Letztes Saisonspiel: Bleibt die Heimweste weiß?

Telekom Baskets empfangen ratiopharm Ulm // Freigabe für Jeremy Morgan

Karsten Tadda trifft auf seinen Ex-Club Ulm. )Foto Langer)

Die Baskets haben die Chance, die Saison mit 32 Siegen aus 34 Spielen zu beenden und somit den 12 Jahre alten Rekord von Bamberg einzustellen, die 2010/2011 ebenfalls 32 aus 34 Partien gewannen. Auch Ulm schloss 2016/2017 die Saison mit nur zwei Niederlagen ab – allerdings aus 32 Spielen. Denn durch die Insolvenz von Phoenix Hagen wurden in dieser Saison alle Spiele mit Hagener Beteiligung annulliert. Der gemeinsame Nenner aller drei Teams? Karsten Tadda! Der Baskets-Kapitän war (bzw. ist) bei allen drei Station Teil des Erfolges, betrachtet solche Statistiken jedoch gewohnt nüchtern:

„Wir haben da vorab nicht wirklich drüber geredet. Wir gehen das Spiel an wie jedes andere auch. Wir wollen die Saison ohne Heimniederlage beenden, das ist unser Wunsch, und dann mit einem guten Gefühl nach Malaga reisen.“

Auch wenn das letzte easyCredit BBL-Spiel der Saison für die Baskets keinen großen sportlichen Wert mehr hat (Bonn hat die Tabellenführung bereits sicher), werde es kein lockeres Ausschwimmen geben, verspricht Tadda: „Das ist bei uns gar kein Thema. Wie Coach Iisalo immer sagt: Gewinnen ist eine Angewohnheit und Verlieren auch. Wir nehmen Ulm nicht auf die leichte Schulter und betrachten das Spiel auch als Vorbereitung für unser BCL-Halbfinale gegen Malaga.“

Ein weiterer Meilenstein könnte am Sonntag erreicht werden: Mit einem Sieg gegen Ulm bliebe die Bonner Heimweste in der Bundesliga schneeweiß: 17 Spiele, 17 Siege! Bis jetzt gelang dies nur Ludwigsburg (2020/2021), Bayern (2018/2019) und Bamberg – den allerdings gleich vier Mal: 2010/2011, 2011/2012, 2014/2015, 2015/2016.

Freigabe für Jeremy Morgan

132 Tage sind eine lange Zeit. 132 Tage lang seiner Passion nicht nachgehen zu können erst recht. Jeremy Morgan verletzte sich am 26. Dezember 2022 derart schwer am Nacken, dass er in den folgenden fünf Monaten zum Zusehen verdammt war. Bis dahin war der Bonner Co-Captain auf dem besten Wege, eine MVP-Saison zu spielen: In 11 Spiele erzielte er im Schnitt 16,2 Punkte, traf 64,5 Prozent seiner Zweier, 44,9 Prozent seiner Dreier und 95,7 Prozent seiner Freiwürfe. Dazu sammelte er 4,6 Rebounds, erzielte 2,1 Assists und 1,3 Steals. Nun hat Morgan die medizinische Freigabe erteilt bekommen, wieder am Spielgeschehen teilnehmen zu können.

Ob er gleich gegen Ulm von Tuomas Iisalo ins Rennen geschickt wird, steht indes noch nicht fest: „Ich bin aufgeregt und freue mich natürlich, wenn ich wieder zum Einsatz kommen könnte. Ich musste noch nie so lange in meiner Karriere pausieren. Wenn ich die Chance bekomme, versuche ich natürlich alles zu geben, was möglich ist“, sagt Morgan.

Auch Captain Tadda freut sich für seinen Mitspieler: „Dass er nach seiner Verletzung, die es nicht alle Tage gibt, relativ schnell wieder das grüne Licht der medizinischen Abteilung bekommen hat, freut mich wirklich sehr für ihn. Es gibt ihm auch ein richtig gutes Gefühl, wieder ein vollständiger Teil des Teams zu sein und nicht nur von außen zugucken zu müssen. Über einen so langen Zeitraum pausieren zu müssen, ist für einen Sportler nicht schön. Aber er hat immer probiert, uns bestmöglich zu unterstützen – in der Kabine oder von der Bank aus. Das zeichnet ihn auch als Co-Captain aus.“

„Ich habe vielleicht etwas Rost angesetzt“, scherzt Morgan, „aber ich denke, das ist normal nach einer langen Pause.“ Der Übergang vom Spieler zu passivem Begleiter sei ihm anfangs schwergefallen, gibt „J-Mo“ zu: „In der ersten Wochen konnte ich ja kaum etwas machen und saß nur zuhause rum. Sobald aber feststand, dass ich wieder mehr in den Teamprozess einbezogen werden würde, war dies meine neue Aufgabe und Rolle. Ich habe immer irgendwie versucht, dem Team zu helfen. Das hat mir auch Spaß gemacht. Es ist Teil des Jobs, egal ob man spielt oder nicht. Ich freue mich darauf, endlich wieder meinen Namen zu hören, wenn ich in den Telekom Dome einlaufe und alle die Gesichter der Fans zu sehen. Ich hoffe, dass das bald wieder der Fall sein wird!“

Limtierte Final Four-Shirts erhältlich 

Frisch eingetroffen: Nur morgen und nur im Telekom Dome ist am Baskets-Fanshop eine limitierte Anzahl an Final Four-Shirts erhältlich! 

Baskets Shuttle

Wie zu jedem Heimspiel fahren die von den Telekom Baskets Bonn kostenlos zur Verfügung gestellten Baskets Shuttle vom Bonner Hauptbahnhof zum Telekom Dome und nach dem Spiel wieder zurück. 

1. Fahrt: 13:30 Uhr (Haltepunkt D1)
2. Fahrt: 14:30 Uhr (Haltepunkt D1)

Rückfahrt vom Telekom Dome (Sonderhaltestelle gegenüber der Halle)

1. Fahrt: 17:15 Uhr 
2. Fahrt: 17:45 Uhr 

TV-Übertragung

Das Spiel wird live ab 14:45 Uhr auf Magenta Sport übertragen.