Das Schlussviertel kostet den Überraschungssieg im Halbfinale
Public Viewing für Spiel 2 im Telekom Dome
Die Telekom Baskets Bonn haben das erste Halbfinal-Spiel gegen den FC Bayern München nach einem couragierten Auftritt mit 78:83 (21:18, 13:12, 24:20, 20:33) verloren. Nach enorm starken drei Vierteln gingen im Schlussviertel ein wenig die Energie und das Glück verloren, sodass der Überraschungserfolg gegen den amtierenden deutschen Meister letztlich ausblieb. Bereits am Montag findet in München das zweite Halbfinal-Spiel statt.
Public Viewing Spiel 2
Auch am Montag (01.06. - 20:30 Uhr) für das zweite Halbfinal-Spiel bieten die Telekom Baskets Bonn ihren Fans wieder ein Public Viewing im Telekom Dome an. Tickets gibt es unter dome.de/tickets. Im Eintrittspreis von fünf Euro ist ein Gratisgetränk enthalten.
Key Facts
- Topscorer: Joel Aminu erzielte 23 Punkte und wurde damit zum Topscorer der Partie
- Kaderupdate: Michael Kessens und Grayson Murphy knickten im zweiten Viertel um. Murphy konnte in der zweiten Hälfte weiterspielen, während Kessens nicht mehr zum Einsatz kam
- Possession Game: Bonn sammelte 18 Offensivrebounds ein und erarbeitete sich 13 Würfe mehr als München
- Kontrolle über drei Viertel: In den ersten drei Vierteln kontrollierten die Baskets die Begegnung. Im Schlussviertel drehte der amtierende deutsche Meister auf und die Baskets verpassten ein paar einfache Chancen, was letztlich den Sieg kostete
- Serienstand: 0:1 - Am Montag (01.06. - 20:30 Uhr) steht das zweite Spiel in München an
Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Tylan Birts, Jeff Garrett und Michael Kessens ins erste Halbfinal-Spiel in München. Ausgerechnet von der Dreierlinie erzielte Garrett die ersten Bonner Zähler der Partie (0:3, 2. Minute). Allgemein waren die Baskets im ersten Viertel besonders treffsicher aus der Distanz. Drei ihrer vier Dreierversuche im ersten Spielabschnitt waren erfolgreich und auch defensiv war die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic hellwach. So zum Beispiel auch, als Birts einen Pass abfing und im Schnellangriff per Dunking zur Führung traf (8:9, 6.). Auch nach dem Ende des ersten Viertels lag Bonn knapp vorne (18:21, 10.).
Das zweite Viertel eröffneten die Baskets mit einem 8:0-Lauf und gingen dadurch erstmals zweistellig in Führung. Aminu und Garrett trafen jeweils ihren zweiten Dreier und Murphy legte einen Korbleger obendrauf. Viereinhalb Minuten lang ließen die Bonner keinen einzigen Punkt des amtierenden deutschen Meisters zu (18:29, 15.). Dann folgte die einzige etwas schwächere aber vor allem unglückliche Phase der Baskets in der ersten Hälfte. München legte einen schnellen 10:0-Lauf auf das Parkett und sowohl Captain Kessens als auch Murphy knickten schnell hintereinander um (30:31, 19.). Trotzdem forcierten die Bonner noch einen weiteren Ballverlust der Bayern und Aminu traf im Schnellangriff zur Vier-Punkte-Führung zur Halbzeitpause (30:34, 20.).
Nach dem Seitenwechsel kehrte Murphy zurück aufs Parkett, während Kessens fortan nicht mehr auflief. Mit einem 11:2-Lauf erkämpften sich die Baskets die höchste Führung der Partie (32:45, 24.). Aminu drehte im dritten Spielabschnitt besonders auf und hatte sein größtes Highlight noch für den letzten Angriff des dritten Viertels aufbewahrt. München hatte sich durch individuelle Klasse zwischenzeitlich bis auf fünf Punkte zurückgekämpft, doch Aminu erhöhte den Vorsprung durch einen weiteren Dreier vor dem Schlussviertel wieder auf acht Zähler (50:58, 30.).
