Da wirste jeck! Baskets gewinnen Karnevalsspiel gegen Hamburg
Die Telekom Baskets Bonn haben das Karnevalsspiel 2026 gegen die Veolia Towers Hamburg mit 92:85 (24:14, 19:26, 28:22, 21:23) gewonnen und sich dadurch erneut vorläufig auf den dritten Tabellenplatz der easyCredit Basketball Bundesliga vorgeschoben. Vor 6000 jecken Fans verkleidete sich Jeff Garrett mit 20 Punkten als Topscorer. Alijah Comithier (16 Punkte), Joel Aminu (14), Patrick Heckmann (12) und Grayson Murphy (11) scorten ebenfalls zweistellig.
Bereits an Aschermittwoch (18.02.2026 - 20 Uhr) steht das nächste Heimspiel für die Baskets an. Dann empfängt die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic RASTA Vechta im Telekom Dome.
Key Facts
- An Karneval eine Macht: Der 92:85-Sieg über Hamburg war der mittlerweile 14. Sieg im 16. Karnevalsspiel im Telekom Dome
- Zweier hui, Dreier pfui: Die Baskets trafen aus dem Zweierbereich starke 70,2 Prozent (29/41), von der Dreierlinie allerdings nur 17,2 Prozent (5/29)
- Ballsicher: Bonn leistete sich nur neun Ballverluste und forcierte 16 Hamburger Turnovers
- Possession Game: Die Baskets nahmen neun Würfe mehr aus dem Feld (70 zu 61) und warfen zehn Freiwürfe mehr als Hamburg (28 zu 18)
- Teamplay: Angeführt von Topscorer Jeff Garrett (20 Punkte, 7 Rebounds) scorten fünf Bonner zweistellig
- Große Karnevalsparty: Nach dem Sieg feierten die Baskets-Fans zunächst die Mannschaft und dann bei der großen Karnevalsparty im Foyer des Telekom Dome
- Ausverkauft: Zum dritten Mal in dieser Saison war der Telekom Dome mit 6.000 Zuschauern restlos ausverkauft
Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Patrick Heckmann, Jeff Garrett und Michael Kessens in das 16. Karnevalsspiel im Telekom Dome. Die Bonner Würfe waren von Beginn an so weit offen wie die Zapfhähne hinter den Theken. Aus dem Zweierbereich konnten die Baskets ihre Abschlüsse auch hochprozentig in Punkte umwandeln, von der Dreierlinie blieben die Gastgeber aber kalt. Dennoch führten die Bonner nach knapp sieben Minuten dank guter Verteidigung solide mit acht Zählern (14:6, 7. Minute). Auch die folgende Hamburger Auszeit konnte den Bonner Karnevalszug nicht bremsen und so hatten sich die Baskets kurz vor Ende des ersten Viertels trotz der weiterhin schwachen Quoten von außen bereits auf zwölf Punkte abgesetzt (24:12, 10.). Mit zehn Punkten Differenz ging es ins zweite Viertel (24:14, 10.).
Im zweiten Spielabschnitt blieb die Bonner Flaute aus der Distanz bestehen, während sich Hamburg von der Dreierlinie warmschoss. Vier Distanzwürfe in Folge netzten die Gäste ein und kämpften sich so bis auf drei Punkte wieder heran (31:28, 16.). Die Hausherren verteilten die offensive Verantwortung auf mehrere Schultern und konnten durch Kur Jongkuch, Jeff Garrett, Alijah Comithier und Jalen Finch die Führung behaupten (38:30, 18.). Zach Cooks traf einen der seltenen Bonner Dreier, doch die Gäste schlugen nochmal zurück und so führten die Baskets zur Halbzeitpause nur noch mit drei Zählern (43:40, 20.).
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng umkämpft. Der Ex-Bonner Benedikt Turudic hielt Hamburg weiterhin auf Schlagdistanz (48:45, 23.), bevor Murphy, Heckmann und Aminu einen 10:0-Lauf auf das Parkett legten (58:45, 25.). Es sah nun danach aus, als könnten die Baskets ihre zahlreichen Chancen nun endlich dazu ausnutzen, sich dauerhaft einen deutlicheren Vorsprung zu erspielen. Aminu hielt die Führung durch ein And-One auch kurz vor Ende des dritten Viertels zweistellig (71:59, 30.). Hamburg schlug aber immer wieder aus der Distanz zurück (71:62, 30.).
