Bonn festigt Tabellenführung

Eine Woche nach der herben Pokalschlappe in der Hardtberghalle musste der TSK uniVersa Bamberg erneut eine Niederlage in Bonn hin nehmen. Die Telekom Baskets siegten mit 72:60 (12:15, 25:9, 18:19, 17:17) im vorgezogenen Topspiel des 17. Spieltags der s.Oliver BBL und haben in der Tabelle wieder vier Punkte zwischen sich und die Oberfranken gelegt.Vor 3.400 begeisterten Zuschauern kamen die Telekom Baskets zu Beginn nur mühsam aus den Startlöchern. Gästecoach Dirk Bauermann hatte sein Team nach der deutlichen Niederlage vom letzten Mittwoch weitaus besser auf die Bonner eingestellt. Verstärkt durch den US-Amerikaner Jason Sasser setzte der TSK die Baskets von Beginn an unter Druck. Unter dem Korb hatte Chris Ensminger leichtes Spiel, der von Aleksandar Radojevic kaum zu halten war. Nach sieben Minuten waren die Gäste bereits auf 13:6 davon gezogen. Bonns Headcoach Predag Krunic musste reagieren: Auszeit und für Radojevic Branko Klepac, der bereits vor einer Woche eine gute Leistung gegen den Bamberger Center zeigte. Von nun an lief es besser bei den Baskets. Sieben Punkte in Folge durch den an diesem Abend gut aufgelegten Brad Traina gleich zu Beginn des zweiten Viertels ließen die Bonner auf 19:17 in Führung gehen (12.). Jetzt stand die Defense der Hausherren, Bamberg fand nur noch schwer den Weg zu Chris Ensminger. Statt dessen glänzten die Telekom Baskets durch schnelles Kombinationsspiel. Spielerisch war Bonn den Gästen überlegen. Folglich brachten diese zunehmend Emotionen ins Spiel, um die Baskets aus dem Rhythmus zu bringen. Doch dies gelang nur teilweise und brachte vielmehr den sechsten Mann der Baskets, das Publikum, in Rage, das von nun an die Halle in ein Tollhaus verwandelte. Mit 25:9 ging das zweite Viertel an die Bonner, die damit den Grundstein für den Sieg schon vor der Pause legten und auch nach der Pause änderte sich wenig. Bonn behielt die Übersicht und besann sich auf seine Stärken. Immer dann, wenn Bamberg heranzukommen drohte, hatte das Team um Terrence Rencher die richtige Antwort. Gleich zehnmal gelang es der aufmerksamen Bonner Verteidigung, dem Bamberger Aufbau den Ball zu stehlen. So leisteten sich die Gäste insgesamt 20 Ballverluste, alleine sechs von Guard Derrick Taylor. Gleichzeitig spielten die sonst so gefährlichen Distanzschützen Kullamae und Helmanis kaum eine Rolle im Bamberger Angriff. So geriet der Sieg der Telekom Baskets gegen den direkten Verfolger auch in der Schlussphase nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Auch nicht, als die Oberfranken eine Minute vor dem Ende noch einmal auf acht Punkte heran kamen (68:60). Die Bonner, allen voran Rencher und Brown an der Freiwurflinie, behielten die Übersicht und damit die Tabellenführung. Baskets-Coach Predrag Krunic: "Ich bin zufrieden. Wir haben über den Kampf ins Spiel gefunden." TSK-Trainer Dirk Bauermann: "Bonn hat verdient gewonnen und auf einem hohen Niveau gespielt. Dennoch bin ich mit meinem Team zufrieden. Wir haben nur sechs bis sieben einsatzfähige Spieler. Man hat deutlich gemerkt, dass die Kräfte nachgelassen haben."