Baskets geben das Spiel aus der Hand

Telekom Baskets Bonn - BBC Bayreuth 70:78 (20:16, 16:15, 18:18, 16:29)

Topscorer auf Seiten der Hausherren war Jared Jordan mit 16 Punkten, für Bayreuth traf Joe Trapani (19 Punkte) am besten. Die mit zwei Siegen in die Saison gestarteten Gäste begannen die Partie bewusst kampf- und defensivbetont. Eine Gangart, die den Telekom Baskets sehr gelegen kam und die sie problemlos ebenfalls aufs Parkett brachten. Auf beiden Seiten wurden zunächst die langen Leute versucht in Szene zu setzen. Immer wieder suchte Bonn das Anspiel auf Chris Ensminger, Bayreuth hingegen ging in der ersten Ballbesitzen stets über Gary McGhee (4:5, 3. Minute). Durch diverse Offensiv-Rebounds erarbeiteten sich die Hausherren zweite Chancen, die für eine kleine Führung sorgten (8:5, 5. Minute). Da Bonn im ersten Viertel allerdings nur eine magere Ausbeute von jenseits der Dreierlinie (1/7) vorzuweisen hatte, fiel der Vorsprung weiterhin gering aus (20:16, 10. Minute). Dank David McCray, der gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts das Tempo im Spielaufbau erhöhte, legten die Baskets einen 8:2-Lauf hin (28:18, 14. Minute). Lange sah es danach aus, als ob Bonn das Momentum mit in die Pause nehmen würde, doch die Franken kamen mit einem Kraftakt zurück und verkürzten pünktlich zum Seitenwechsel (36:31, 20. Minute). Die Intensität blieb weiter hoch. Keine Mannschaft konnte sich einen nennenswerten Vorteil erspielen, jeder Korb musste hart aber ehrlich erarbeitet werden (40:38, 25. Minute). Ein Dreier des BBC-Aufbaus Nico Simon sorgte für die erste Bayreuther Führung seit der Anfangsphase (41, 42, 26. Minute), welche die Gäste jedoch schon vor Ende des Viertels wieder an Bonn abtreten mussten (54:49, 30. Minute). Ausgerechnet im finalen Durchgang schien Sand ins Baskets-Getriebe gekommen zu sein. Viele mühsam herausgespielte Würfe verfehlten ihr Ziel nur knapp, die Franken verkürzten Stück für Stück und übernahmen schleichend die Kontrolle über den Rhythmus der Partie (58:60, 36. Minute). Bonn gab nicht auf, versuchte über die Verteidigung zurück in die Begegnung zu finden, leistete sich jedoch zu viele individuelle Patzer (62:71, 39. Minute). Das Spiel schien fast verloren, als nach schnellen Körben in der Transition sowie einem umjubelten Vaden-Dreier 50 Sekunden vor Schluss ein Comeback plötzlich in Reichweite schien (69:72, 30. Minute). Die Baskets mussten taktisch foulen, um Ballbesitze zu generieren und den Druck weiter zu erhöhen. Die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt, profitierten von weiteren Bonner Fehlern und versenkten in der Crunchtime ihre fälligen Freiwürfe, was die Niederlage letztlich besiegelte. Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn): „Gratulation an Bayreuth zum Sieg. Wir haben heute in der entscheidenden Phase nicht unseren Rhythmus gefunden. Bayreuth hat auch im letzten Viertel sein Spiel konsequent durchgezogen und deswegen verdient gewonnen. Dieses verlorene Heimspiel müssen wir am Wochenende gegen Braunschweig versuchen wieder reinzuholen.“ Marco van den Berg (Trainer BBC Bayreuth): „Man kann nicht immer davon ausgehen, dass man hier in Bonn gewinnen kann. Aber man kann alles dafür tun, um sich eine Siegchance zu erarbeiten. Ich bin sehr zufrieden und auch ein wenig stolz auf meine Mannschaft, die sich hier sehr gut verkauft hat. Wir hatten es heute mit einem gut organisierten Gegner zu tun, der nie einfach zu schlagen ist.“ Telekom Baskets Bonn: McCray (7), Ensminger (8), Veikalas (4), Ewing jr. (5), Mangold (2), Thülig (0), Jordan (16/1 Dreier, 10 Assists), Weems (12/1) Vaden (12/2), Wohlfarth-Bottermann (4) BBC Bayreuth: Spöler (5), Schmidt (2), Simon (12/4), Bailey (11), Trapani (19), Zeis (0), Schmitz (5/1), Cain (8/1), Eichelsdörfer (dnp), Wyrick (5/1), McGhee (11)