Baskets bekommen Trier nicht gestoppt
Heimspiel schon am Sonntag gegen Weißenfels
Die Telekom Baskets Bonn haben am 2. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 79:106 (17:26, 21:26, 19:26, 23:28) gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier verloren. Das gesamte Spiel über schafften es die Baskets nicht, die Trierer Offensive zu stoppen und so liefen die Bonner sowohl der schnellen Trierer Spielweise als auch einem immer größer werdenden Rückstand hinterher. John-Michael Wright wurde mit 14 Punkten auch im zweiten Spiel Topscorer der Baskets.
In nicht mal 48 Stunden sind die Baskets erneut gefordert: Am Sonntag, dem 27.09.2026, empfangen sie um 15 Uhr den SYNTAINICS MBC im Telekom Dome.
Key Facts
- Schwache Wurfquoten: Bonn traf nur 55 Prozent seiner Freiwürfe (11/20) und insgesamt 44 Prozent aus dem Feld (31/71)
- Viermal Zweistellig: John-Michael Wright avancierte mit 14 Punkten erneut zum Bonner Topscorer, Jeff Garrett (13), Joel Aminu, Alijah Comithier (jeweils 10) punkteten ebenfalls zweistellig
- Zu viele Fehler: 17 Ballverluste spielten dem Trierer Fastbreak-Basketball in die Karten
- Höchster Rückstand: -33 (103:70)
Spielbericht
Bonn begann mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Marcus Foster, Jeff Garrett und Michael Kessens ins Spiel. Gerade in der Anfangsphase fanden die Baskets kein Mittel gegen das schnelle Umschaltspiel der Trierer. Die Gastgeber starteten mit viel Tempo und hoher Effizienz und setzten sich schnell ab. Nach sechs Minuten lag Bonn bereits mit 7:16 zurück, kurz darauf betrug der Rückstand erstmals über zehn Punkte 7:18, was Baskets-Trainer Marko Stankovic zur ersten Auszeit zwang (6. Minute). Offensiv ließen die Baskets derweil mehrere einfache Möglichkeiten am Korb liegen. Trier verteidigte den Weg in die Zone konsequent, während Bonn gleichzeitig mit vier Ballverlusten im ersten Viertel Probleme im Spielaufbau hatte. Alijah Comithier stemmte sich kämpferisch dagegen: Erst verwertete er beim Offensiv-Rebound einen Tip-In, anschließend schloss er einen der wenigen Bonner Fastbreaks erfolgreich ab. Nach zehn Minuten lag Bonn dennoch mit 17:26 zurück. Trier traf zu diesem Zeitpunkt starke 61 Prozent aus dem Feld, während die Baskets lediglich 37 Prozent ihrer Würfe versenkten.
Kurzes Aufbäumen, dann übernimmt Trier wieder
Zum Start des zweiten Viertels zeigte Bonn zunächst eine deutlich bessere Reaktion. Grayson Murphy erzielte vier Punkte in Folge in der Trierer Zone, die Defensive stand kompakter und die Baskets kamen auch als Team besser zum Korb. Ein Bonner 7:2-Lauf verkürzte den Rückstand in der 12. Minute auf 26:30. Doch die Gastgeber fanden umgehend eine Antwort. Innerhalb von nur zwei Minuten legte Trier einen 10:2-Lauf hin und erhöhte den Bonner-Rückstand wieder auf 28:40. Überhastete Abschlüsse, weitere Ballverluste und Fehler beim Defensivrebound spielten den schnellen Trierern dabei in die Karten. Bonn kämpfte weiter und konnte durch einen Layup von John-Michael Wright den Rückstand kurzzeitig wieder einstellig gestalten (38:47, 18. Minute). Mehrfach hatten die Baskets anschließend die Möglichkeit, den Rückstand bis zur Halbzeitpause weiter unter zehn Punkte zu halten. Doch auch aus aussichtsreichen Positionen wollte der Ball in den letzten zwei Minuten des zweiten Viertels nicht mehr durch die Reuse. Mit 38:52 ging es schließlich in die Halbzeitpause. Wright war zu diesem Zeitpunkt mit zwölf Punkten bester Bonner Werfer.
