Eurocup: Versöhnlicher Abschluss nach Verlängerung

Telekom Baskets Bonn - Virtus Rom 96:88 (21:14, 27:23, 20:29, 15:17, 13:5)

Jared Jordan verteilte allein in der ersten Hälfte fünf Assists. (Foto: Jörn Wolter)

Den guten Gastgeber mimend gestattete Bonn den Italienern den ersten Korb der Begegnung in Form eines Dreiers. Ab da übernahmen die Hausherren - die mit Jared Jordan, Benas Veikalas, Andrej Mangold, Jamel McLean und Kurt Looby starteten - zunächst das Kommando und legten einen 9:3-Lauf aufs Parkett (9:6, 4. Minute). Bestimmende Figur in den Anfangsminuten war Jordan, der förmlich jedem Baskets-Angriff seinen Stempel aufdrückte. Erst bediente der Point Guard nach einem schnellen Einwurf den der Verteidigung enteilten McLean beim Fastbreak, dann steckte er den Ball auf Benas Veikalas für den freien Korbleger durch und fand den Litauer anschließend offen an der Dreierlinie stehend. Obwohl Coach Fischer früh und viel durchwechselte, kam bei den Baskets kein Bruch ins Spiel (21:14, 10. Minute).

Als Fischer kurz nach Wiederaufnahme der Begegnung den jungen Enosch Wolf einwechselte, hatte der Bonner Trainer bereits jeden seiner Schützlinge aufs Parkett geschickt (23:18, 12. Minute). Die Rheinländer zogen in der Verteidigung die Zügel an und forcierten so diverse römische Ballverluste, die auf der Gegenseite postwendend verwertet wurden. Nach einem Steal belohnte David McCray sich selbst mit einem Dunk - und das Publikum auf den Rängen den Aufbauspieler mit reichlich Applaus (33:24, 15. Minute). Kurz vor dem Gang in die Kabine bestellte die Fischer-Truppe dann gar noch die zweistellige Führung, die den Baskets scheinbar endgültig das Momentum bescherte (48:37, 20. Minute). Nach dem Seitenwechsel zogen Jordan und Co. ihre Linie konsequent weiter durch und machten sich daran, den Vorsprung Zähler um Zähler auszubauen (54:40, 23. Minute). Als die Gäste ihrerseits die Intensität erhöhten und die Partie spürbar physischer wurde, verloren die Baskets urplötzlich ihren Rhythmus und mussten zusehen, wie die einst komfortable Führung dahinschmolz (57:52, 26. Minute). Zwar brachten Dreier von Benas Veikalas und Steve Wachalski geringfügig Entlastung, doch Virtus Rom hatte Fahrt aufgenommen und kratzte am Ausgleich (68:66, 30. Minute).

Diesen bestellte die Mannschaft von Trainer Luca Dalmonte nur wenig später und gewann noch dazu von jenseits der 6,75 Meter-Linie die Oberhand, wofür sich David McCray umgehend ebenfalls aus der Distanz revanchierte (71:71, 32. Minute). Auf der Zielgeraden konnte sich keine der beiden Mannschaften nennenswert absetzen, so dass es zwangsläufig auf eine spannende Schlussphase hinaus lief (81:81, 39. Minute). In dieser agierten die Gäste einen Tick cleverer, konnten beim letzten Bonner Angriff jedoch nicht verhindern, dass Ryan Brooks 5,5 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit für den Ausgleich sorgte und die Partie damit in die Verlängerung schickte (83:83, 40. Minute).

In der Extraschicht erwischten Brooks und Co. einen Blitzstart, kauften Rom früh den Schneid ab und gaben die einmal errungene Führung nicht mehr aus der Hand. Der im vierten Abschnitt noch glücklose David McCray sorgte durch einen Floater die Vorentscheidung (92:86, 43. Minute). So stand einem mehr als versöhnlichen Abschluss mit einer internationalen Bilanz von je fünf Siegen und Niederlagen nichts mehr im Wege. Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Beide Mannschaften haben ein tolles Spiel gezeigt und sich den Applaus der Zuschauer redlich verdient. Wir wollten den internationalen Wettbewerb nur allzu gern mit einem Sieg beenden - dieses Ziel haben wir erreicht. Im dritten Viertel haben wir Probleme mit Roms Zonenverteidigung gehabt, konnten uns am Ende aber entscheidend steigern. Wir haben insgesamt noch viel Luft nach oben, haben insgesamt aber gute Ansätze gezeigt.“

Luca Dalmonte (Trainer Virtus Rom):

„Wir wussten, dass uns in Bonn ein schweres Auswärtsspiel bevorsteht. In der ersten Hälfte haben wir viele einfache Körbe abgegeben und uns damit das Leben selber schwer gemacht. Insgesamt bin ich froh, dass meine Spiele im Eurocup Erfahrung sammeln konnten, was uns sicherlich im regulären Ligabetrieb helfen wird.“


Telekom Baskets Bonn:

McCray (12/2 Dreier), Looby (9, 10 Rebounds), Veikalas (21/3 Dreier), Brooks (6), Mangold (0), Jordan (9/1, 7 Assists), Wolf (2), Koch (7), Wachalski (9/1), McLean (21, 9 Rebounds)

Virtus Rom:

Goss (0), Jones (8/2), Tonolli (0), D‘ercole (3/1), Taylor (23/3), Eziukwu (8), Hosley (24/2), Baron (7/1), Moraschini (7/1), Mbakwe (8)


Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Do., 26. Dezember 2013 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - TBB Trier (Beko BBL)

So., 12. Januar 2014 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - Artland Dragons (Beko BBL)

So., 2. Februar 2014 - 17:00 Uhr - Beko BBL
Telekom Baskets Bonn - ratiopharm ulm (Beko BBL)



Der Beko BBL ALLSTAR Day am 18. Januar 2014 in Bonn

Am Samstag, den 18. Januar 2014, ist der Telekom Dome in Bonn zum zweiten Mal Schauplatz des Beko BBL ALLSTAR Day. Programmpunkte an diesem Tag, „der die zahlreichen Facetten dieser begeisternden Sportart in komprimierter Form abbildet“, wie es Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer formulierte, sind das Beko BBL ALLSTAR Game, bei dem die besten nationalen und internationalen Korbjäger der Liga ihre Kräfte messen, der Dunking- und Drei-Punkte-Contest sowie das NBBL ALLSTAR Game mit den Top-Talenten aus der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL).