Aus im Viertelfinale

Der Deutsche Basketball-Pokal und die Telekom Baskets werden auch in der Saison 2003/2004 keine Freunde. Wieder einmal ist für die Bonner im Viertelfinale Endstation diesmal gegen das Team von RheinEnergie Köln, das am Mittwochabend durch einen deutlichen 88:74-Sieg in der Hardtberghalle das Ticket für das Top4-Turnier lösen konnte.Zu keinem Zeitpunkt konnten die Baskets vor 3.300 Fans, darunter 170 Zuschauer aus der 25 Kilometer entfernten Domstadt, an die starke Leistung vom letzten Freitag anknüpfen, als man die Opel Skyliners mit 84:79 niederkämpfen konnte. Von Beginn an spielte die Krunic-Truppe zwar engagiert, aber vor allem in der Defense ließ man die letzte Konsequenz vermissen. Ein Umstand, der von einem Topteam wie Köln gnadenlos bestraft werden sollte. Traumwandlerisch sicher trafen die Gäste an diesem Abend aus fast allen Positionen. Insgesamt schafften die Domstädter eine ausgezeichnete Wurfquote von 60% aus dem Feld, darunter acht von 16 Drei-Punkte-Würfe. Eine Treffsicherheit, von der die Bonner nur träumen konnten, dies es gerade einmal auf 41% bringen sollten. Sicher auch eine Folge der ausgezeichneten Verteidigungsarbeit der Gäste, die den Bonner Schützen viel zu selten aussichtsreiche Wurfpositionen erlaubte. Dennoch gelang es den Telekom Baskets bis Ende des dritten Viertels, das Spiel offen zu gestalten. Zwar lief man stets einem Rückstand hinterher, doch immer wieder kam die Bonner an den letztjährigen Pokalfinalisten heran, so z.B. in der 28.Minute, als der Abstand nur noch drei Punkte betrug (53:56). Doch Köln hatte stets die passende Antwort. Es war vor allem der Holländer Geert Hammink, der von den Bonnern kaum zu stoppen war. Kein Baskets-Spieler war in der Lage, den beweglichen Center der Gäste wirkungsvoll in Schach zu halten. 22 Punkte und 13 Rebounds standen am Ende auf dem Konto des langen Kölners. Schmerzlich wurde da auf Bonner Seite Miladin Mutavdzic vermisst, der wegen einer Meniskus-Operation noch zwei Wochen pausieren muss. So lag die Hauptlast des Bonner Spiels bei Aleksandar Capin, Rimantas Kaukenas und Aleksandar Nadjfeji, die sich zwar redlich bemühten, aber alleine nur wenig gegen das konzentrierte Spiel der Gäste ausrichten konnten. Zu oft vergab man leichte Chancen, was prompt im direkten Gegenzug bestraft wurde. So brach das Bonner Spiel zu Beginn des letzten Viertels auseinander. Die Konzentration war abhanden gekommen, während die Gäste eiskalt ihre Chancen verwerteten. Schnell baute Köln die Führung auf bis zu 16 Punkte aus (75:59), ein Vorsprung, den die Baskets bis zum Ende nicht mehr aufholen konnten. Baskets-Coach Predrag Krunic: Köln hat verdient gewonnen. Wir konnten die gute Leistung wie zuletzt in der Bundesliga gegen Frankfurt nicht abrufen. Vor allem unsere Defense war heute schwach. Kölns Trainer Milan Minic: Wir haben heute unsere beste Verteidigung gespielt und sehr diszipliniert agiert.