Ein Duell mit vielen Parallelen
Baskets treffen in der easyCredit BBL auf Chemnitz
Am letzten Wochenende vor Weihnachten kehrt bei den Telekom Baskets Bonn noch keine besinnliche Zeit ein: So muss die Mannschaft von Headcoach Roel Moors (Platz 10) am morgigen Samstag, dem 21.12.2024, um 20 Uhr auswärts beim Tabellensechsten NINERS Chemnitz antreten. Der 12. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga wird live bei Dyn übertragen.
Erst gewannen die Telekom Baskets Bonn 2023 die FIBA Basketball Champions League, ein Jahr später sicherten sich die NINERS Chemnitz den untergeordneten FIBA EuropeCup! Und ähnlich wie damals in Bonn kannte die Euphorie auch in Chemnitz keine Grenzen mehr. Dementsprechend hoch waren im Sommer die Erwartungen an die Saison 2024/2025. „Wir wollen in allen drei Wettbewerben oben mitspielen“, sagte NINERS-Kapitän Jonas Richter zum Trainingsauftakt. Dafür stellte Cheftrainer Rodrigo Pastore (spielte in der Saison 1999/2000 für die Telekom Baskets Bonn) erneut eine defensivstarke und athletische Truppe zusammen. Mit Eigengewächs Richter (27), der in seiner Karriere bislang ausschließlich für seinen Heimatclub spielt, Routinier DeAndre Lansdowne (35) sowie den athletischen Flügelspielern Aher Uguak (26) und Jeff Garrett (30) konnte zunächst ein ebenso erfahrener wie defensivstarker Kern gehalten werden.
Hinzu kamen u.a. der Finne Olivier Nkamhoua (12,4 PpS), aus Hamburg der ehemalige Dragons Rhöndorf-Spieler William Christmas (6,1 PpS) sowie kurz nach Saisonstart Shooting Guard Viktor Bailey (13,4 Punkte pro Spiel). Auf den deutschen Positionen verstärkte sich Chemnitz mit dem Ex-Ludwigsburger Center Eddy Edigin und dem ehemaligen Braunschweiger Nicholas Tischler, nachdem es Kevin Yebo zum FC Bayern und Dominic Lockhart nach Rostock zog.
„Chemnitz ist auch in diesem Jahr wieder ein sehr physisches Team, das durch seine Verteidigung versucht, den Spielfluss beim Gegner wegzunehmen“, sagt Baskets-Headcoach Roel Moors. „Bei Chemnitz kommt es nicht nur auf einen Spieler an. Sie verteilen ihr Scoring auf vielen Schultern. DeAndre Lansdowne ist mit seiner Erfahrung auf jeden Fall sehr wichtig fürs Team“, so Moors weiter.
Während also insgesamt fünf Spieler im Schnitt mehr als neun Punkte pro Spiel erzielen, kann auch ein Lansdowne ein Spiel immer noch im Alleingang entscheiden: So legte er erst im November beim 87:78-Heimsieg gegen Oldenburg 28 Punkte, sieben Assists sowie vier Rebounds auf und schrammte so nur knapp an seiner Bundesliga-Bestmarke von 32 Zählern vorbei, die er 2018 für Braunschweig erzielte.
Die Formkurve
Von den „drei Wettbewerben“ sind – wie bei den Baskets – noch zwei übrig: Im BBL Pokal war für Chemnitz im Achtelfinale gegen Heidelberg Endstation. In der Champions League rettete sich das Team von Trainer Pastore mit nur einem Sieg aus sechs Spielen über den dritten Platz der Gruppe G in die Play-Ins. In der Bundesliga liegen die Niners mit sechs Siegen aus zehn Spielen auf dem sechsten Tabellenplatz. Eine weitere Parallele zwischen den Clubs: Es fehlt die Konstanz! Während Chemnitz wettbewerbsübergreifend nur einen Sieg in den letzten sechs Spielen feiern konnte, lief es bei den Telekom Baskets Bonn mit zwei Erfolgen aus sechs Spielen nur bedingt besser.
Die Zahlen
Während Bonn und Chemnitz in der easyCredit BBL nur ein Sieg voneinander trennen, liegen sie auch in weiteren Kategorien eng beieinander. Dreierquote (35,1 % Bonn, 34,4 % Chemnitz) Freiwurfquote (72,8 % gegenüber 73,6 %) und Zweierquote (52,6 % gegenüber 54,4 %) sind nahezu identisch. Auch beim Rebounding liegen die Teams nah beieinander (35,2 Rebounds pro Spiel gegenüber 35,4). Der größte Unterschied liegt wahrscheinlich beim Scoring: Während die Baskets im Schnitt etwas mehr Punkte erzielen (82,1 gegenüber 78,5), lassen die Niners weniger Punkte zu (85,0 gegenüber 77,2),
TV-Übertragung
Das Spiel wird live ab 19:45 Uhr bei Dyn übertragen und von Chris Schmidt kommentiert.