„Es war für mich der krönende Abschluss“

Abschied nach über 30 Jahren: Vielen Dank, Helene Wiedlich!

Helene Wiedlich bei ihrem emotionalen Abschied während des Heimspiels gegen Vechta. Foto: Jörn Wolter

Das Bundesliga-Heimspiel gegen Vechta war das letzte Baskets-Heimspiel für Helene Wiedlich. Nach über 30 Jahren im Dienste der Telekom Baskets Bonn wurde die Mitgründerin des Vereins und jahrzehntelange Ticketing-Chefin offiziell verabschiedet. Nach dem 101:83-Heimerfolg stimmte Helene Wiedlich feierlich zum Abschluss ihrer Zeit bei den Baskets die Sieges-Humba an.

Vom Pennenfeld über die Hardtberghalle bis hin zum Telekom Dome. Überall war Helene Wiedlich verantwortlich dafür, dass die Fans an ihre Tickets kamen und die Baskets lautstark anfeuern konnten. „Eigentlich wollte ich damals Journalistin werden. Aber Wolfgang hatte mich damals noch beim Godesberger TV einfach mal gefragt, ob ich beim Ticketing aushelfen könnte. Und dann hat mir das so viel Spaß gemacht, dass ich später voll eingestiegen bin“, erzählt Helene Wiedlich, wie sie damals durch ihren Mann und Baskets-Macher Wolfgang Wiedlich eher zufällig an ihre Position als Ticketing-Chefin gekommen ist.

Es gibt viele besondere Ereignisse, die Helene Wiedlich beim Verkauf der Tickets im Kopf geblieben sind: „Ich erinnere mich beispielsweise, wie die Fans in den langen Schlangen Hausaufgaben gemacht oder vor der Hardtberghalle gegrillt haben.“ Irgendwann war aufgrund der stetig hohen Nachfrage klar, dass die Baskets eine größere Halle benötigten. „Den Telekom Dome würde es ohne Wolfgang heute nicht geben“, hebt die Mitgründerin des Vereins in dem Zusammenhang hervor. Für sie selbst sei bei dem Wechsel in die heutige Heimat der Baskets die größte Herausforderung die Platzierung aller Dauerkarten in der neuen Halle gewesen. „Natürlich gab es da am Anfang auch etwas Ärger, letztlich haben aber alle Fans auch auf ihren neuen Plätzen mitgezogen und ich konnte mich freuen, dass diese Aufgabe geschafft war. Ich habe immer versucht, allen möglichen Konflikten mit Ruhe zu begegnen. Der Kontakt mit den Kunden hat mir immer am meisten Spaß gemacht. Die Menschen waren mir dabei immer wichtig.“

Beim Heimspiel gegen Vechta vergangene Woche pflegte Wiedlich ein letztes Mal im Berufskontext den engen Kontakt zu den Fans, durch den über die Zeit auch einige Freundschaften entstanden sind. Dabei betreute sie auch stets den VIP-Bereich, der sich unter Wiedlichs Verantwortung ebenfalls stetig weiterentwickelt hat: „Im Sportpark Pennenfeld gab es damals glaube ich nur Mettbrötchen in einem Nebenraum, in der Hardtberghalle wurde dann jedes Mal der ‚Ringerraum‘ vollständig umgebaut und nun haben wir den schönen VIP-Bereich in der Rotunde des Telekom Dome.“

Als Baskets-Geschäftsführer Simon Pallmann während des Heimspiels gegen Vechta symbolisch einen Blumenstrauß an Wiedlich übergab und Hallensprecher Stephan Unkelbach die lebenslange Dauerkarte für Baskets-Heimspiele verkündete, sprangen die Fans aus ihren Sitzen und applaudierten lautstark. Im Block Süd wurde Wiedlich von den Fans zudem mit einem Spruchband für die über 30 Jahre Einsatz und Leidenschaft gedankt.

„Das hat mich überwältigt“, gibt Wiedlich zu, die selbst von ihren Emotionen bei der Verabschiedung überrascht war. Nach dem 101:83-Sieg über Vechta wollte sich Wiedlich eigentlich nur für die nette Geste nochmal persönlich im Fanblock bedanken und prompt war sie auch noch für die Sieges-Humba eingeplant. „Da habe ich zwar noch einen kleinen Fehler gemacht, aber es war für mich der krönende Abschluss. Es war toll!“

Am heutigen Mittwoch wird Wiedlich ihren offiziell letzten Arbeitstag bei den Telekom Baskets absolvieren, aber natürlich auch danach noch die Geschehnisse rund um ihren Herzensverein verfolgen.

Die Telekom Baskets Bonn verabschieden Helene Wiedlich nach über 30 Jahren leidenschaftlicher Arbeit mit viel Applaus und danken ihr dafür, dass sie ihr Leben in den Dienst des Vereins gestellt hat!

Helene Wiedlich bei der Sieges-Humba im Block Süd bei ihrem letzten Heimspiel als Ticketing-Chefin der Baskets. Foto: Jörn Wolter