Deutlicher Sieg gegen Spirou Basket Charleroi

Baskets schlagen belgischen Erstligisten mit 89:58

Tyson Ward zeigte mit neun Punkten und acht Rebounds nicht nur eine solide Leistung, sondern auch Highlights wie diesen Slam-Dunk! (Foto: Sebastian Derix)

Die Baskets begannen mit einer Starting-Five aus TJ Shorts II, Karsten Tadda, Jeremy Morgan, Finn Delany und Mike Kessens. In den ersten Minuten des Spiels beackerten sich beide Mannschaften mit physischer Defense und spielten auf Augenhöhe (7:7, 6. Minute). Bonn versuchte stets, den Korb zu attackieren, um entweder selbst abzuschließen oder durch schnelle Pässe den offenen Mitspieler zu finden. Charleroi konnte sich kurz mit einem 7:0-Lauf absetzen (7:14, 7.), was Tuomas Iisalo zu einer Auszeit veranlasste. Mit mehr Dringlichkeit und höherem Fokus in der Verteidigung gestalteten die Baskets das Spiel bis zum Viertelende wieder offener (17:20, 10.)

Angetrieben durch die nun bessere Defense fand Bonn im zweiten Viertel auch offensiv leichter ins Spiel. Shorts II traf aus der Mitteldistanz, Morgan spielte Tadda an der Dreierlinie frei, schon waren die Hausherren erstmals in Front (26:25, 14.). Wenige Momente später sorgte Baskets-Center Kessens mit einem Dunking über die ausgestreckten Arme seines Verteidigers für das erste Highlight. Finn Delany demonstrierte anschließend seine Vielseitigkeit: Der kantige Neuseeländer traf erst von der Dreierlinie, stibitzte anschließend in der Defense den Ball, um ihn wenige Sekunden später per Slamdunk im belgischen Korb unterzubringen. (35:28, 18.). Bis zur Halbzeitpause erspielten sich die Baskets eine zweistellige Führung (47:36, 20.).

Nach der Pause setzten sich die Gastgeber schnell auf 62:40 ab: Vor den Augen von Vater Chris, der aus Ulm angereist das Spiel seines Sohns verfolgte, fing Zach Ensminger einen Pass ab, dribbelte über die gesamte Länge des Feldes und vollendete per Korbleger (26.). Abseits des spielerischen und taktischen Geschehens, fielen die Baskets mit guter Kommunikation auf: Immer wieder mahnten sie sich zu Disziplin, bauten einander nach missglückten Szenen auf oder motivierten sich gegenseitig. Die physische und taktische Überlegenheit gegen den belgischen Aufsteiger machte sich nun zunehmend bemerkbar, sodass Bonn nach drei Vierteln mit 69:45 (30.) in Führung lag.

Im Schlussviertel enteilten die Telekom Baskets ihren Kontrahenten endgültig und lagen nach einem zwischenzeitlichen 12:0-Lauf uneinholbar mit 87:47 in Front, ehe sie das Testspiel mit 89:58 gewinnen konnten.   

Stimmen zum Spiel

Tuomas Iisalo (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

"Es gab Phasen, in denen wir nicht gemäß unserer Identität gespielt haben. Das hat mir nicht gefallen. Wir haben keine zweiten Wurfchancen geschaffen und waren nicht aggressiv genug bei den Offensivrebounds. Das müssen wir schnell korrigieren. Zudem hatten wir Fehler oder schlicht zu wenig Disziplin in der Defense. Daraus konnte Spirou dann Kapital schlagen. Wenn wir jedoch unsere Prinzipien verfolgt und solide verteidigt haben, war es für sie fast unmöglich, in Fahrt zu kommen. Das gilt auch für unsere Transition. Wir sind dabei, langsam die Schichten auf unsere Basis aufzutragen. Da stimmt vielleicht noch nicht unsere Balance zwischen den Grundlagen, die wir den Spielern beibringen wollen, und den taktischen Dingen, die wir zusätzlich einführen. Das müssen wir im Auge behalten. Insgesamt war es aber ein wichtiges Spiel für uns, aus dem wir viele Erkenntnisse gewinnen konnten."

Punkteverteilung:

Telekom Baskets Bonn:

Shorts II (10 Punkte, 12 Assists), Ward (9, 8 Rebounds), Falkenstein (0), Ensminger (5/1 Dreier), Kessens (7), Herrera (13/3), Tadda (9/3), Malcolm (8), Morgan (5/1), Kratzer (2, 7 Rebounds), Williams (8/1), Delany (13/2)

Spirou Basket Charleroi:

Fogang (2), Samardzic (8), Schoepen (10), Bolavie (0), Adzeh (0), Samardzic (3), Lisboa (15), Prepelic (5), Makwa (4), Kuta (11)