staff eine zeitliche Lücke, um selbst Hand an die Gewichte zu legen.

19:00 Uhr
Die zweite Einheit des Tages wird lang. Über zwei Stunden verlangt Coach Poropat seiner Truppe in der Halle mental als auch physisch einiges ab. Keine Sekunde bleibt ungenutzt, um die mannschaftlichen Prozesse der Vorbereitung voran zu treiben.

22:00 Uhr
Das Abendessen wird bei Basketball-Fachgesprächen zu sich genommen. Die Spieler diskutieren Laufwege, das Timing beim Pick-and-Roll und Kommunikation in der Verteidigung. Zum Nachtisch gibt es Telefonate, getextete Konversationen oder die Lieblingsserie auf dem Laptop.

23:30 Uhr
Nachtruhe. <iframe src="https://www.youtube.com/embed/n6IIua0ofws" frameborder="0" height="315" width="560"></iframe>