Vielen Dank, Leon und Mike!

Deutsches Centerduo sucht neue Herausforderung

Leon Kratzer und Michael Kessens beim Abflug aus Malaga mit der Champions League-Trophäe. (Foto: Jörn Wolter)

Kratzer richtet sich bei seinem Abschied an die Fans: „Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, was ich in den letzten drei Jahren in Bonn mit euch erleben durfte. Es war eine unfassbar schöne und emotionale Zeit, die wir in den letzten Jahren hatten und ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben! Diese Zeit werden wir nie vergessen und vor allem den Champions League-Sieg kann uns keiner mehr nehmen! Danke für alles!“ 

Auch der letztjährige Co-Kapitän Kessens verlässt Bonn nicht, ohne sich bei der Baskets-Familie zu bedanken: „Zwei Jahre in Bonn kommen zu einem Ende. Leider ist das so im Sport, aber es waren zwei unbeschreibliche und unvergessliche Jahre. Ich glaube, das wird jeder im Verein und jeder in der Mannschaft so sagen. Ich könnte stundenlang über Erlebnisse dieser Zeit reden und über den Erfolg sprechen. Doch das einzige, was ich wirklich machen möchte, ist mich zu bedanken. Danke an alle, die dabei waren und uns unterstützt haben. Ob die Mitarbeiter im Verein, der Staff, meine Mitspieler oder die Fans, die Baskets sind eine große Familie. Alle zusammen haben wir den Verein wieder zu einem Vorbild und den Telekom Dome, wie von Karsten Tadda so schön gesagt, zu einer Festung gemacht. Ich werde diese Zeit nie vergessen.“

Kratzer stand in den letzten drei Jahren insgesamt in 136 Partien für die Baskets auf dem Parkett und befindet sich damit auf dem 22. Platz der meisten Spiele für die Baskets jemals. 114 Spiele davon absolvierte er in der Bundesliga (16. Platz Baskets-Historie). Der Center erlebte dabei die sowohl schwierigste als auch erfolgreichste Zeit der Baskets-Geschichte: Zur Saison 2020/2021 wechselte der Nationalspieler aus Frankfurt nach Bonn und musste dabei in seiner ersten Saison komplett vor leeren Rängen spielen. Keine einzige Partie der „Corona-Saison“ konnte mit Fans im Telekom Dome oder anderen Basketball-Hallen Deutschlands ausgetragen werden. Bonn beendete die Saison auf dem 13. Platz.

Mit der schrittweisen Rückkehr der Fans in die Arenen wurden die Baskets in der Saison 2021/2022 zur Überraschungsmannschaft der Liga. In der selben Saison wechselte dann Kratzers neuer Center-Kollege Kessens aus Frankfurt auf den #HEARTBERG. Seitdem spielte Kessens insgesamt 90 Mal im Baskets-Trikot und vertrat Bonn dabei (ebenso wie Kratzer) in der Bundesliga, dem Pokal und der Basketball Champions League. Zudem debütierte Kessens an der Seite von Leon Kratzer im November 2021 in der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem zweiten Platz in der Bundesliga-Hauptrunde 2021/2022 und dem Einzug ins Halbfinale übertrumpfte das deutsche Centerduo die Erwartungen zusammen mit den Baskets in der Saison 2022/2023 nochmal. 32 Siege aus 34 Hauptrundenspielen, der erste Einzug ins Bundesliga-Finale nach 14 Jahren und der Champions League-Titel wären ohne Kratzer und Kessens nicht möglich gewesen.

„Wir haben die Champions League gewonnen, was der größte Moment in meiner Karriere war. Es erfüllt mich mit viel Stolz, dass dieser Moment während meiner Zeit in Bonn passiert ist. Ich sage nicht Tschüss, sondern bis bald! Wir werden uns mal wieder über den Weg laufen, egal ob in der Halle oder woanders. Ich werde auf jeden Fall mal wieder nach Bonn kommen. Ob als Spieler oder Fan, weiß ich noch nicht. Nochmal vielen Dank und bis bald“, sagt Kessens.

Bei der morgigen Auslosung der Gruppenphase der Basketball Champions League-Saison 2023/2024 wird Michael Kessens noch ein letztes Mal den BCL-Sieger Telekom Baskets Bonn vertreten. Der letztjährige Bonner Co-Kapitän fungiert dabei als Losfee.

Die Telekom Baskets Bonn bedanken sich bei Leon Kratzer und Michael Kessens für die herausragenden Leistungen in den letzten Jahren und wünschen ihnen viel Erfolg für die persönliche und sportliche Zukunft.