Baskets scheiden aus! Knappe Niederlage in Ungarn

Szolnoki Olaj - Telekom Baskets Bonn 96:94 (25:28, 19:22, 28:15, 24:29)

Nur ein Sieg in Ungarn hätte ein direktes Weiterkommen in das Viertelfinale der FIBA EuroChallenge garantiert. Da im zweiten Gruppenspiel Elan Chalon im belgischen Aalst verlor, haben nun alle vier Teams der Gruppe J drei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto. Der Punkte-Quotient entscheidet und hier haben die Telekom Baskets nach Chalon und Szolnok nur die drittbesten Karten. Bonn ist damit aus dem Europapokal ausgeschieden. Zum besten Werfer der Baskets avancierte Zvonko Buljan mit 26 Punkten, gleich vier weitere Bonner Akteure kamen ebenfalls auf eine zweistellige Ausbeute. Bei Szolnok kam Hristo Nikolov auf 21 Zähler, dicht gefolgt von Akos Horvath (19) und Obie Trotter (18). Die Gäste aus dem Rheinland wussten um die Offensivqualitäten des ungarischen Meisters im Hexenkessel von Szolnok und hielten in der Ferne ab der ersten Minute mit viel Mut und hoher Intensität dagegen. Zwar hingen sich Ensminger und Co. in der Verteidigung bravourös rein, doch Szolnok bewies ein ums andere Mal seine Klasse und kam dennoch zu erfolgreichen Abschlüssen. Auf Bonner Seite zeichneten in der Anfangsphase vor allem Simonas Serapinas und Chris Ensminger dafür verantwortlich, dass die Baskets meist einen kleinen Vorsprung für sich beanspruchen konnten (7:11, 4. Minute). Nach acht Olaj-Zählern in Serie sorgte Jared Jordan mit einem Dreier für Entlastung (15:14, 7. Minute). Von ihrem Aufbauspieler inspiriert, zog der komplette Baskets-Trupp gemeinsam am offensiven Strang und übernahm die Kontrolle über das Geschehen (31:35, 15. Minute). Auch wenn Szolnok sich mit einem weiteren Lauf die Führung zurückerkämpfte, legte Bonn kurz vor der Pause ebenfalls einen Run hin und nahm das Momentum mit in die Kabine (44:50, 20. Minute). Nach dem Seitenwechsel war es zunächst an den Gastgebern, den Rückstand zu verringern, ehe der bis dahin punktlos gebliebene Benas Veikalas gleich doppelt zuschlug (48:54, 22. Minute). Ein 15:2-Lauf des ungarischen Meisters und Pokalsiegers sorgte vor ausverkauftem Haus dazu, dass Bonn sich unverhofft schnell in der Rolle des Verfolgers wieder fand (66:61, 29. Minute). Szolnok nahm weiter Fahrt auf und baute den Vorsprung in den zweistelligen Bereich aus (81:70, 34. Minute). Angeführt vom aufgetauten Benas Veikalas schwang sich Bonn zu einem Comeback auf, das zunächst nur durch eine Auszeit der Hausherren gestoppt werden konnte (83:80, 37. Minute). In der Schlussphase mussten die Baskets ohne Jared Jordan auskommen, der nach nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler am Knie behandelt werden musste. Als Ballverteiler sprangen Veikalas sowie Talor Battle ein, und auch ohne ihren etatmäßigen Regisseur auf dem Feld blieb Bonn auf Schlagdistanz. Sechs Sekunden vor Spielende hatte Battle an der Freiwurflinie den Ausgleich auf der Hand, traf jedoch nur den zweiten Bonuswurf (95:94). Im Gegenzug versenkte nach einem schnellen taktischen Bonner Foul Olaj-Forward Julien Mills ebenfalls nur einen Freiwurf zum 96:94, was den Baskets noch einen finalen Angriff gab - der Dreierversuch von Benas Veikalas schaute schon durch den Ring, sprang dann aber doch wieder hinaus. In den zuvor absolvierten Auswärtsspielen auf internationalem Parkett legten die Telekom Baskets Bonn bis dato durchschnittlich 76,2 Punkte auf. Die 94 Zähler gegen Szolnoki Olaj egalisierten den in der ersten Gruppenphase gegen Türk Telekom Ankara erzielten Weg. Telekom Baskets Bonn: Serapinas (16/2 Dreier), Ensminger (12, 7 Rebounds), Veikalas (12/2, 7 Assists), Buljan (26/1), Mangold (0), Thülig (0), Jordan (8/2), Hain (0), Gaffney (8, 7 Rebounds), Battle (12/2, 8 Assists), Wohlfarth-Bottermann (0) Szolnoki Olaj: Horvath (19/3), Grebenár (2). Soós (0), Fodor (0), Gay (11/3), Nikolov (21/1), Trotter (18/1), Mills (13), Gaál (0), Badar (4), Trepak (8/2)