Baskets besiegen den deutschen Meister
Nächstes Heimspiel bereits am Mittwoch
Die Telekom Baskets Bonn haben am 7. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 95:88 (21:26, 21:19, 24:20, 29:23) gegen den amtierenden Deutschen Meister ALBA Berlin gewonnen. Im mit 6000 Zuschauern ausverkauften Telekom Dome herrschte bereits früh in der Saison Playoff-Atmosphäre, welche die Baskets in der zweiten Hälfte zum Sieg trug. John-Michael Wright wurde mit 22 Punkten Topscorer der Partie und netzte dabei fünf Dreier ein. Alijah Comithier (18 Punkte), Marcus Foster (14) und Jeff Garrett (13) scorten ebenfalls zweistellig.
Bereits am Mittwoch (04.11. - 20 Uhr) steht das nächste Heimspiel für die Telekom Baskets Bonn an. Im 1500. Pflichtspiel der Clubgeschichte empfangen die Baskets das israelische Team Bnei Penlink Herzliya in der Basketball Champions League. Tickets gibt es noch unter www.baskets.de/tickets.
Key Facts
- Ausverkauft: 6.000 Zuschauer kamen zum 96. Duell der „Mutter aller Spiele“
- Schweigeminute: Vor dem Spiel fand eine Schweigeminute für die verstorbene Baskets-Legende Arvid Kramer statt
- Zuhause ungeschlagen: Die Baskets blieben auch im wettbewerbsübergreifend fünften Heimspiel der Saison ungeschlagen
- Dreier-Shootout: Bonn lief von außen heiß und traf 16 Dreier von 30 Versuchen (53,3 Prozent)
- Topscorer: John-Michael Wright erzielte 22 Punkte und traf fünf Dreier
Im ausverkauften Telekom Dome entwickelte sich von Beginn an ein hochklassiges Duell, in dem beide Mannschaften im Angriff treffsicher auftraten. Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Marcus Foster, Jeff Garrett und Michael Kessens. Foster und Garrett trafen früh jeweils einen Dreier, Kessens netzte zwei Freiwürfe ein und Bonn lag zunächst in Führung (8:6, 2. Minute). Anschließend spielte der amtierende Deutsche Meister seine offensive Qualität konsequent aus und setzte sich etwas ab (13:21, 7.). Die Baskets blieben jedoch in Schlagdistanz und fanden selbst immer wieder gute Abschlüsse. Nach dem ersten Viertel lagen sie knapp zurück (21:26, 10.). Bis dahin hatte Bonn vier von acht Dreiern getroffen, Berlin sogar fünf von neun.
Auch im zweiten Viertel ging der offensive Schlagabtausch mit je einem Dreier beider Teams direkt weiter. Die Baskets punkteten zuverlässig, fanden defensiv aber nur selten Zugriff auf den Berliner Angriff und gerieten erstmals zweistellig in Rückstand (28:38, 15.). Murphy brachte die Bonner Offensive ins Laufen, bediente Melvin Jostmann erfolgreich im Pick-and-Roll und anschließend Garrett aus dem Pick-and-Pop, der den nächsten Bonner Dreier versenkte. Dadurch kamen die Baskets wieder näher heran (33:38, 16.). Berlin blieb zwar bis zur Halbzeitpause vorne, doch John-Michael Wright, Patrick Heckmann und erneut Wright trafen weitere Distanzwürfe für die Baskets. Damit verkürzten die Gastgeber bis zur Halbzeit auf ein One-Possession-Game (42:45, 20.).
Nach der Pause legte Berlin zunächst fünf Punkte nach und behielt zunächst die Kontrolle (42:50, 21). Foster antwortete mit einem Dreier, sprintete anschließend sofort zurück in die Defense und schlug den Ball gerade rechtzeitig ins Aus, bevor Berlin im Schnellangriff abschließen konnte. Bonn blieb wach, verlor aber zwischenzeitlich seinen offensiven Rhythmus, sodass sich die Gäste erneut zweistellig absetzen konnten (48:58, 25.). Mit einem 8:0-Lauf kämpften sich die Baskets anschließend zurück ins Spiel (56:58, 27.). Ein Dreier von Wright und ein erfolgreicher Abschluss von Kratzer im Post brachten den Telekom Dome anschließend zum Beben (61:63, 29.). Alijah Comithier punktete ebenfalls im Post, bevor Wright drei Freiwürfe verwandelte und Bonn zum Abschluss des dritten Viertels erstmals wieder in Führung brachte (66:65, 30.).
