Bonn im Ulebcup weiter erfolgreich

Die Telekom Baskets wahren ihre Chance auf das Achtelfinale im Ulebcup. Im dritten Heimspiel des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs nach der Euroleague gab es am Dienstagabend gegen Benfica Lissabon mit einem 80:68-Erfolg (15:17, 19:15, 22:14, 24:22) den dritten Sieg. Die Baskets stehen jetzt mit 4.2 Siegen auf Platz zwei der Gruppe G. Nur die ersten beiden und die besten zwei Drittplatzierten aus den sechs Ulebcup-Gruppen erreichen das Achtelfinale. Ohne den verletzten Aleksandar Nadjfeji (Meniskusabriss) zeigten sich die Baskets gut erholt von der enttäuschenden Niederlage gegen TBB Trier vor drei Tagen. 2.800 Zuschauer in der Hardtberghalle wurden Zeuge, wie die Krunic-Truppe vor allem in der Defense beherzter zur Sache ging. Erstmals nach seiner Verletzung stand Altron Jackson wieder in der Startformation der Bonner, die an diesem Dienstag gegen Benfica durch ihre Ausgeglichenheit überzeugen konnten. So punkteten alle acht eingesetzten Spieler. Jeder stand an die 20 Minuten oder mehr auf dem Platz. Dennoch hatten die Baskets in der abgelaufenen Saison sicher schon bessere Spiele gezeigt. So dauerte es über zwei Viertel, bis die Hausherren das Spiel dominierten. Zu nervös zeigte man sich vor allem in der ersten Halbzeit, als nach einer schnellen 11:6-Führung (4.) fast fünf Minuten kein Korb mehr erzielt werden sollte. Doch die Baskets fingen sich wieder, auch dank eines Gegners, der in dieser Phase sicher nicht die beste Vorstellung ablieferte. Vor allem an der Freiwurflinie zeigten die Portugiesen Schwächen. Nur zehn von 18 Würfen fanden insgesamt ihr Ziel. Und da waren noch Branko Klepac und Martin Mihajlovic, die in dieser Phase für Bonn die Akzente setzten und ihr Team zurück brachten. Ein 12:3-Lauf der Baskets zum 29:24 in der 17. Minute war die Folge. So richtig rund lief es aber auch danach noch nicht für Bonn. Erst nach der Pause schwammen sich die Hausherren langsam frei und die Nervosität wich sehenswerten Szenen. Oluoma Nnamaka ließ es gleich zweimal kurz hintereinander per Dunking mächtig krachen. Da führten die Baskets erstmals mit mehr als zehn Punkten (46:35, 24.) Pech nur für Branko Klepac, der bis dahin eine starke Verteidigungsleistung gegen Lissabons US-Amerikaner Pearson bot, aber bereits in der 25. Minute sein viertes Foul kassierte. Wenig später ereilte Teamkollege Martin Mihajlovic des gleiche Schicksal. Bonns schwedischer Nationalspieler war es auch, der kurz vor dem Ende des dritten Viertels durch Freiwürfe den Vorsprung auf 14 Punkte ausbauen konnte. Trotzdem wurde es im letzten Spielabschnitt beinahe noch einmal spannend, als Altron Jackson, einen Korbleger und wenig später einen Dunking leichtfertig daneben setzte. Lissabon konterte von der Dreierlinie durch Tavares und war acht Minuten vor dem Ende wieder auf sieben Punkte herangekommen (56:49). Aber auch die Gäste hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Die Baskets spielten mit Balazs Simon nun schnell nach vorne, oft zu schnell für Lissabon. Dazu kam jetzt eine klare Überlegenheit der Bonner Defense, die Benfica gleich mehrmals zum Herunterspielen der 24-Sekunden-Uhr zwang und mit 38 Rebounds zehn mehr als die Gäste holte. Der einizige Bonner Dreier (von neun Versuchen) durch Kristaps Janicenoks sorgte in der 37. Minute wieder für den alten 14-Punkte-Vorsprung (69:55), den die Baskets durch eine sichere Hand an der Freiwurflinie locker ins Ziel brachten. Richtig Emotionen kamen erst 18 Sekunden vor dem Schluss ins Spiel, als Lissabons Spieler Motta wegen übertriebener Härte gegen Janicenoks ein disqualifizierendes Foul kassierte und die Halle verlassen musste. Da war das Spiel längst gelaufen. Baskets-Coach Predrag Krunic: Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns, nachdem wir am Samstag gegen Trier verloren hatten, aber das Team hat gekämpft und gut verteidigt. Der Schlüssel war unsere Rebound-Überlegenheit, besonders durch Altron Jackson und Aleksandar Djuric. Kristaps Janicenoks: Wir können sicher besser spielen, als wir heute gezigt haben, aber es war wichtig nach der Schlappe gegen Trier zu zeigen, dass wir erfolgreich sein können.