Im letzten Spielabschnitt erhöhte der Bonner Topscorer Aminu, der am Ende auf 23 Punkte kam, den Vorsprung nochmal auf eine zweistellige Differenz (52:64, 32.). Nach der anschließenden Münchener Auszeit drehte der EuroLeague-Kader der Bayern plötzlich auf. Europameister Oscar da Silva erzielte fünf Punkte in Serie, Weltmeister Andi Obst legte mit zwei Dreiern in Serie nochmal sechs Punkte nach. Und trotzdem führten die Baskets, die sich weiterhin tapfer wehrten, dreieinhalb Minuten vor Schluss noch knapp (69:71, 37.). In der Folge hatten die Bonner dann auch etwas Pech im Abschluss. Gleich mehrere gut herausgespielte Abschlüsse fanden nicht ihr Ziel, während die Bayern durch einen 13:2-Lauf die Partie drehte (79:73, 40.). Murphy traf noch einmal einen Dreier, wodurch auch 30 Sekunden vor Ende der Partie der Überraschungserfolg noch drin war (79:76, 40.). Letztlich lief die Zeit den Bonnern aber davon und am Ende stand eine bittere 78:83-Niederlage, nachdem sich die Baskets mehr als drei Viertel lang in Führung halten konnten.
Stimmen zum Spiel
Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):
“Glückwunsch an Coach Pesic, seinen Staff und sein Team. Ich will auch mein Team beglückwünschen für eine gute Leistung über 35, 36 Minuten und für all die Energie, die wir in dieses Spiel investiert haben. Ich denke, wir haben unseren Spielplan für die meiste Zeit respektiert, so wie wir das wollen. Wir wollen unseren Basketball über 40 Minuten spielen, und das haben wir die meiste Zeit gut gemacht. Was uns den Sieg gekostet hat ist, dass wir am Ende ein paar defensive Fehler gemacht haben, die wir vorher nicht gemacht haben. Ein Team wie München mit dieser Euroleague-Qualität bestraft das sofort. Wir haben im letzten Viertel 33 Punkte kassiert, und wenn das passiert, ist es schwer hier in München zu gewinnen. Wir müssen den Kopf oben halten und uns auf das nächste Spiel vorbereiten.”
Svetislav Pesic (Headcoach FC Bayern München):
"Ich will auch meinen Spielern gratulieren, dass wir aus einer schweren Situation heraus, dass es praktisch verloren war, noch gewonnen haben. Doch meine Gratulation geht vor allem an Coach Stankovic und seine Mannschaft, sie haben heute nicht zufällig so gut gespielt. Ich glaube, ich war die einzige Person in unserem Team, die wusste, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft spielen. Das habe ich schon bei der Pressekonferenz diese Woche gesagt, dass Bonn vielleicht individuell keine EuroLeague-Qualität hat, aber ein Team mit sehr guter Teamdefense ist. Alles fängt mit Defense und Rebound an und wenn Bonn heute gewonnen hätte, wäre das ein verdienter Sieg gewesen. Denn sie haben das ganze Spiel dominiert und am Ende haben wir eben irgendetwas gefunden mit individueller Qualität. Wir müssen versuchen, aus diesem Spiel unsere Lehren zu ziehen. Denn wenn eine Mannschaft 18 Offensivrebounds holt und das nicht das erste Mal, dann muss man nachdenken. Sie haben 71 Würfe gehabt, wir 58, also hatten sie 13 Angriffe mehr, Ich weiß gar nicht, wie sie da nicht gewinnen konnten. Unsere Offense war besser, aber wenn wir auch in den nächsten Spielen denken, wir werden sowieso gewinnen – dann werden wir verlieren. Jeder weiß hier, dass ich nur einen Wunsch habe: dass wir gewinnen. Doch wir müssen so schnell wie möglich in der Realität ankommen. Wir müssen Bonn respektieren, wie jeden Gegner, aber zuerst müssen wir uns und unseren Gameplan respektieren."
Highlights
Statistiken
| PTS | 83 | 78 |
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| 2 PTS | 66% 19 / 29 | 44% 17 / 39 |
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| 3 PTS | 35% 10 / 29 | 34% 11 / 32 |
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| Freiwürfe | 100% 15 / 15 | 73% 11 / 15 |
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| Rebounds | 32 | 39 |
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| Assists | 24 | 16 |
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| Steals | 8 | 8 |
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