Der Auftakt ins Schlussviertel gehörte den Baskets: Garrett traf einen Dreier, setzte kurz darauf mit einem Block ein defensives Ausrufezeichen und Foster legte den nächsten Distanztreffer nach (72:65, 32.). Berlin reagierte mit einer Auszeit, doch die Partie blieb hochklassig und umkämpft. Die Gäste fanden erneut ihren Rhythmus und übernahmen wieder die Führung (79:82, 36.). Wieder war es ein Dreier zur richtigen Zeit durch Fosterm wodurch die Baskets ausglichen. Comithier verwandelte anschließend ein And-One und Kratzer setzte mit einem starken Block in der Verteidigung ein weiteres Ausrufezeichen. So drehten die Baskets das Spiel erneut zu ihren Gunsten (87:84, 38.). Ein weiteres And-One von Comithier baute den Bonner Vorsprung aus (90:84, 38.). In den letzten Minuten verteidigten die Baskets stark und in den Schlusssekunden setzte Comithier mit einem Fastbreak-Dunking den laut umjubelten Schlusspunkt der Partie. Die Baskets gewannen das hochklassige Duell gegen den Deutschen Meister schließlich mit 95:88.
Stimmen zum Spiel
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
"Dieses Spiel war nach zwei Niederlagen in Folge sehr wichtig für uns. Zudem hatten wir es zu diesem Zeitpunkt mit einem der stärksten Gegner in Deutschland zu tun. ALBA spielt zuletzt sehr guten Basketball. Insgesamt haben beide Mannschaften den Zuschauern im Telekom Dome eine sehr gute Basketball-Partie geboten. Es war sehr umkämpft. Offensiv war es eine sehr gute Leistung von unserer Seite. Ich stimme Pedro Calles zu: Zu Beginn haben uns die erfolgreichen Abschlüsse direkt am Korb gefehlt. Unsere Zweipunktequote lag bei 33 Prozent. In der zweiten Halbzeit haben wir dann neben unserer guten Dreierquote eine bessere Balance im Angriff gefunden. Wir haben Wege gefunden, zum Korb zu ziehen und dort erfolgreich abzuschließen. Denn solche Punkte sind oft die einfachsten und können Spiele dieser Art entscheiden. Pedro hat recht: Es war eine Partie, die bis zum Schluss auf Messers Schneide stand und in beide Richtungen hätte kippen können. Wir haben nach den Fehlwürfen wichtige Defensiv-Rebounds gesichert. Das hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben, um am Ende die Freiwürfe zu verwandeln. Ich möchte unseren Spielern gratulieren und mich bei unseren Fans für die fantastische Unterstützung bedanken. Nach diesem Sieg geht es nach einer kurzen Pause direkt weiter. Wir müsen morgen bereits wieder in die Halle kommen und uns auf das nächste Spiel gegen Herzliya vorbereiten. Abschließend wünsche ich Pedro und seiner Mannschaft vor allem, dass alle gesund bleiben, und alles Gute für den weiteren Saisonverlauf.“
Pedro Calles (Headcoach ALBA Berlin):
“Glückwunsch an Bonn und Marko Stankovic zum Sieg. Es war ein Spiel mit vielen Läufen auf beiden Seiten. Leider hatte Bonn im letzten Viertel im entscheidenden Moment den richtigen Lauf. Sie haben hervorragend getroffen, wie schon während der gesamten Saison, und auch heute wieder von der Dreierlinie. Darüber hinaus waren sie mit ihren Drives zum Korb erfolgreich. Das war möglicherweise der Teil ihres Spiels, der uns am meisten Probleme bereitet hat. Trotzdem hatten wir zweimal die Möglichkeit, bei drei Punkten Rückstand mit Ballbesitz auszugleichen. Beide Würfe konnten wir leider nicht verwandeln. Am Ende lag der Rückstand bei sieben Punkten – das war zugleich Bonns größte Führung im gesamten Spiel. Wir hätten das Spiel am Ende durchaus noch einmal eng gestalten können. Doch in der letzten Minute hat Bonn die Führung verteidigt und sich schließlich den Sieg gesichert.”
Pressekonferenz
Statistiken
| PTS | 95 | 88 |
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| 2 PTS | 50% 15 / 30 | 46% 15 / 33 |
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| 3 PTS | 53% 16 / 30 | 41% 15 / 37 |
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| Freiwürfe | 77% 17 / 22 | 93% 13 / 14 |
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| Rebounds | 40 | 27 |
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| Assists | 24 | 15 |
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| Steals | 0 | 8 |
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