Baskets kassieren gegen Hamburg erste Heimniederlage

Telekom Baskets Bonn vs. Hamburg Towers - 80:92

Hamburg war zu oft einen Schritt schneller als Bonn. (Foto: Wolter)

Key Facts

  • Leerer Telekom Dome: Die Baskets mussten erstmals in der Saison auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten
  • Kurze Rotation: Neben den verletzten Saulius Kulvietis, Ralph Hounnou und Marek Mboya Kotieno mussten die Baskets aufgrund von zwei positiven Corona-Fällen auch auf Kapitän Karsten Tadda und Javontae Hawkins verzichten
  • Rutschige Hände: Bonn hatte an vielen Bällen zwar die Hände dran, gab jedoch 20 Offensivrebounds ab. Zusätzlich verursachten die Baskets 18 Turnovers, während Hamburg nur sieben Bälle verlor
  • Weniger Wurfversuche: Die Baskets kamen nur auf 59 Feld- sowie zehn Freiwürfe. Hamburg hingegen warf 74 Mal aus dem Feld und 27 Mal von der Freiwurflinie. Hamburgs Topscorer Caleb Homesley (33 Punkte) nahm alleine 26 Würfe
  • Höchster Rückstand: Zwischenzeitlich lag Bonn schon mit 21 Punkten zurück (43:64, 25. Minute), kämpfte sich nochmal auf acht Punkte (80:88, 40.) heran, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen

Spielbericht Ohne Kapitän Karsten Tadda im Aufgebot rückte Skyler Bowlin in die Anfangsformation der Baskets. Zusätzlich fingen Parker Jackson-Cartwright, Jeremy Morgan, Justin Gorham und Leon Kratzer das Spiel für Bonn an. Der Beginn, der mit hohem Tempo geführten Partie, war von einigen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. Die Gäste führten Mitte des ersten Viertels knapp (4:6, 4. Minute). In der zweiten Hälfte des ersten Spielabschnitts fielen dann die ersten Distanzwürfe durch den Korb: Während Bonn im ersten Viertel bloß zwei Dreier bei acht Versuchen traf, netzte Hamburg satte fünf von elf Dreipunktewürfe ein, wodurch die Hausherren nach zehn Minuten mit acht Punkten zurück lagen (20:28, 10.). Egal was die Baskets versuchten, um den Rückstand zu verringern, Hamburg hatte mit seiner physischen Spielweise immer eine richtige Antwort und ließ die Gastgeber nicht in ihren Rhythmus kommen (27:33, 14.). Nachdem Hamburg den achten Dreier der ersten Halbzeit traf, lag Bonn erstmals zweistellig zurück (32:42, 17.), was sich bis zur Pause nicht mehr änderte (38:52, 20.). Nach dem Seitenwechsel behielten die Gäste die Kontrolle und erhöhten ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf 21 Punkte (43:64, 25.). Nachdem dieser Abstand zunächst nicht verringert werden konnte (47:68, 27.), legten die Baskets bis kurz vor Viertelende einen 13:3-Lauf auf Parkett (60:71, 30.). Die Spieler von der Auswechselbank sorgten für Unterstützung, welche die fehlenden Fans nicht bringen konnten. Doch mit einem Dreier von Topscorer Caleb Homesley (33 Punkte) unterbrach Hamburg das Bonner Momentum noch vor dem Schlussabschnitt (60:74, 30.). Immer, wenn die Baskets die Chance hatten, die magische Zehn-Punkte-Marke zu unterschreiten, hielt Hamburg erfolgreich dagegen (70:80, 35.). Durch ein Offensiv-Foul kassierte Michael Kessens sein fünftes persönliches Foul, womit er der dritte ausgefoulte Baskets-Spieler war (73:88, 38. Minute). Mit einem 7:0-Lauf drückten die Baskets den Rückstand endlich in den einstelligen Bereich (80:88, 40.), was jedoch zu spät kam, um das Spiel noch zu drehen. Am Ende stand mit 80:92 die erste Baskets-Heimniederlage der laufenden Saison fest. Durch die 63:65-Heimniederlage des FC Bayern München gegen die NINERS Chemnitz bleiben die Baskets trotzdem weiter Tabellenführer in der Basketball Bundesliga. Statements zum Spiel Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Ich gratuliere Coach Calles und den Hamburg Towers zum Sieg. Sie waren sehr gut vorbereitet, das hat man in der ersten Halbzeit gesehen. Sie waren immer ein oder zwei Schritte schneller und wir hatten große Probleme mit unserer Verteidigung. Unsere Offensive war vielleicht nicht so schön, aber wir waren effektiv genug – wie vielleicht schon gegen Crailsheim. Die zweite Halbzeit war viel besser. Wir haben unsere Post-Defense angepasst, was uns in der ersten Halbzeit noch große Probleme verursacht hat. Wenn jemand wie Homesley dann diese Würfe trifft, ist es natürlich schwierig zu gewinnen. Aber mit einer viel besseren Defense in der zweiten Halbzeit haben wir uns eine Chance erspielt. Das Hauptproblem waren die Offensiv-Rebounds. 29 Punkte aus zweiten Chancen im Spiel waren viel zu viel. Das sollte unsere Identität sein und daher sind wir natürlich enttäuscht, wenn eine andere Mannschaft unsere Dinge besser macht als wir.“ Pedro Calles (Headcoach Hamburg Towers): „Ich möchte meiner Mannschaft zu ihrer starken Leistung und zum Kampf gratulieren, den sie trotz der Voraussetzungen gezeigt hat, mit denen wir ins Spiel gehen mussten. Ich möchte die Entschlossenheit meiner Spieler betonen, die sie vor allem in der Defensive gezeigt haben. Um ein erfolgreiches defensives System spielen zu können, müssen die Spieler mit einem hohen Level an Entschlossenheit agieren. Zudem möchte ich den Einsatz in den vielen „Fünzig-Fünzig-Situation" und die 20 Offensivrebounds hervorheben, bei denen wir uns den Ball sichern konnten.“ Punkteverteilung Telekom Baskets Bonn: Frierson (0 Punkte), Ward (10, 5 Rebounds), Gorham (10, 8 Rebounds), Kessens (17), Bowlin (3/1 Dreier, 12 Assists), Morgan (18/4), Kratzer (2), Hasbargen (8/2), Jackson-Cartwright (12/2), Falkenstein (DNP) Hamburg Towers: Brown (14 Punkte/2 Dreier), DiLeo (12/3), Homesley (33/7), Rich (0), Meisner (10/2), Christen (4/1), McCallum (2), Kotsar (3), Hinrichs (10), Edigin (4)