Bonner lassen gegen Aufsteiger nichts anbrennen

Keine Überraschungen gab es am siebten Spieltag der s.Oliver BBL aus Bonn zu vermelden. Ohne Probleme, aber auch ohne zu glänzen, setzten sich die Telekom Baskets gegen den Aufsteiger EnBW Ludwigsburg glatt mit 88:75 (28:21, 14:16, 27:17, 19:21) durch. Vor 3.300 Zuschauern, die trotz der durchwachsenden Leistungen ihres Teams für eine ausgezeichnete Stimmung sorgten, ließ das favorisierte Team von Baskets-Coach Predrag Krunic nichts anbrennen und kam im siebten Bundesliga-Spiel zum fünften Sieg.Zu Beginn nahmen die Bonner den Gegner um Ex-Bskets Jan Rohdewald vielleicht ein wenig auf die leichte Schulter, denn trotz guter Aktionen im Angriff ließ die Verteidigungsarbeit der Baskets im ersten Viertel des öftereren zu wünschen übrig. So gelang es den Hausherren erst in der letzten Minute des ersten Viertels, ein wenig Abstand zwischen sich in dem Gegner zu bringen. Dreier von Oluoma Nnamaka und Brad Traina hatten die Bonner nach 10 Minuten endlich auf 28:21 davon ziehen lassen. Auf Seiten der Baskets glänzten im ersten Durchgang vor allem Brad Traina und Aleksandar Radojevic. Traina sorgte bis zum Seitenwechsel für 16 Punkte bei einer Traumquote von 100%, davon drei Dreier, Radojevic hatte nach 20 Minuten bereits 10 Rebounds verbuchen können. Die Baskets waren eindeutig Herr in eigener Halle, konnten sich jedoch erst im dritten Viertel mit mehr als 10 Punkten vom Gegner absetzen. Immer wieder wurde Aleksandar Nadjfeji unter dem Korb gesucht und gefunden. Nadjfeji war es auch, der mit einem krachenden Dunking die Baskets mit 69:54 in die letzte Viertelpause schickte. Das Spiel schien eigentlich schon entschieden, doch Bonn brachte sich selbst wieder in Schwierigkeiten. Aus dem deutlichen 69:54 machen die Gäste aus Ludwigsburg in den nächsten vier Minuten ein 69: 66 12 Punkte in Folge für die Gäste und das Spiel war plötzlich wieder spannend, doch die Baskets konnten jederzeit einen Gang zulegen und beantworteten den Lauf des Aufsteigers ihrerseits mit 15 Punkten in Folge zum 84:66 (38.). Der fünfte Dreipunkte-Wurf von Brad Traina hatte dem Team von Coach Peter Schomers endgültig das Genick gebrochen. Das Spiel war entschieden und ging am Ende mit 88:75 an die Gastgeber aus Bonn. Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wichtig auch, weil unser Kampfgeist wieder gestimmt hat, meinte Baskets-Trainer Predrag Krunic nach dem Schlusspfiff. Ludwigsburgs Trainer Peter Schomers sah das Spiel ein wenig anders: Schade, dass es für uns heute nicht gereicht hat, zumal Bonn nicht so stark war, wie eingeschätzt. Die Augen der Telekom Baskets sind nach dem Sieg gegen den Aufsteiger aus Ludwigsburg bereits auf dem russischen Meister gerichtet. Am kommenden Dienstag (05.11.02) um 15.30 Uhr MEZ treffen die Bonner im ULEB-Cup auf Ural Great Perm. Die weitestete Auswärtsreise in der Geschichte der Telekom Baskets führt die Bonner an die Grenze Europas. 7.000 km legen Team und Betreuer in den nächsten vier Tagen zurück. Das Baskets Netradio wird in einer Sondersendung aus der Bonner Geschäftsstelle am Dienstag live vom Spiel am Rande des Urals berichten.