Bamberg brennt auf Bonn

Im Bamberger Forum wartet auf die Telekom Baskets Bonn am späten Sonntagnachmittag eine richtungweisende Partie. Schließlich empfängt der Tabellendritte die derzeit achtplatzierten Bonner. Dabei versucht das Team von Headcoach Predrag Krunic den Aufwärtstrend der letzten Spieltage fortzusetzen. Reichlich Aufwind dabei haben die Baskets nach den erfolgreichen Partien gegen Leverkusen und Ludwigsburg. Für Bamberg hingegen sind die Vorzeichen etwas anders: Die Truppe von Headcoach Dirk Bauermann hat die letzten zwei Spiele verloren und will unbedingt zuhause punkten. Auf einer Pressekonferenz unter der Woche gab Bauermann dann auch die Fränkische Marschrichtung vor. Die Spieler sollen Schaum vor dem Mund haben und brennen. Der Anlass des Pressemeetings war übrigens weitaus weniger martialisch: Bauermann verlängerte seinen Kontrakt in Bamberg bis 2008 und bleibt in Doppelfunktion Bundestrainer. Eine weitere Meldung war, dass der Bamberger Kader gegen Bonn wieder komplett sei. Ebenso fast aus dem Vollem schöpfen kann auch Baskets-Trainer Predrag Krunic: Bis auf den immer noch an einem Muskelfaseriss laborierenden Kristaps Janicenoks sind alle Spieler fit. Der für Janicenoks nachverpflichtete Kueth Duany ist laut Krunic inzwischen sehr gut integriert worden. Unter der Woche vermittelte Krunic dementsprechend Zuversicht, dass sein Team für Bamberg gut gerüstet ist: Kueth bringt im Training sehr viel Intensität ein. Dadurch sind wir in den Spielen noch schwerer auszurechnen. Zudem hat unsere Offensive eine weitere Option erhalten. Ob in diesem Spiel allerdings die Offensive den Ausschlag geben wird bleibt dahingestellt. Steht doch gerade beim Aufeinandertreffen dieser beiden Teams die Defensive und der Kampf um jeden Zentimeter Raum traditionell im Vordergrund. Anschauungsunterricht in Sachen Defense gab es bereits im Hinspiel, als die Baskets loslegten wie die Feuerwehr und Bamberg in den ersten Minuten mit einem 21:8 Lauf überrannten. Danach stellten die Franken taktisch um und Bonn erhielt eine Lehrstunde in Zonenverteidigung. Zur Folge stand die mit 59 Punkten niedrigste Bonner Korbausbeute der laufenden Saison bei einer Trefferquote von gerade mal 32%. Diesmal scheint Bonn aber besser auf diese Verteidigungswaffe vorbereitet zu sein. Gegen Ludwigsburg stellten sich die Baskets jedenfalls sehr gut auf die Zone ein. So könnte die Marschrichtung lauten, in der Offensive gegen die harte Bamberger Verteidigung zu bestehen und hinten besonders auf Shooting-Guard Hurl Beechum und Point-Guard Demond Mallet achten. Beide zusammen erzielten im Hinspiel 46 Punkte zum 74:59 Erfolg von Bamberg. Ein weiterer Faktor wird das Verhindern zweiter Chancen für Bamberg sein. Angefangen bei BBL-Toprebounder Chris Ensminger über Mike Nahar bis hin zu dem als Allrounder einsetzbaren Forward Koko Archibong steht Coach Bauermann das reboundstärkste Trio der Liga zur Verfügung. Zusätzliche Verstärkung kommt von der Bank, Spieler wie Uvis Helmanis, Nationalspieler Steffen Hamann sowie Rick Stafford brennen ebenfalls jederzeit auf einen Einsatz. Die Vorraussetzungen für beide Teams sind klar. In einem sicherlich umkämpften Spiel werden sowohl Bamberg als auch Bonn versuchen, Boden im Kampf um die besten Play-Off Platzierungen gut zu machen. Wer es nicht schafft mit dem Team nach Bamberg zu fahren, kann die Partie ab 17:00 Uhr live im Bonner Kinopolis auf Premiere verfolgen.