Logo: Basketball Löwen Braunschweig Basketball Löwen Braunschweig
94:102
Logo: Telekom Baskets Bonn Telekom Baskets Bonn

Baskets gewinnen Offensiv-Schlacht in Braunschweig

Basketball Löwen Braunschweig – Telekom Baskets Bonn: 94:102

Das Team bedankt sich bei seinen mitgereisten Fans für die Unterstützung in Braunschweig! Foto: Daniel-Andre Reinelt

Die Telekom Baskets Bonn sind mit einem Sieg in ihren Dezember-Marathon gestartet: Im ersten von insgesamt neun Spielen in diesem Monat setzte sich die Mannschaft von Headcoach Roel Moors in einem Offensiv-Spektakel mit 102:94 (29:27; 31:28; 24:19; 18:20) gegen die Basketball Löwen Braunschweig durch. Harald Frey war dabei kaum zu stoppen: Mit 26 Punkten und sechs Assists avancierte der Norweger zum Topscorer der Partie. Thomas Kennedy (vier Punkte, vier Rebounds) erzielte seine ersten Punkte im Baskets-Trikot.

Viel Zeit, um sich über den Sieg zu freuen, bleibt nicht: Bereits am Mittwoch, dem 06.12.2023, treffen die Telekom Baskets um 17:45 Uhr in der Basketball Champions League auswärts auf Hapoel Holon. 

Key Facts

  • Knapp vorbei: Mit 26 Punkten schrammte Harald Frey um einen Punkt an seiner persönlichen easyCredit BBL-Bestleistung vorbei
  • Neue Bestleistung: Chris Sengfelders Formkurve zeigt weiter nach oben. Mit neun Rebounds erzielte der Baskets-Kapitän eine neue persöniche Bundesliga-Saisonbestleistung 
  • Höchste Führung: +14 (71:57)
  • Ausgeglichen Anfangsphase: Die Führung wechselte in der ersten Halbzeit 14 Mal, ab der 12. Minute gerieten die Baskets nicht mehr in Rückstand. 
  • Hohe Quoten: Die Telekom Baskets trafen insgesamt 56 Prozent ihrer Würfe (darunter 12/27 Dreier) 

Spielbericht

Während am Adventskranz nur das erste Licht leuchtete, brachten beide Teams im ersten Viertel die ganze Anzeigetafel zum Brennen: Bonn und Braunschweig starteten mit viel Energie und hohem Tempo ins Spiel und punkteten fast im Sekundentakt. In der Anfangsphase konnte sich Benedikt Turudic wiederholt gegen sein Ex-Club durchsetzen und markierte sechs seiner insgesamt sieben Punkte im ersten Viertel (13:10, 4. Minute). Braunschweig begann früh, mit einer Ganzfeldpresse Druck auf den Bonner Ballvortrag zu machen, was die Baskets jedoch mit schnellem Passspiel gut lösen und weiterhin hochprozentig abschließen konnten. Auch auf der Gegenseite sollte im ersten Viertel fast alles gelingen: Währen die Telekom Baskets in den ersten zehn Minuten eine starke Trefferquote von 62,5 Prozent Trefferquote vorweisen konnten, übertrafen die Hausherren dies sogar noch mit 73,3 Prozent. Thomas Kennedy sorgte für das Highlight im ersten Viertel: Von Glynn Watson Jr. in Szene gesetzt, hämmerte der Center den Ball per Alley-Oop-Dunk durch den Ring und erzielte so seine ersten Punkte im Baskets-Trikot (23:23, 8.). Je ein Dreier von Chris Sengfelder und Sam Griesel brachten den Baskets anschließen die 29:27-Führung nach zehn Minuten ein.

Auch im zweiten Viertel erinnerte das Spiel sehr an den Run-And-Gun-Basketball der Phoenix Suns in den frühen 00er Jahren: Bonn und Braunschweig schlossen meist innerhalb der ersten zehn Sekunden der Angriffszeit erfolgreich ab und trieben so den Punktestand weiter schnell in die Höhe. Angeführt von Frey, der elf Punkte im dritten Viertel erzielte, bauten die Baskets ihre 34:33-Führung schnell per 10:2-Lauf auf 44:35 aus und zwangen so Braunschweig zur Auszeit (14.). Die Löwen sammelten sich und schlugen mit einem 8:0-Lauf zurück – Auszeit Bonn (16.). Dieses Mal waren es die Spieler von Headcoach Moors, die neu eingestellt einen 7:0-Run hinlegten (43:52, 17.). Doch abschütteln ließen sich die Gastgeber nicht (58:55, 10.), ehe Glynn Watson die erste Halbzeit zum 60:55 abschloss.