Trier zieht nach der Pause davon
Nach dem Seitenwechsel erwischten erneut die Gastgeber den besseren Start. Trier legte einen weiteren 10:2-Lauf hin und zwang Marko Stankovic bereits nach zwei Minuten im dritten Viertel zur Auszeit (40:62, 22. Minute). Die Telekom Baskets fanden anschließend nur noch selten erfolgreiche offensive Aktionen, ließen mehrere Freiwürfe liegen und leisteten sich weitere unnötige Ballverluste. Erfolgreiche, schnelle Aktionen wie beim Fastbreak über Leon Kratzer und Patrick Heckmann waren selten: Kratzer schnappte sich den Rebound und bediente Heckmann mit einem Pass quer über das gesamte Spielfeld. Insgesamt blieben die Baskets im dritten Viertel vor allem an der Freiwurflinie hinter den eigenen Möglichkeiten zurück und trafen nur fünf von 13 Versuchen, nachdem sie in der ersten Halbzeit noch bei 100 Prozent lagen (5/5). Trier nutzte die Bonner Fehler konsequent und baute den Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels auf 57:78 aus (30. Minute).
Keine Aufholjagd im Schlussviertel
Bonn gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf und startete mit drei erfolgreichen Distanzwürfen von Jeff Garrett, Joel Aminu und Grayson Murphy in das vierte Viertel. Nach Murphys Dreier war der Rückstand bei 66:82 (33. Minute) noch einmal auf 16 Punkte reduziert, woraufhin Trier eine Auszeit nahm. Die Hoffnung auf eine echte Aufholjagd währte allerdings nur kurz. Leon Kratzer musste nach zwei Technischen Fouls das Spielfeld verlassen, anschließend gelang den Baskets nur noch wenig Zählbares. Trier spielte die Partie souverän zu Ende und baute die Führung bis auf 33 Punkte aus. Am Ende stand eine 80:106-Niederlage für die Baskets.
Stimmen zum Spiel
Marko Stnakovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
“Zuerst muss ich Coach Jacques Schneider, seinem Staff und seinem Team zum Sieg und einem guten Spiel gratulieren. Wir haben alle vier Viertel verloren, sie haben das Spiel von Beginn an kontrolliert und es war direkt klar, dass sie heute das bessere Team sind. Mir hat nicht gefallen, wie wir im ersten Viertel aufgetreten sind. Für gewöhnlich setzen wir zum Start den Ton für die gesamte Partie, das ist uns heute nicht gelungen. Alles lief von Beginn an in die Richtung von Trier. Natürlich sind wir enttäuscht, es war keine gute Leistung von uns. Auf der anderen Seite haben wir das nächste Spiel in circa 40 Stunden und wir müssen das heutige Spiel schnellstmöglich abhaken, um für Sonntag bereit zu sein.”
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators Trier):
“Glückwunsch an meine Mannschaft, die heute einfach besser war. Wir haben über 40 Minuten richtig guten Basketball gespielt und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Besonders defensiv hatten wir sehr früh Zugriff aufs Spiel, haben viele Stops in Folge geholt und waren auch beim Rebound physisch genug, um das ausgeglichen zu gestalten. Wir haben die Energie der Arena und unserer Fans genutzt, um unseren schnellen Teambasketball auf das Feld zu bringen. Wir hatten super Assistzahlen und sehr gute Wurfquoten, weil die Würfe gut herausgespielt waren. Insgesamt ein gelungener Abend für uns und ein gutes Bounce-Back für die Niederlage in Braunschweig. Jetzt heißt es fokussiert bleiben und am Sonntag im Spiel gegen Jena genauso auftreten!”
Statistiken
| PTS | 106 | 80 |
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| 2 PTS | 63% 25 / 40 | 49% 24 / 49 |
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| 3 PTS | 39% 13 / 33 | 32% 7 / 22 |
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| Freiwürfe | 81% 17 / 21 | 55% 11 / 20 |
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| Rebounds | 39 | 38 |
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| Assists | 25 | 14 |
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| Steals | 11 | 11 |
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