Bonn auf der Reise nach Jerusalem?

Schweres Spiel der Telekom Baskets am Samstag gegen Pokalsieger RheinEnergie Köln Wiedersehen mit Aleksandar Nadjfeji Premiere überträgt live ab 18:20 Uhr

Schaffen die Telekom Baskets den Sprung in die Play-Offs? Zwei Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde steht das Team von Headcoach Michael Koch auf Platz neun der Bundesliga-Tabelle. Um mindestens eine Position müssen sich die Baskets noch verbessern, um unter die ersten Acht und damit in den Kreis der Play-Off-Teams zu gelangen. Die Chancen, zum neunten Mal in zehn Jahren Basketball-Bundesliga das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen stehen jedoch nicht schlecht. Auch deshalb, weil gleich fünf Teams punktgleich oder mit nur zwei Punkten Unterschied die Plätze 5 bis 9 besetzen.Doch selbst die größten Rechenkünstler können momentan nicht verlässlich vorhersagen, wer bei dieser Reise nach Jerusalem am Ende ohne Stuhl bzw. Play-Off-Ticket da steht. So haben die Telekom Baskets durchaus die Chance, auch ohne einen weiteren Sieg unter die ersten Acht zu gelangen. Umgekehrt könnten auch zwei Siege aus den letzten beiden Hauptrundenspielen nicht reichen. Nur eines ist relativ sicher: Ob die Baskets ihr Ziel erreichen, entscheidet sich erst am letzten Spieltag beim Auswärtsspiel in Gießen. Für das wichtigste Spiel der Saison hat der Fanclub Defense Die Fans eine besonderes Paket geschnürt. Für nur 5,- Euro (zzgl. Eintrittskarte) kann jeder Basketsfan sein Busticket nach Gießen lösen (zur Anmeldung...). Doch bevor es an Ostern nach Gießen geht, steht den Telekom Baskets am 29. Spieltag der BBL eine ganz besondere Herausforderung bevor. Das Team von RheinEnergie Köln ist am Samstag, 08. April 2006, zu Gast in der Hardtberghalle. Während für die Baskets noch alles offen ist, können sich die Domstädter seit dem letzten Wochenende beruhigt zurücklehnen, denn Platz 3 nach Abschluss der Punkte-Hauptrunde ist Köln nicht mehr zu nehmen, egal wie die letzten beiden Spiele des amtierenden Deutschen Pokalsiegers ausgehen werden. Niemand sollte allerdings glauben, das Team von Cheftrainer Sasa Obradovic würde das Spiel in Bonn auf die leichte Schulter nehmen. Bei einem Nachbarschaftsderby wie Bonn gegen Köln bist du immer voll motiviert, erst recht bei der besonderen Kulisse in der Hardtberghalle, weiß Baskets-Powerforward Terry Black, der mit einem intensiven Spiel, ähnlich wie gegen Leverkusen vor zwei Wochen, rechnet. Black wird am Samstag wohl auch eine ganz besondere Aufgabe erfüllen müssen, denn Sasa Nadjfeji kehrt auf den Hardtberg zurück. Der langjährige Bonner Powerforward verlegte im vergangenen Sommer seinen Arbeitsplatz 20 Kilometer rheinabwärts und spielt seitdem im Dress von RheinEnergie Köln. Durch den krankheitsbedingten Ausfall von Branko Klepac wird Terry Black die Betreuung des ehemaligen Bonner Publikumslieblings übernehmen, der bei der70:81-Niederlage im Hinspiel mit 20 Punkten Kölner Topscorer war. Doch Nadjfeji ist nur ein Name in einem mit zahlreichen erstklassigen Spielern besetzten Kader. Wichtigster Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Kölner ist Guard Immanuel McElroy. Der 1,94 Meter große US-Amerikaner, der im Durchschnitt 13,9 Punkte erzielt und fünf Rebounds holt, verlängerte erst letzte Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr. 14 Punkte pro Spiel macht sein 2,06 Meter großer Landsmann Glen McGowan. An den Brettern dominiert der polnische Center Marcin Gortat, um den sich auf Bonner Seite verstärkt Michael Meeks kümmern wird. Komplettiert wird das Team u. a. von den beiden amerikanischen Guards Titus Ivory und Michael-Akim Jordan, der in der letzten Saison noch bei den Artland Dragons auf Korbjagd ging. Die Bilanz der letzten Jahre spricht deutlich für das Team aus Köln. Von 13 Spielen in der BBL konnte Bonn lediglich vier gewinnen, darunter jedoch die letzte Begegnung in der Hardtberghalle, die vor einen Jahr denkbar knapp mit 78:77 gewonnen wurde. Die Brisanz des Nachbarschaftsduells zwischen Bonn und Köln lockt auch erneut das Fernsehen auf den Hardtberg. Wie schon das letzte Heimspiel gegen Leverkusen wird der TV-Sender PREMIERE auch das letzte Hauptrunden-Heimspiel der Baskets live ab 18:20 Uhr übertragen. Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit für alle Fans, die bis jetzt noch kein Ticket haben, das Spiel live zu verfolgen, denn an den Vorverkaufsstellen des General-Anzeigers und von BONNTICKET gibt es nur noch wenige Stehplatz-Karten. Ein Restkontingent (Sitz- und Stehplätze) wird zudem an der Abendkasse der Hardtberghalle ab 17:00 Uhr verkauft.