Baskets liefern sich intensiven Test mit Trier
Die Telekom Baskets Bonn haben am Donnerstagabend, dem 27.08.2026, ihr zweites Testspiel der Saisonvorbereitung absolviert. In einer äußerst intensiven und über weite Strecken mit hohem Tempo geführten Partie unterlag die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic den VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 94:110 (17:29, 24:19, 32:33, 21:29). Bonn trat ohne Tylan Birts (Fuß) und Kur Jongkuch an (Knie), Alijah Comithier, Grayson Murphy und Michael Kessens standen hingegen zum ersten Mal in der Pre-Season im Kader.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensiv geführte Partie. Trier suchte früh und konsequent den Abschluss von außen und kam mit schnellen Abschlüssen zu Punkten. Bonn hingegen attackierten verstärkt den Korb und hielt mit hoher Energie dagegen. Nach einem 7:8-Rückstand in der dritten Minute setzte sich Trier zunächst etwas ab und zwang die Baskets beim Stand von 9:19 in der siebten Minute zur ersten Auszeit. Marcus Foster sorgte anschließend mit einem Steal und einem And-One für wichtige Impulse. Kurz darauf traf der Guard einen Dreier und war nur wenig später erneut nah an einem Ballgewinn. Bonn agierte auf beiden Seiten des Feldes aktiv, konnte den Rückstand bis zum Ende des ersten Viertels jedoch nicht nennenswert verkürzen. Nach zehn Minuten stand es 17:29.
Im zweiten Abschnitt fanden die Baskets immer besser in die Partie. Mit einem 15:2-Lauf zum Start des zweiten Viertels drehte das Team von Headcoach Marko Stankovic das Spiel und ging in der 15. Minute mit 32:31 erstmals in Führung. Vor allem gelang es nun besser, das Trierer Transition Game zu kontrollieren und den Gegner zu schwierigeren Abschlüssen zu zwingen. Kapitän Mike Kessens ging dabei voran und steuerte während des Laufs sechs Punkte bei. Die Gladiators blieben allerdings aggressiv in der Verteidigung und machten es den Baskets schwer, ihre Offensivaktionen konsequent auszuspielen. Bonn hielt mit Energie und Einsatz dagegen: Joel Aminu setzte sich bei einem starken And-One physisch gegen die Defense durch, zur Halbzeit lagen die Baskets mit 41:48 zurück. Foster führte die Telekom Baskets zur Pause mit elf Punkten an und blieb dabei ohne Fehlwurf. Insgesamt standen die Baskets zu diesem Zeitpunkt bereits 22-mal an der Freiwurflinie, am Ende des Spiels sollten sie 32 Bonuswürfe zugesprochen bekommen.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv. Jeff Garrett und Aminu eröffneten den dritten Abschnitt mit Dreiern und brachten ihre Mannschaft wieder näher heran. Ab dem 56:60 in der 23. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wenig später waren die Baskets beim 58:60 wieder bis auf zwei Punkte dran und auch nach einem weiteren Foster-Dreier zum 64:66 weiterhin auf Tuchfühlung. Doch Trier warf weiterhin viel aus der Distanz (insgesamt 44 Dreierversuche) und traf dabei weiterhin hochprozentig. So konnten sich die Gladiators erneut absetzen. Mit 73:81 ging es in die letzten zehn Minuten.
Auch im Schlussviertel blieb die Partie umkämpft. Bonn verkürzte zwischenzeitlich auf 86:89 und hielt den Druck hoch. Trier fand jedoch erneut seine Distanzschützen und konnte sich in der Schlussphase so entscheidend absetzen. Am Ende stand eine 94:110-Niederlage im zweiten Testspiel für die Baskets.
Beste Bonner Werfer waren Joel Aminu und Jeff Garrett mit jeweils 17 Punkten. Marcus Foster steuerte 16 Zähler bei. Als Team verteilte Bonn erneut 22 Assists, acht davon kamen von Grayson Murphy.
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
“Gratulation an Trier. Sie waren heute die bessere Mannschaft. Wir sind heute zum ersten Mal mit einer etwas tieferen Rotation angetreten. Dabei war offensichtlich, dass einige Spieler, die in den vergangenen zehn Tagen keinen regelmäßigen Trainingsrhythmus hatten, noch einige Einheiten benötigen, um besser in Form zu kommen. Offensiv war unsere Leistung auf einem akzeptablen Niveau. Wir hatten viele Fastbreaks. Positiv war, dass wir erneut mehr als 20 Assists verteilt haben. Die größten Probleme hatten wir allerdings in der Defensive – und das gegen eine sehr gute Offensivmannschaft. Wir müssen defensiv deutlich besser arbeiten, wenn wir gegen Mannschaften, die auf hohem Niveau spielen, gewinnen wollen. Dennoch gibt es viele Dinge, die uns gefallen haben und die wir aus dieser Partie mitnehmen können. Als wir mit der Planung der Vorbereitungsspiele begonnen haben, war uns sofort klar, dass wir sehr früh gegen Mannschaften wie Trier spielen wollten. Trier ist sehr gut trainiert, spielt diszipliniert, strukturiert und mit einer klaren Spiel-Idee. Ihr Tempo ist sehr hoch – und das ist typisch für die meisten BBL-Mannschaften. Spieler, die daran noch nicht gewöhnt sind, müssen sich diesem Tempo anpassen. Und die Spieler, die bereits im vergangenen Jahr hier waren, müssen wieder in den Rhythmus kommen, mit diesem Tempo zu spielen. Daher war es insgesamt in vielerlei Hinsicht ein guter Test für uns.”