Erfolgreicher Testspiel-Auftakt: Baskets schlagen Frankfurt

Joel Aminu erzielte 16 Punkte. Foto: Schönenborn

Erster Sieg im ersten Testspiel: Die Telekom Baskets Bonn sind mit einem 98:89-Erfolg (22:24, 31:17, 25:20, 20:28) gegen Bundesliga-Konkurrent Skyliners Frankfurt in die Saisonvorbereitung gestartet und konnte dabei das Fehlen von gleich mehreren Spielern kompensieren, die im ersten Vorbereitungsspiel geschont wurden. Während Grayson Murphy wegen Krankheit zuletzt auch im Training pausieren musste, wurde Michael Kessens mit muskulären Problemen im Oberschenkel geschont. Tylan Birts (Fuß), Alijah Comithier (Knie) und Kur Jongkuch nach überstandener Knie-Operation pausierten ebenfalls.

In den Kader rückten dafür Kenan Reinhart, Benjamin Sadikovic und Sahmi Willoughby. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (22:24, 10. Minute) übernahmen die Baskets zunehmend die Kontrolle und gingen dank eines starken zweiten Viertels (31:17) mit einer 53:41-Führung in die Halbzeit (20.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bonn spielbestimmend. Besonders im Umschaltspiel überzeugten die Baskets mit schnellem Basketball und präzisem Passspiel. Insgesamt verbuchte das Team von Headcoach Marko Stankovic 23 Assists. Auch die sechs Offensivrebounds von Leon Kratzer sorgten immer wieder für zweite Chancen – unter anderem beim Dreier von Marcus Foster zum 56:45 (22.). Foster war mit 23 Punkten zugleich Topscorer der Partie und überzeugte mit Distanzwürfen, Drives und sicher verwandelten Freiwürfen. Ebenfalls punktstark präsentierten sich Neuzugang John-Michael Wright mit 19 und Joel Aminu mit 16 Zählern. Aminu kam zudem auf vier Steals, Kratzer sammelte insgesamt acht Rebounds ein. Auch die “deutsche Garde” harmonierte: So standen phasenweise mit Aleksa Kovacevic, Joel Aminu, Kenan Reinhart, Melvin Jostmann und Patrick Heckmann fünf deutsche Spieler (bzw. Local-Player) gleichzeitig auf dem Parkett. Im dritten Viertel baute Bonn den Vorsprung zwischenzeitlich auf 71:52 (27.) aus. Auch wenn die Skyliners, die sich in ihrem ersten Testspiel gegen Bamberg durchsetzen konnten, im Schlussviertel noch einmal näher herankamen, geriet der Baskets-Sieg nicht mehr in Gefahr. 

 

Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

“Ich denke, das war ein sehr guter Test für beide Teams. Beide Mannschaften haben sehr aggressiv und körperlich gespielt – genau das ist notwendig, um sich so früh wie möglich an das BBL-Niveau zu gewöhnen. Nach einem etwas langsameren Start haben wir im Verlauf der ersten Halbzeit, insbesondere im zweiten Viertel, unseren Rhythmus gefunden. In der zweiten Halbzeit hat mir gefallen, dass wir deutlich weniger Ballverluste hatten als zu Beginn. Insgesamt müssen wir sehr zufrieden sein. Mein Team hat mit der richtigen Energie gespielt und insgesamt so, wie wir spielen wollen. Wir hatten 23 Assists und haben über weite Strecken als Team zusammengespielt. Es gibt aber offensiv wie defensiv Dinge, die uns nicht gefallen haben, woran wir weiter arbeiten werden. Es gab Situationen, in denen wir den Fokus verloren haben und unsere Konzentration in die falsche Richtung ging. Das müssen wir vermeiden. Solche Situationen entstehen normalerweise, wenn die Spieler sehr müde sind. Dann richten sie ihren Fokus auf Dinge, die wir nicht kontrollieren können. Auch das können und müssen wir in der Vorbereitung trainieren. Es gab einige Situationen, in denen wir mit 16 oder 17 Punkten vorne lagen, einen Korbleger vergeben, den Extra-Pass nicht gespielt oder eine keine gute Defensive gespielt haben. Diese Fehler müssen wir auf ein Minimum reduzieren, wenn wir über 40 Minuten hinweg konstant auf BBL-Niveau spielen wollen – und natürlich auch, wenn wir regelmäßig Spiele gewinnen möchten.”