Die zweite Halbzeit eröffnete Savion Flagg mit dem nächsten Alley-Oop-Dunking und leitete so spektakulär einen 6:0-Zwischenspurt ein, wodurch Bonn erstmals zweistellig in Führung ging (66:55, 22.). Kurz darauf erzielte Kirkwood die höchste Bonner Führung des Spiels (71:57, 23.). Die Baskets verteidigten nun deutlich physischer, konnten dieses Mal die Braunschweiger Comeback-Läufe unterbinden und schienen die Partie nach drei gespielten Vierteln unter Kontrolle zu haben (84:74, 30).

Im Schlussviertel konnten sich die Baskets dann auch auf ihren Kapitän verlassen: Chris Sengfelder erzielte sechs der ersten zehn Bonner Punkte im vierten Viertel (94:83, 36.). Auch Frey war wieder zur Stelle: Als Braunschweig mit einem 6:0-Lauf noch einmal auf 94:89 aufschloss, riss der Norweger das Spiel an sich. Erst schloss er per And-1 ab, zog dann das Offensiv-Foul und traf im Anschluss den Dreier zur 100:89 Vorentscheidung (39.)! Bonn gewann am Ende ungefährdet mit 102:94.

Highlights 

<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/HzSUNvmbHl0" width="640"></iframe>

Stimmen zum Spiel

Roel Moors (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Es war wie immer in Braunschweig ein schwieriges Spiel. Wir wussten, dass Braunschweig nach drei Niederlagen in Folge mit viel Energie starten würde, was auch der Fall war. Sie haben viel mehr Press-Defense gespielt als in ihren vorherigen Partien, womit wir ein paar Probleme hatten. Offensiv haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht und viele Lösungen gefunden. Defensiv hat das nicht immer gestimmt. Es war ein Spiel mit vielen Läufen, in dem wir überwiegend die Kontrolle hatten, aber Braunschweig immer wieder zurück ins Spiel haben kommen lassen. Das ist gegen ein Team, das viel Qualität besitzt, gefährlich und man bekommt am Ende Schwierigkeiten. Dennoch war es ein guter Sieg für uns.“

Jesus Ramirez (Headcoach Basketball Löwen Braunschweig):

„Ich gratuliere Bonn zum Sieg. Sie haben gezeigt, was für ein Team und was für eine Organisation sie sind: Sie sind sehr gut! Wir haben sie in vielen Momenten in schwierige Situationen gebracht. Aber wir hatten auch viele Phasen, in denen wir nicht gut genug waren. Ich habe heute aber unsere Identität gespürt, ungefähr so wie in Bamberg in der ersten Halbzeit, oder sogar besser. Wir haben in vielen Phasen gekämpft, müssen aber die Konstanz finden, um das über 40 Minuten zu tun. Allerdings war Bonn auch einfach gut. Jetzt spielen wir in zehn Tagen wieder gegen Bonn und unser Training wird dafür entscheidend sein.“

Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Flagg (13 Punkte/1 Dreier), Griesel (6/1), Watson (7), Frey (26/4), Fobbs (7/1), Pape (7/1), Kirkwood (11/1), Sengfelder (14/3, 9 Rebounds), Turudic (7), Kennedy (4)

Basketball Löwen Braunschweig:

Crockett (24), Tischer N. (8), Zlka (5), Bango (15), Fru (6), Tischler B. (10), Rorie (6), Peterka (10), Njie (6), Sylla (4)

Boxscore >>>

Statistik

PTS 94 102
2 PTS 60% 24 / 40 63% 26 / 41
3 PTS 45% 10 / 22 44% 12 / 27
Freiwürfe 76% 16 / 21 82% 14 / 17
Rebounds 33 28
Assists 24 20
Steals 5 9

TOP Player

Punkte

Harald Frey

26 Punkte
Rebounds

Christian Sengfelder

9 Rebounds
Assists

Harald Frey

6 Assists
Steals

Thomas Kennedy

2 Steals
Effektivität

Harald Frey

25 Effektivität