Baskets qualifizieren sich als erstes Team für die Playoffs

Niners Chemnitz – Telekom Baskets Bonn: 79:81

Foto: JSpictures.de - René Hudl

Bereits am Mittwoch, dem 29.03.2023, sind die Telekom Baskets Bonn zurück im Telekom Dome. Dann empfangen sie um 19 Uhr die MHP Riesen Ludwigsburg auf dem #HEARTBERG. Tickets >>

Key facts:

  • Quoten: Bonn traf zwar nur 5/24 Dreierversuche (21 Prozent) und 12/24 Freiwürfe (50 Prozent), kompensierte dies jedoch mit einer Zweierquote von starken 69,2 Prozent (27/39)
  • Minutenverteilung: TJ Shorts II stand mit 31:05 Minuten am längsten auf dem Feld, alle weiteren Einsatzzeiten verteilten sich gleichmäßig zwischen 2:40 Minuten und 24:10 Minuten.
  • Just in time: TJ Shorts II erzielte acht seiner 23 Punkte im Schlussviertel
  • Verletzungsupdate: Collin Malcolm kehrte in den Kader zurück, Jeremy Morgan (Nackenverletzung) und Tyson Ward (Fußverletzung) pausierten weiterhin
  • Siegesserie: Bonn ist in der easyCredit BBL seit neun Spielen ungeschlagen, wettbewerbsübergreifend haben die Baskets nun 15 Spiele in Folge gewonnen

Spielbericht 

Lange sprach wenig für die Baskets, die mit einer Starting-Five aus TJ Shorts II, Karsten Tadda, Javontae Hawkins, Finn Delany und Leon Kratzer ins Spiel starteten. Nach dem Auswärtsspiel in Istanbul und der langen Busfahrt nach Chemnitz wirkte das Team von Headcoach Tuomas Iisalo nicht so energisch wie gewohnt. Ganz im Gegenteil die Gastgeber: Chemnitz spielte von der ersten Minute an entschlossenen, physischen Basketball, der Bonn sowohl in der Defense als auch Offense unter Druck setzte. Die Baskets lagen schnell mit 0:7 (3. Minute) zurück, ehe Shorts II die ersten Punkte für sein Team erzielen konnte. Der erhoffte Aufschwung blieb jedoch aus, sodass sich Coach Iisalo kurz darauf zur ersten Auszeit gezwungen sah (2:10, 4.). Die Wirkung verpuffte, stattdessen wuchs der Rückstand auf 11:20 (8.). Chemnitz war oft einen Schritt zu schnell und traf im ersten Viertel gleich vier Dreipunktewürfe. Immerhin: Mit einem 5:1-Lauf zum Ende des 1. Viertels kämpften sich die Baskets auf 20:24 (10.) heran.

Auch im zweiten Viertel sollte sich das Blatt vorerst nicht wenden. Stattdessen gingen die Gastgeber erstmals zweistellig in Führung (22:35, 14.). Chemnitz hatte das zweite Viertel mit einem 11:2-Lauf begonnen und kontrollierte das Spiel auf beiden Seiten des Feldes. Der Bonner Rückstand wuchs weiter: In der 16. und 17. Minuten lagen die Baskets jeweils mit 17 Punkten zurück (25:42, 17.), die Messe Chemnitz tobte. Bonn ackerte weiter am Brett und versuchte, über Rebounds und Punkte in der Zone endlich Zugriff aufs Spiel zu finden. Auch in der Verteidigung packten sie nun entschlossener zu. Mit einem 15:2-Lauf schlossen sie innerhalb von drei Minuten auf 42:46 (20.) auf und lagen nach der ersten Halbzeit nur noch mit vier Punkten zurück.

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst danach aus, als hätten die Telekom Baskets ihre anfänglichen Probleme lösen können: Kratzer glich das Spiel zum ersten Mal aus (46:46, 22.). Gleich sechs Punkte in Folge erzielte der 2,11 Meter-Center zum Start des dritten Viertels. Auch wenn die Baskets weiterhin von der Dreier- und Freiwurflinie wenig trafen, entwickelte sich nun ein Duell auf Augenhöhe (54:54, 24.). Chemnitz zog erneut mit einem 8:0-Lauf davon (54:62, 28.), Bonn antwortete mit einem 5:0-Lauf (59:62, 29.). Der Rückstand nach 30 Minuten wäre auch bei drei Punkten geblieben, hätte nicht Chemnitz‘ Wes Clark mit einem wilden Buzzer-Beater-Dreier das Viertel beendet (64:70, 30.).

