Baskets bedauern SSF-Kampagne mit falschen Informationen

Der SSF Bonn 05 e.V. ging mit einer Kampagne an die Presse, die indirekt auch eine gegen die städtische Förderung für die geplante Basketshalle ist. Auf der Homepage heizen die SSF die Stimmung mit absurden und falschen Infos an. Auszüge: 1. Angesichts der städtischen Entscheidung, Millionen in den Bau einer neuen Halle zu investieren, von der hauptsächlich Profisportler und deren Zuschauer profitieren, drängt sich die Frage auf: Wieviel - oder wie wenig - will sich die Stadt Bonn die Förderung des Sports und sonstiger sozialer Einrichtungen insgesamt kosten lassen? Bestes Beispiel: Den Basketball-Profis der Telekom Baskets werden rund drei Millionen Euro an Fördermitteln zuteil." Das ist falsch. Richtig ist, dass die Stadt Bonn dem Telekom Baskets Bonn e.V. einen Zuschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro bewilligt hat, den der Verein satzungsgemäß verwenden wird, nämlich zur Errichtung des an die Haupthalle (Profis und Zuschauer") angegliederten Ausbildungszentrums. Diese 3-fach-Sporthalle wird mehr als 2,0 Mio. Euro kosten und künftig Trainings- und Spielstätte für die mehr als 40 Kinder- und Jugendteams der Baskets sein. Durch diese Maßnahme werden in 16 Bonner Hallen in den nächsten 20 Jahren mehr als 100.000 Nutzungseinheiten à 45 Minuten frei. Zudem trägt der Telekom Baskets Bonn e.V. künftig die Betriebskosten (Warmduschen, Strom, Hausmeister) selbst. In die Haupthalle fließt kein Cent dieses städtischen Zuschusses. 2. Ärgerlich dagegen das Ungleichgewicht in der Sportförderung: Dass jetzt aber drei Millionen Euro für den Bau einer neuen Halle in Bonn aus dem Hut gezaubert werden, ärgert nicht nur den SSF-Vorstand ungemein." Die SSF erwecken den Eindruck, dass drei Millionen Euro aus der städtischen Sportförderung in eine Halle für Profisportler und Zuschauer" fließen. Das ist falsch. Das Grundstück - Preis: 1,4 Millionen Euro - wird aus dem städtischen Fünf-Millionen-Euro-Topf Erwerb von unbebauten Grundstücken" bezahlt. Richtig ist, dass dadurch dem Bonner Sport kein Cent vorenthalten wird. 3. Weit mehr als 50.000 Euro haben die SSF in den vergangenen acht Jahren in Renovierungs- und Erhaltungsarbeiten für den Sportpark Nord gesteckt - und das, obwohl dessen Unterhaltung ganz eindeutig in die Zuständigkeit der Bundesstadt Bonn fällt." Die Telekom Baskets Bonn mussten seit 1997 ein Vielfaches von 50.000 Euro in die Hardtberghalle investieren, haben das aber nie an die große Glocke gehängt, aber offenbar muss man sich, um in der Öffentlichkeit kein falsches Gesamtbild entstehen zu lassen, an einer solchen Erbsenzählerpolitik beteiligen. Durch die Baskets-Investitionen in der Hardtberghalle wurden zahlreiche Nicht-Basketball-Veranstaltungen nach Bonn gelockt, so auch eine hochkarätigeVolleyball-EM-Veranstaltung (mit SSF-Beteiligung) oder der ODDSET-Cup und vieles mehr. Ob Licht, Sound, Zusatztribüne oder VIP-Lounge: Ohne diese Infrastruktur-Elemente wäre die Hardtberghalle heute keine zeitgemäße Veranstaltungshalle. Grundsätzlich bedauert der Telekom Baskets Bonn e.V., dass die SSF Bonn mit einer solchen und auf falschen Informationen basierenden Kampagne an die Öffentlichkeit gehen. Tatsache ist, dass alle Vereine im Umkreis jener 16 Hallen, wo durch das geplante Baskets-Ausbildungszentrum Hallenstunden frei werden, von der städtischen Fördermaßnahme profitieren werden. Letztere kommt somit nicht nur den Baskets zugute. Im Übrigen würde jeder Bonner Sportverein jubeln, von der Stadt Bonn eine Sportstätte im Format des Sportpark Nord zur Verfügung gestellt zu bekommen. Ein Glücksfall für die durchaus tüchtigen SSF. Ferner gilt es bei dieser Gelegenheit einmal festzustellen, dass die Baskets seit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga (1996) von der Stadt Bonn folgende Hilfen erhalten: Verkehrslenkungsmaßnahme und Stellung einer Arbeitskolonne für jedes Heimspiel. Ferner hat die Stadt in der Schulsporthalle ein Holzparkett bezahlt und installiert, um die Liga-Standards zu erfüllen. Andererseits sind die Baskets der einzige Klub der Liga, der eine Miete für eine städtische Halle zahlen muss. Darüber beschweren wir uns nicht, aber es kann angesichts der SSF-Vorwürfe nicht unerwähnt bleiben. Für die jetzt vom Rat der Stadt Bonn beschlossene Unterstützung unserer Amateurabteilung, die zu 80% eine Kinder-Jugendabteilung ist und mangels Hallenzeiten unter einem Aufnahmestopp leidet, sind wir dankbar und betrachten das städtische Engagement als Hilfe zur Selbsthilfe. Der Vorstand des Telekom Baskets Bonn e.V.