Zum Start in den Schlussabschnitt trafen die Gäste vier weitere Dreier und sorgten plötzlich für einen Führungswechsel (75:76, 34.). Heckmann und Comithier drehten die Partie aber prompt wieder (79:76, 36.). Zwar blieb die Partie nun permanent eng umkämpft, die Baskets schafften es aber, die Führung nicht noch einmal abzugeben. In den richtigen Momenten fanden die Hausherren die richtigen Abschlüsse und griffen defensiv beherzt zu. Besonders Aminu verteidigte in der Crunchtime enorm stark und stoppte die Hamburger Guards ein ums andere Mal erfolgreich (87:82, 39.). Die letzte Spielminute zog sich durch viele Fouls und Videobeweise zwar noch lange hin, dadurch wurde die Vorfreude auf den Sieg bei den jecken Fans aber nur immer größer. Karnevalslieder im Chor, eine Laola-Welle und schließlich der laute Siegesjubel hallten durch den Telekom Dome, nachdem die Baskets mit 92:85 gewonnen hatten. Mit ihrem 13. Saisonsieg sprangen die Baskets zunächst auf den dritten Tabellenplatz in der easyCredit Basketball Bundesliga.
Stimmen zum Spiel
Benka Barloschky (Headcoach Veolia Towers Hamburg):
„Glückwunsch an Bonn und Coach Marko Stankovic zu einem am Ende verdienten Sieg. Wir waren im vierten Viertel dran, und eigentlich genau da, wo wir sein wollten: Wir wollten das Spiel knapphalten. Am Ende haben wir das Possession Game einfach zu deutlich verloren. Bonn hat uns genau dort wehgetan, wo es zu erwarten war. Sie haben unglaublich gut gereboundet und besser auf den Ball aufgepasst als wir, obwohl es zwischenzeitlich für uns gar nicht so schlecht aussah. Doch am Ende haben wir nicht die Big-Plays gemacht. Vielleicht hatten wir es auch am Ende nicht verdient, weil wir einfach hier und da nachlässig waren. Wir sind schlechte Close-Outs gelaufen gegen Heckmann, der ein super Spiel gemacht hat, haben Cuts nicht verteidigt, Grayson Murphy zu seiner linken Hand gelassen. Insgesamt haben wir einfach zu viele Fehler gemacht. Ich habe großen Respekt davor, wie Coach Stankovic seine Mannschaft coacht, einfach sehr diszipliniert, daher ist es schwer, hier zu gewinnen. Ein Sieg wäre möglich gewesen, aber am Ende hat die Qualität nicht ausgereicht.“
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
„Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Das Karnevalsspiel ist immer etwas Besonderes. Man weiß nie, wie das Team auf die Umstände reagiert. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben auf einem akzeptablen Level gespielt. Im zweiten Viertel hatten wir zu viele Probleme in der Halbfeld-Verteidigung. Hamburg hat seine Spielzüge gut zu Ende gespielt und wir waren in der Defense nicht so aktiv wie üblich. Im dritten Viertel konnten wir Hamburgs Transition-Offense kontrollieren, was nicht einfach ist. Insgesamt haben wir das Spiel am Ende über die Rebounds gewonnen. Wir haben uns 14 Würfe mehr erspielt. Es war wichtig, dass wir den Defensiv-Rebound kontrollieren. Gegen Hamburg zu gewinnen, ist aktuell nicht einfach. Man sieht, dass sich die Arbeit, die sie seit Saisonbeginn investiert haben, auszahlt. Daher sollten wir sehr glücklich sein, dass wir heute gewinnen und mit unseren Fans feiern konnten.“
Pressekonferenz
Statistiken
| PTS | 92 | 85 |
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| 2 PTS | 71% 29 / 41 | 58% 15 / 26 |
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| 3 PTS | 17% 5 / 29 | 40% 14 / 35 |
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| Freiwürfe | 68% 19 / 28 | 72% 13 / 18 |
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| Rebounds | 42 | 30 |
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| Assists | 20 | 20 |
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| Steals | 7 | 3 |
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