Auswärts gegen die beste Defense der easyCredit BBL

Telekom Baskets Bonn treffen auf NINERS Chemnitz

Im Hinspiel stemmte sich Baskets-Center Thomas Kennedy mit 26 Punkten und 15 Rebounds gegen die Niederlage. Foto: Jörn Wolter

Das Hinspiel

Das erste Aufeinandertreffen war ein echtes Basketball-Highlight: Am 12. Januar empfing Bonn den damaligen Tabellenführer aus Chemnitz im Telekom Dome und lieferte sich bis zum Schluss einen packenden Kampf. Die Baskets gewannen sogar drei von vier Vierteln, verloren jedoch aufgrund einer schwachen Dreierquote (insg. nur 23 Prozent) das dritte Viertel deutlich (10:20) und somit am Ende auch das Spiel (77:85).

Die Ausgangslage

Seitdem hat sich in der Tabelle nicht viel verändert: Während die NINERS (21 Siege, fünf Niederlagen) den Spitzenplatz an den FC Bayern München abgeben mussten und auf den zweiten Rang abrutschten, kletterten die Telekom Baskets (16 Siege, zehn Niederlagen) einen Platz nach oben und klopfen von Tabellenplatz sieben an die direkten Playoff-Plätze an (Rang sechs bis eins). Neben Bayern und Würzburg gehören die Sachsen sogar zu den ersten drei Teams, die bereits vorzeitig die Play-Ins-Qualifikation sicher haben, bedeutet: sie können im Saisonendspurt rechnerisch nicht mehr tiefer als Platz zehn fallen.

Die Formkurve

Chemnitz hat vier der letzten fünf Bundesliga-Spiele gewonnen, nur gegen Euroleague-Club Alba Berlin setzte es am 24. März eine 79:84-Niederlage. Im FIBA Europe Cup, der der Basketball Champions League (BCL) untergeordnet ist, erreichte die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore sogar das Finale und treffen dort auf Bahcesehir Koleji. Die Türken spielten in der vergangenen BCL-Saison noch gegen die Telekom Baskets Bonn, schieden jedoch früh aus dem Wettbewerb aus und konnten sich nicht erneut für den höchsten Wettbewerb des Basketballweltverbands FIBA qualifizieren.

Auf der Gegenseite konnten Moors Männer wettbewerbsübergreifend die letzten fünf Spiele gewinnen und mit der 1:0-Führung in der Best-Of-Three-Serie des BCL-Viertelfinals einen Schritt in Richtung erneute FINAL FOUR-Teilnahme machen.

Der Teamvergleich

„Wir müssen defensiv stabil sein und dürfen Chemnitz nichts ins Laufen kommen lassen. Außerdem müssen wir auf den Ball aufpassen und auf die Physis der Chemnitzer vorbereitet sein“, blickt Baskets-Kapitän Chris Sengfelder auf die Partie voraus. Noch immer stellen die NINERS die beste Defensive der Liga dar und lassen auf 100 Ballbesitze gerechnet nur rund 103 Punkte zu.

Dagegen gehören die Baskets weiterhin zu den besten Offensiv-Teams der easyCredit BBL und liegen mit 123,4 erzielten Punkten pro 100 Ballbesitze knapp hinter dem FC Bayern auf Platz zwei.

„Chemnitz versucht im Angriff viel, aus der Transition zu punkten. Auch im Halbfeld spielen sie immer mit viel Bewegung. Defensiv sind sie ein sehr physisches und aktives Team, das mehrere Defensiv-Varianten nutzt. Insgesamt sind sie ein sehr starkes Team“, weiß Baskets-Headcoach Roel Moors.

Was beide Mannschaften gemeinsam haben, ist die Reboundstärke – insbesondere am offensiven Brett: Bonn sichert sich rund 37 Prozent der verfügbaren Offensivrebounds (ligaweit Platz eins), Chemnitz rund 34 Prozent (Platz fünf).

TV-Übertragung

Das Spiel wird live ab 19:45 Uhr auf Dyn übertragen.