„Das einfachste Spiel der Saison“

Sonntag, 5.2.2012, 16:00 Uhr: Brose Baskets - Telekom Baskets Bonn

Beim Hinspiel im Telekom Dome mussten sich die Rheinländer Mitte November vergangenen Jahres mit 73:85 geschlagen geben. Die Niederlage gegen Bamberg war seinerzeit der Startpunkt einer fünf Spiele währenden Negativserie Bonns, die mit dem 84:83-Erfolg in Ludwigsburg (13. Spieltag) ihr Ende fand. Seither erlebten die Baskets im Ligabetrieb diverse emotionale Höhen und Tiefen. Endete das Jahr 2011 noch mit einem 86:78-Sieg bei ALBA Berlin, so ist die Koch-Truppe seither „on the road“ noch ohne Punktgewinn. Die Brose Baskets schicken sich in der Saison 2011/2012 an, die Historie des deutschen Basketballs umzuschreiben. Durch den Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal in den vergangenen beiden Jahren haben sich die Franken ohnehin schon in elitäre Gesellschaft gespielt - der Titel-Doppler gelang bis dahin nur Leverkusen (1970/1971 und 1990/1991) sowie ALBA Berlin (2002/2003). Das „Triple-Double“ ist theoretisch möglich, da Bamberg sich als Tabellenführer der Beko Basketball Bundesliga nicht nur für den Pokalwettbewerb qualifiziert, sondern auch die Playoff-Teilnahme bereits so gut wie in der Tasche hat. Das Team von Trainer Chris Fleming ist in der heimischen Stechert Arena eine wahre Basketball-Macht. Keines der neun Heimspiele in der laufenden Saison wurde abgegeben, lediglich Ulm ging mit einer einstelligen Differenz vom Platz (64:59). Im Schnitt gewannen die Brose Baskets daheim mit einem Vorsprung von 24,3 Punkten pro Spiel - gleich vier Mal betrug der finale Unterschied auf der Anzeigetafel gar 30 oder mehr Zähler. Seit Juni 2010 haben die Franken in eigener Halle kein Bundesligaspiel mehr verloren. Mit dem überathletischen PJ Tucker (14,3 PpS), Edel-Schütze Casey Jacobsen (11,7 PpS), dem abgebrühten Brian Roberts (11,3 PpS) sowie dem defensiven Leitwolf Anton Gavel (10,0 PpS) kommen vier Spieler im Bamberger Kader auf eine durchschnittlich zweistellige Ausbeute. Die wahre Ausgeglichenheit des Meisters zeigt sich jedoch nicht nur in der Verteilung der offensiven Last, sondern in der Tatsache, dass Coach Fleming seinen Leistungsträger regelmäßig lange Pausen auf der Bank gönnen kann. Aus der festen Neuner-Rotation steht Allzweckwaffe Tucker am meisten auf dem Parkett (27:15 Minuten), acht Spieler kommen auf Einsatzzeiten von 17 oder mehr Minuten - Beko BBL-Allstar und A2-Nationalspieler Karsten Tadda folgt mit 13:06 Minuten im Schnitt. Auf den 85:73-Novembersieg in Bonn folgten zwei Niederlagen in Berlin (81:87) und in Gießen (68:65). Seither haben die Brose Baskets in der Liga zehn Begegnungen in Serie gewonnen. Die letzten drei Begegnungen der Brose Baskets: New Yorker Phantoms Braunschweig - Brose Baskets 79:88 EnBW Ludwigsburg - Brose Baskets 69:101 Brose Baskets - FC Bayern München 89:77 Die Telekom Baskets Bonn fahren zwar als Außenseiter, dafür hochmotiviert nach Bamberg. „Unsere Hauptaufgabe wird sein, mit wechselnden Verteidigungen und einer flexiblen Offense dafür zu sorgen, dass Bamberg sich mental und körperlich nicht ausruhen kann“, formuliert Michael Koch. „Zusätzlich wollen wir den Schwung und den guten Rhythmus aus dem EuroChallenge-Spiel gegen Aalst mit ins Wochenende nehmen.“ Dass die Rheinländer im Frankenland von der ersten bis zur letzten Minute hochkonzentriert zu Werke gehen müssen, macht der Bonner Cheftrainer an der Personallage der Gastgeber fest. „Bamberg hat eine ungemein tiefe Bank. Das sind Leistungsträger, die dafür sorgen, dass es kaum zu einem Qualitätsverlust auf dem Feld kommt.“ Baskets-Spieler Tony Gaffney: „Wir haben in Bamberg nichts zu verlieren. So gesehen ist es für uns das einfachste Spiel der Saison“. Radio Bamberg überträgt das Spiel live. Netradio auf. Das Bayerische Fernsehen berichtet in der Sendung „Sport in Bayern“ am Sonntag ab 22.15 Uhr über das Spiel. Achtung Spielverlegung Das Heimspiel der Telekom Baskets Bonn gegen Phoenix Hagen wurde von Mittwoch, 14. März 2012 auf Mittwoch, 7. März 2012 (19.30 Uhr) vorverlegt. Gekaufte Eintrittskarten mit dem Datum 14.03.2012 behalten natürlich ihre Gültigkeit. Der Grund ist ein Terminkonflikt mit den FIBA EuroChallenge-Viertelfinalspielen, falls die Telekom Baskets die Runde der letzten acht Teams des Europapokals erreichen sollten.