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Baskets verlieren gegen Berlin an der Freiwurflinie

Telekom Baskets Bonn vs. ALBA Berlin: 87:95

Foto: Jörn Wolter

DIe Telekom Baskets Bonn haben das letzte Hinrundenspiel in der easyCredit Basketball Bundesliga gegen ALBA Berlin mit 87:95 (30:25, 14:19, 23:27, 20:24) verloren. Von der Freiwurflinie trafen die Baskets nur 21 ihrer 35 Wurfversuche (60 Prozent) und verschenkten so zu viele einfache Punkte. Thomas Kennedy wurde mit 19 Punkten Bonner Topscorer, insgesamt scorten fünf Bonner zweistellig.

Bereits am Dienstag (23.01. - 20 Uhr) geht es für die Baskets weiter. Zum Auftakt in die "Round of 16" der Basketball Champions League empfangen sie Galatasaray Istanbul im Telekom Dome.

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Key Facts

  • Vergebene Chancen: Bonn traf nur 21/35 Freiwürfen (60 Prozent). Auch die Wurfquote aus dem Zweierbereich (21/40, 53 Prozent) war zu schwach. So konnten auch die 19 Bonner Offensvrebounds nicht gut genug ausgenutzt werden
  • Kaderupdate: Bonn musste ohne Till Pape, Benedikt Turudic und Flo Koch auskommen
  • Topscorer: Thomas Kennedy wurde mit 19 Punkten zum zweiten Mal in Folge Baskets-Topscorer
  • Höchste Führung: +12 (27:15, 8. Minute)
  • Ausverkauft: Zum achten Mal in dieser Saison war der Telekom Dome restlos ausverkauft
  • Auf Messers Schneide: In der Partie gab es 15 Führungswechsel und zehn Mal stand es Unentschieden

Spielbericht

Die Baskets starteten mit Glynn Watson, Noah Kirkwood, Sam Griesel, Chris Sengfelder und Thomas Kennedy in die 87. Auflage der „Mutter aller Spiele“. Beide Mannschaften begegneten sich von Beginn an auf Augenhöhe, wobei die Gäste nach den ersten Punkten von Rückkehrer Martin Hermannsson knapp führten (7:8, 4. Minute). Dann netzten die Baskets innerhalb kurzer Zeit drei Dreier ein und legten einen 11:3-Lauf auf das Parkett. Sowohl Kirkwood, als auch Sengfelder und der eingewechselte Brian Fobbs trafen von der linken Seite und der ausverkaufte Telekom Dome bebte (18:11, 6.). Durch einen weiteren Dreier, diesmal von Harald Frey, führten die Baskets sogar erstmals zweistellig (23:13, 7.). Mit zwei getroffenen Freiwürfen markierte Frey zudem wenig später die höchste Führung der Baskets im gesamten Spiel (27:15, 8.). Mit einem 10:3-Lauf inklusive zwei erfolgreicher Distanzwürfe konnte das Euroleague-Team aus Berlin den Rückstand aber noch vor Ende des ersten Viertels deutlich reduzieren (30:25, 10.).

Im zweiten Viertel war der Korb für die Hausherren dann plötzlich wie vernagelt. Nur drei Punkte gelangen in den ersten fünf Minuten, während Berlin mit weiteren 13 Zählern die Kontrolle übernahm (33:38, 15.). Besonders ärgerlich waren die bereits in der ersten Hälfte vergebenen neun Freiwürfe (12/21, 57 Prozent). Trotzdem erkämpften sich die Gastgeber mit sieben Punkten in Serie wieder die Führung, weil sie stark verteidigten (40:38, 18.). Weltmeister Johannes Thiemann drehte die Partie nochmal kurzzeitig mit einem And-1, bevor Watson mit einem Mitteldistanzwurf mit Ablauf der Halbzeitsirene den Ausgleich herstellte (44:44, 20.).

Kirkwood, der in der ersten Halbzeit nach einem Schlag auf den Kopf in der Kabine behandelt werden musste, kam zurück auf das Parkett und netzte prompt einen Dreier ein (47:44, 21.). Im nächsten Angriff spielte Kennedy nach zweifachem Bonner Offensivrebound einen schönen Pass über den 2,21 Meter großen Khalifa Koumadje unter den Korb zu Kapitän Sengfelder, der die Baskets-Führung mit einem Korbleger behauptete (49:46, 22.). Allgemein bewegten die Hausherren in dieser Phase den Ball wieder gut und schnell und zogen in nur zwei Spielminuten drei Fouls (51:49, 22.). Berlins Matt Thomas traf auf der Gegenseite drei Dreier in kurzer Zeit und sorgte so für den nächsten Führungswechsel (57:58, 26.). Frey und Watson drehten die Partie nochmal kurz, bevor die Gäste mit einem 13:4-Lauf das Spiel wieder an sich rissen. Mit vier Punkten Rückstand für die Baskets ging es ins Schlussviertel (67:71, 30.).

