Derby gegen Trier: Baskets kämpfen ums Heimrecht im Viertelfinale!
Erstes Heimderby gegen Trier seit über elf Jahren
Zum letzten Hauptrunden-Heimspiel der easyCredit Basketball Bundesliga empfangen die Telekom Baskets Bonn am morgigen Freitag, dem 08.05.2026, die VET-CONCEPT Gladiators Trier auf dem #HEARTBERG. Mit einem Sieg würden sich die Baskets das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale sichern. Spielbeginn ist um 20 Uhr. Telekom Dome und Abendkassen öffnen bereits um 18 Uhr. Dyn überträgt die Partie des 33. Spieltags live. Die Deutsche Telekom ist Heimspiel-Presenter.
Rechenspiele vor den Playoffs
Unabhängig vom morgigen Spieltag könnte sich bereits heute Abend entscheiden, ob die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic mit Heimrecht ins Viertelfinale startet. Sollte Würzburg (aktuell Tabellenfünfter mit 18 Siegen und 14 Niederlagen) in Hamburg verlieren (Spielbeginn 20 Uhr), könnten die Telekom Baskets nicht mehr vom vierten Platz verdrängt werden.
Blindenreportage im Telekom Dome
Beim easyCredit Basketball Bundesliga-Heimspiel gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier wird erstmals eine Blindenreportage im Telekom Dome angeboten. So soll auch blinden und sehbehinderten Fans ein intensives Live-Erlebnis geboten und so die Faszination Basketball für alle Menschen erlebbar gemacht werden. Für den morgigen ersten Test haben sich auf Anhieb sechs Fans gemeldet, die mit ihren Begleitpersonen das Angebot der Blindenreportage nutzen werden.
Vorbericht
Die VET-CONCEPT Gladiators Trier sind eine der Überraschungsmannschaften der Spielzeit 2025/2026. Der Aufsteiger sorgte schon zu Saisonbeginn für Furore. Dank des eingespielten Mannschaftskerns von zehn Spielern aus dem Aufstiegskader stand Trier im November 2025 nach sieben Spieltagen sogar an der Tabellenspitze der easyCredit Basketball Bundesliga! Zwar ist die Mannschaft des in Bonn geborenen Cheftrainers Jacques Schneider zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison mittlerweile auf den neunten Tabellenplatz zurückgefallen, doch das schmälert nicht die Trierer Erfolgsstory. "Vor uns liegt das Saisonfinale und wir befinden uns als Aufsteiger mitten im Kampf um die Postseason. In der bisherigen Saison konnten wir als Team alle Erwartungen übertreffen und werden unabhängig vom Ausgang stolz und mit Euphorie für die Zukunft auf das Erreichte zurückschauen. Wir sind hungrig auf ein geiles Derby in Bonn", verkündete Headcoach Schneider vergangene Woche. Hungrig ist Trier besonders auf Punkte. Mit 91,0 Zählern pro Partie führt der Aufsteiger die Liga in der Offensive nach wie vor an! Einer der Hauptfaktoren für den starken Trierer Angriff ist Aufbauspieler Jordan Roland, der mit 18,0 Punkten pro Partie der drittbeste Scorer der gesamten Liga ist und kürzlich zum "Offensive Player of the Year" in der Bundesliga gewählt wurde.
Seitdem 1985 die Playoffs mit Viertel-, Halb- und Finalserien eingeführt wurden, gelang bisher 14 Teams nach dem sportlichen Aufstieg der Sprung in die Postseason. Auch Trier schaffte dies schon einmal: 1991 wurde der TV Germania Trier beim erstmaligen Aufstieg Vierter der Gruppe Süd und traf im Viertelfinale auf Leverkusen. Der einzige sportliche Aufsteiger der 60-jährigen Bundesliga-Geschichte, der in seiner ersten BBL-Saison sogar direkt ins Finale vorgedrungen ist, waren die Telekom Baskets Bonn. Am Ende der Saison 1996/1997 feierten die Baskets ihre erste deutsche Vizemeisterschaft.