Selbst im Schlussviertel sah es lange danach aus, dass Bonns Siegesserie nach 14 Erfolgen reißen würde. Bereits in der 33. Minute hatten die Baskets fünf Teamfouls auf dem Konto und lagen mit 66:73 zurück. Dann der Sprung in die Schlussphase: In der 35. Minute glichen die Baskets zum 73:73 aus, verwarfen jedoch anschließend mehrfach ihre Chancen, zum ersten Mal in Führung zu gehen. Das übernahm dann TJ Shorts II: Zuerst glich der Aufbauspieler zum 77:77 (39.) aus und erzielte 60 Sekunden vor Spielende sogar die erste Bonner Führung des Spiels (79:77, 39.). Auf der Gegenseite glich Chemnitz 42 Sekunden vor Schluss aus (79:79, 40.). Shorts II schulterte erneut die Verantwortung und erzielte 19 Sekunden vor dem Ende der Partie den Siegtreffer zum 81:79 (40.) über die ausgestreckten Arme seines Gegenspielers Kevin Yebo. Chemnitz‘ Nelson Weidemann hatte zwar 1,3 Sekunden vor Spielende noch die Chance auf den Ausgleich, sein Dreier verfehlte den Bonner Korb jedoch deutlich.

Stimmen zum Spiel 

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Chemnitz hat heute super gespielt. Sie haben alles gegeben und hatten einen Blitzstart. Wir waren nicht einen, sondern zwei Schritte in der Verteidigung zu spät. Sie hatten einen klaren Plan, den sie sehr gut ausgeführt haben, und haben uns anfangs vor große Probleme gestellt. Wir haben dann immer besser ins Spiel gefunden. Ich freue mich besonders über unsere Verteidigungs-Leistung im vierten Viertel, in dem Chemnitz nur neun Punkte erzielt hat. Natürlich spielen in einem so engen Spiel wie heute die Freiwürfe eine Rolle. Daher freue ich mich, dass wir trotz einer 50-prozentigen Freiwurfquote und vielen Fehlern in der Defense gewonnen haben. Das sagt viel über die Qualität unserer Mannschaft und die Leidenschaft sowie Einsatzbereitschaft unserer Spieler aus. Am Ende hatten wir mit TJ Shorts II noch ein Ass im Ärmel. Er war der Wahnsinn in den letzten Minuten und hat alles getroffen. Für jeden anderen Spieler wären das sehr schwierige Würfe gewesen, aber für ihn war es business as usual. Außerdem möchte ich noch einmal betonen, wie begeistert ich von der Chemnitzer Spielweise bin. Nicht nur heute, sondern seit 2016 spielen die NINERS unter Rodrigo Pastore sehr schönen Basketball und es ist immer eine Lehrstunde, gegen sie anzutreten, was uns aber sicherlich stärker für den Endspurt dieser Saison machen wird. Für uns ändert sich nicht wirklich etwas dadurch, dass wir die Playoffs zehn Spiele vor dem Ende der Hauptrunde erreicht haben. Wir kämpfen weiterhin um den ersten Platz und in dieser Hinsicht war der Sieg extrem wichtig!"

Rodrigo Pastore (Headcoach Niners Chemnitz):

„Ich gratuliere Bonn zu diesem Sieg und vor allem Tuomas zu all dem, was er in den letzten Jahren in Bonn und zuvor in Crailsheim aufgebaut hat. Wir sind stolz, so ein starkes Team wie Bonn in unserer Liga zu haben, das Deutschland auch international herausragend vertritt und wünschen den Baskets alles Gute für die Champions League. Außerdem möchte ich mich bei unseren Sponsoren bedanken. Wir hatten am Donnerstag mit der ‚Crunchtime Conference‘ unser großes Sponsorenevent, wo uns trotz der aktuell sportlich schwierigen Situation all unsere Partner den Rücken stärkten und viel Mut zusprachen. Das hat sehr geholfen und sich in der heutigen Leistung des Teams wiedergespiegelt. Ich habe wieder ein NINERS-Team auf dem Feld gesehen, das unsere Identität zeigte. Großartiger Kampf von der ersten bis zur letzten Sekunde. Natürlich haben wir auch einige Fehler gemacht, gerade im Schlussabschnitt, aber die Jungs können heute mit erhobenem Haupt vom Feld gehen. Sie haben Charakter bewiesen und so möchten wir die nächsten Wochen weitermachen. Abschließend noch ein riesiges Dankeschön an unsere Fans für die großartige Unterstützung heute und ich hoffe, wir können es bald mit Siegen zurückzahlen.“

Highlights

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Punkteverteilung 

Telekom Baskets Bonn

Shorts II (23 Punkte), Ensminger (2), Kessens (3), Herrera (12/2 Dreier), Tadda (8/2), Malcolm (6), Hawkins (7/1), Kratzer (10), Williams (4), Delany (6)

Niners Chemnitz

Weidemann (6), Uguak (6), Osborne (10), George (8), Clark (16), Velicka (7), Susinskas (10), Lockhart (4), Yebo (12)

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Mittwoch, 29. März 2023 - 19:00 Uhr - easyCredit BBL
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Samstag, 01. April 2023 - 18:00 Uhr - easyCredit BBL
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Mittwoch, 05. April 2023 - 20:00 Uhr - Basketball Champions League - Viertelfinale
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