Die Gäste ließen sich die Führung im letzten Viertel nicht mehr nehmen, obwohl die Partie lange Zeit eng umkämpft blieb. Watson traf seinen ersten und einzigen Dreier des Spiels und verkürzte den Rückstand auf zwei Zähler (72:74, 33.). Berlin behielt dennoch die Oberhand und sorgte mit einem weiteren Thomas-Dreier beinahe für die vorzeitige Entscheidung (74:81, 36.). Besonders bitter: Der offene Berliner Dreier kam zustande, nachdem Frey unglücklich von Thiemann mit dem Arm am Kopf getroffen wurde, dies aber leider kein Foul der Gäste nach sich zog, selbst als die Unparteiischen sich die Situation aufgrund der Coaches Challenge nochmal angeschaut hatten. Die Baskets kämpften weiter und Frey traf einen Dreier, der den Telekom Dome erneut zum beben brachte (79:81, 37.). In der Schlussphase ließen die Hausherren dann weitere zwei Freiwürfe liegen, während Berlin die letzten Angriffe geduldig ausspielte. Sengfelder traf nochmal einen Dreier zum 87:95-Endstand, das Spiel konnte zu dem Zeitpunkt aber nicht mehr gedreht werden.

Statements zum Spiel

Israel Gonzalez (Headcoach Alba Berlin):

„Ich gratuliere meinen Spielern zum Sieg. Ich bin sehr froh, dass wir heute hier in Bonn gewinnen konnten, da die Baskets ein sehr gutes Team und sehr gut trainiert sind. Sie haben die Saison mit einer komplett neuen Mannschaft begonnen und man sieht, dass sie sich von Spiel zu Spiel verbessern. Bonn hatte heute auch ein paar [Verletzungs-] Probleme auf der Position vier und fünf, waren aber in der Lage, bis zum Schluss dagegenzuhalten. Unser Sieg war sehr wichtig für die Moral unserer Mannschaft!“

Roel Moors (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Ich gratuliere Berlin zum Sieg. Um gegen Mannschaften mit solch einer Qualität gewinnen zu können, muss alles bis aufs letzte Detail funktionieren. Das war heute nicht der Fall, wenn man sich unsere Freiwurf- und Zweierquote anschaut. Wir holen zwar 19 Offensiv-Rebounds, was sehr gut ist, aber erzielen daraus 17 Punkte. Berlin erzielt dagegen aus 11 Offensiv-Rebounds 19 Punkte. Auch defensiv waren es zu viele Fehler. Wie Coach Israel Gonzalez bereits gesagt hat: Wir waren bis zum Ende im Spiel, aber das reicht nicht gegen Teams, die diese Qualität besitzen.“

Pressekonferenz

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Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn: Flagg (4 Punkte, 6 Rebounds), Griesel (4, 5 Rebounds), Watson (15/1 Dreier, 5 Rebounds), Frey (16/2), Fobbs (5/1), Kirkwood (10/2, 5 Assists), Sengfelder (14/2, 5 Rebounds), Kennedy (19, 5 Rebounds), Blunt (DNP), Bulic (DNP)

ALBA Berlin: Brown (19), Procida (2), Spagnolo (7), Wetzell (22), Delow (0), Mattisseck (0), Schneider (6), Thomas (17), Hermannsson (9), Koumadje (4), Thiemann (9), Nikic (DNP)

Statistik

PTS 87 95
2 PTS 53% 21 / 40 66% 21 / 32
3 PTS 36% 8 / 22 37% 10 / 27
Freiwürfe 60% 21 / 35 92% 23 / 25
Rebounds 36 30
Assists 21 22
Steals 5 8

TOP Player

Punkte

Thomas Kennedy

19 Punkte
Rebounds

Savion Flagg

6 Rebounds
Assists

Noah Kirkwood

5 Assists
Steals

Noah Kirkwood

1 Steals
Effektivität

Thomas Kennedy

19 Effektivität