Baskets-Sportdirektor Savo Milovic erwartet einen großen Kampf: „Es ist ein enorm wichtiges Spiel in der entscheidenden Endphase der Hauptrunde. Beide Teams haben noch viel zu erreichen: Wir kämpfen um das Heimrecht in den Playoffs, Trier um den Playoff-Einzug. Gleichzeitig ist es nach langer Zeit wieder ein Derby in Bonn – ein besonderes Spiel. Außerdem haben wir gegen Trier noch ein, zwei offene Rechnungen, deshalb braucht es bei unseren Jungs keine zusätzliche Motivationsrede. Ich glaube, die Motivation bringen sie von ganz allein mit.“ Bonn und Trier trafen in dieser Saison schon in zwei Pflichtspielen aufeinander. Sowohl im Pokal-Modus als auch in der Bundesligahinrunde setzten sich jedoch die Gladiators durch. "Sie waren in dieser Saisonphase deutlich eingespielter als wir. Zudem spielt Trier extrem schnell und mit enorm viel Intensität. Das muss man erstmal selbst erlebt haben, um wirklich zu verstehen, was das bedeutet. Es reicht nicht, das nur im Video zu sehen oder von den Coaches erklärt zu bekommen. Das muss man am eigenen Leib spüren, um zu wissen, wie man sie stoppen kann. Am Ende ist es aber eigentlich ganz simpel: Wir dürfen Trier nicht ins Laufen kommen lassen, um das Spiel gewinnen zu können.“
Aus Trier haben sich zudem über 500 Gladiators-Fans auf den Weg gemacht, um ihre Mannschaft im Telekom Dome zu unterstützen. Auf den Rängen wird es daher zum akustischen Kräftemessen beider Fanlager kommen.
Als “STEEEEEEEEEEVE” Trier abschoss
Elf lange Jahre ist es nun her, seitdem die Telekom Baskets Bonn das letzte Mal Trier zum Derby im Telekom Dome empfingen. Am 22. November 2014 setzte sich das Bonner Team, damals trainiert von Mathias Fischer, mit 88:71 durch. Dabei avancierte ein Mann zum Matchwinner, der in einer mit Baskets-Größen gespickten Mannschaft wie Benas Veikalas, Florian Koch, Eugene Lawrence oder Andrej Mangold sonst nur im zweiten Atemzug genannt wurde. Steve Wachalski spielte von 2013 bis 2015 für die Baskets, kam hauptsächlich von der Bank ins Spiel, erspielte sich jedoch durch seinen starken Distanzwurf schnell den Ruf als Joker. Auch bei den Baskets-Fans hatte er einen Stein im Brett: Wann immer der drahtige 2,03 Meter große Flügelspieler zum Dreier ansetzte, schallte ein langgezogenes „STEEEEEEVE“ durch den Dome. Und an jenem 22. November wurde Wachalskis Vorname ziemlich oft gerufen – um genau zu sein acht Mal!
„Steve lässts krachen“ titelte damals der Bonner General-Anzeiger, und schrieb weiter: „Die Fans lagen ihm zu Füßen, baten ihn auf der Ehrenrunde um ein gemeinsames Selfie, und Mitspieler Florian Koch putzte ihm sogar die Schuhe: Steve Wachalski war am Samstag im Telekom Dome allein das Eintrittsgeld wert.“ Wachalski stellte mit acht Dreiern in gerade einmal 15 Minuten einen neuen Karrierebestwert auf (Highlights), erzielte insgesamt 26 Punkte und führte die Baskets so zum Heim-Derbysieg gegen Trier – dem letzten seit über elf Jahren.
Baskets-Shuttle
Auch in dieser Saison bieten die Telekom Baskets Bonn zusammen mit Univers Reisen ihren Fans einen kostenlosen Shuttle-Service an. Die Baskets-Shuttlebusse fahren kostenlos und nonstop vom Bonner Hauptbahnhof und vom Park&Ride-Parkplatz unter der Bonner Nordbrücke (Graurheindorf) direkt zum Telekom Dome und wieder zurück. Das Angebot gilt bei allen Pflichtheimspielen der Baskets.
Achtung: Die Abfahrtfahrtzeiten wurden in dieser Saison angepasst! So fahren die Shuttlebusse vom Hauptbahnhof neuerdings früher ab, damit auch Fans mit Stehplatzkarten pünktlich zur Hallenöffnung vor Ort sind.
Live bei Dyn
Das Spiel wird live ab 19:45 Uhr auf Dyn übertragen und von Johannes Hülstrung kommentiert.